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Marktbericht vom 02.08.2017 in Buchloe

Augustauktion in der Buchloer Schwabenhalle - Weiterhin rege Nachfrage nach weiblichen Zuchttieren

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 02.08.2017 in der Schwabenhalle standen 4 Stiere, 3 Kühe, 40 Jungkühe und 17 Zuchtkälber zum Verkauf. Trotz des schönen Wetters war der Besuch sehr gut. Die steigende Nachfrage nach weiblichen Zuchttieren führte zu einem sehr flotten Marktverlauf mit guten Verkaufserlösen.

Die Qualität der angebotenen Zuchtkälber war eher durchschnittlich, sie konnten aber aufgrund der derzeit florierenden Exporte zu guten Preisen verkauft werden. Nur ein Kalb blieb ohne Gebot.

Zögernd verlief der Markt für die vier gekörten Deckbullen, obwohl deren Qualität sehr gut war und alle in Wkl. II bewertet wurden. 3 Stiere wurden zu gerade noch zufriedenstellenden Preisen verkauft. Ein sehr schwerer Bulle wurde nicht abgegeben weil das Gebot unter dem Schlachterlös lag. Der erstrangierte Bulle, ein Vesuv x Hussant-Sohn mit einer Mutterleistung von knapp 10000 kg Milch, bei über 4 % Eiweiß, erzielte den Tageshöchstpreis. Er wurde gezüchtet von Schmid Wolfgang, Baisweil und vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim bestens aufgezogen und am Markttag präsentiert.

Die zum Verkauf stehenden Kühe und Jungkühe überzeugten mit über 28 kg Tagesgemelk vor allem in der Leistungsbereitschaft. Exterieurmäßig war die Qualität nur durchschnittlich, vor allem fehlte es an Tieren, die sowohl exterieur, als auch leistungsstark waren. Aufgrund der derzeit guten Nachfrage wurde flott gesteigert und die Erlöse waren in allen Qualitätsklasse gut. Über die Hälfte der Tiere wurden über Kaufaufträge ersteigert, davon der Großteil Richtung Nordbayern. Den Tageshöchstpreis erzielte eine erst kurz gekalbte Himalaya x Zaster-Tochter mit 32 kg Tagesgemelk bei sehr guter Melkbarkeit vom Zuchtbetrieb Reichenbach Johann, Immenhofen.

 

Martkbericht vom 27.07.2017 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Marktberuhigung bei breiter Auswahlmöglichkeit

 

Nachdem die erste Juli-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten mit einem Rekordschnitt bei Jungkühen endete, beruhigte sich bei regnerischem Wetter die Preisbildung beim letzten Zuchtviehmarkt in der Allgäuhalle am 27. Juli wieder etwas. Aufgetrieben waren 17 Stiere, 12 Kühe, davon 8 aus einer Teilbestandsauflösung, 118 Jungkühe, 3 Kalbinnen sowie 15 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Stieren kamen nicht alle der 17 aufgetriebenen Kandidaten zum Verkauf, ein Stier wurde nur für den Eigenbedarf zur Körung vorgestellt. Trotzdem war das Angebot, das sich mehrheitlich durch ansprechende und interessante, genomische Leistungs- und Exterieurzuchtwerte auszeichnete, für die Nachfrage völlig ausreichend. Insbesondere nach Stieren der Wkl. 3 war kaum Bedarf vorhanden, so dass am Ende 10 Deckstiere verkauft wurden. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1600 Euro ein Assay-Sohn aus einer Emento vom Betrieb Heckenberger in Hochdorf/BW. Formalistisch sehr korrekt und gut entwickelt lief er mit gGZW und MW 124, sowie einem Euter-ZW von 121 auf dem ersten Rang. Im Schnitt erlösten Stiere mit 1314 Euro um 97 Euro weniger als zuletzt.

Bei den Jungkühen war der Auftrieb mit 118 Tieren deutlich umfangreicher als beim ersten Juli-Termin, der mit Bestpreisen aufhorchen ließ. Allerdings wirkte sich das vermehrte Angebot auch auf die Qualität aus, die nicht an das Niveau des Vormarktes heranreichte. Sichtbares Zeichen hierfür war zum Beispiel, dass kein Tier die hohen Qualitätsanforderungen für die Wertklasse 1 erfüllte. So war es nicht verwunderlich, dass das Bietverhalten deutlich weniger erhitzt ablief, als beim letzten Mal. Trotzdem waren Tiere vergleichbarer Qualität kaum wesentlich günstiger zu haben. So konnte auch manch qualitativ anspruchsvoller Kaufauftrag nicht erfüllt werden. Unterm Strich kosteten Braunvieh-Jungkühe 1522 Euro, was einem Minus von 232 Euro entsprach. Das Höchstgebot erzielte mit 2300 Euro eine Hegall-Tochter mit über 31 kg Tagesleistung vom Aufzuchtbetrieb Zeller in Oberstdorf-Rubi, die von Christian Albrecht, Altusried-Bergs aus einer Pronto gezüchtet wurde. Sie blieb im Oberallgäuer Zuchtgebiet, wohingegen 17 Jungkühe wieder von italienischen Großkäufern erworben wurden und einige Tier auch wieder Richtung Norden verladen werden konnten.

Für Käuferinteresse bis aus Österreich sorgte darüber hinaus eine Teilbestandsauflösung, bei der einige sehr interessante Mehrkalbskühe zur Versteigerung kamen und Preise bis 1820 Euro erzielten.

Sehr knapp viel bereits zu Beginn der Auktion mit nur 15 Tieren das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern aus. Bei guter Nachfrage waren diese schnell verteilt und die 13 Braunviehkälber erzielten mit im Schnitt 332 Euro eine ähnliches Preisniveau wie bei der Vorauktion. Die besseren Kälber wurden in einem Niveau um 400 Euro gehandelt, wobei der Spitzenpreis bei 440 Euro lag. Zwei Holsteinkälber wurden nicht verkauft.

 

Martkbericht vom 06.07.2017 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Starke Nachfrage nach Jungkühen – 3000 Euro für Spitzenjungkuh

 

 

Zuchtvieh wird zunehmend gefragter – das zeigte die letzte Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am 6. Juli, die für die Jahreszeit und angesichts der hochsommerlichen Wetterlage gut besucht war. Aufgetrieben waren 15 Stiere, 2 Kühe, 87 Jungkühe, 3 Kalbinnen sowie 42 weibliche Zuchtkälber

 

Mit den Sommermonaten lässt gewöhnlich die Nachfrage nach Deckstieren etwas nach, da Weidebetriebe ihren Bedarf häufig gedeckt haben. Mit 15 Jungstieren waren deshalb ausreichen Zuchttiere aufgetrieben. Auffallend war aber deren züchterische Qualität mit genomischen Gesamtzuchtwerten von meist über 120 und auch sehr ansprechenden Exterieurvererbungsdaten. Zeigte ein solcher Stier keine wesentlichen körperlichen Mängel, erreichten die Gebote trotz überschaubarer Interessentenzahl schnell ein attraktives Preisniveau. Nicht gefragt waren hingegen die drei Stiere in Wkl. 3. In den Schnittpreis einbezogen ist diesmal ein Dane-Sohn mit gGZW 129 aus einer Jublem von Willebold Gawaz, Niederrieden, der zur Körung aufgetrieben war und wegen Vertragsbindung zum berechneten Preis von 5640 Euro direkt an die Besamungsstation Memmingen ging. Ohne diesen Besamungskandidaten kosteten Deckstiere mit 1411 Euro im Schnitt um 132 Euro mehr als beim Vormarkt. Bestbezahlter Deckstier war hier ebenfalls ein sehr gut entwickelter Dane-Sohn mit gGZW 124 und sehr guten Exterieurzuchtwerten von Peter Kirchmann, Stiefenhofen-Holzleute, der erstrangiert war. Er stammt aus einer Payboy-Tochter mit 10175 kg Erstlaktation und kommt auf einem Weidehof der AHG zum Einsatz.

 

Bei den Jungkühen bot das Angebot der 87 aufgetriebenen Tiere für einen Sommermarkt eine gute Auswahlmöglichkeit. Für die aktuell ansteigende Nachfrage war dieses aber bei weitem nicht ausreichend. Von Anfang an wurden die feilgebotenen Tiere heiß umworben, was auch am Spitzenpreis von 3000 Euro für die zweite 1er-Jungkuh zum Ausdruck kam. Diese harmonische Hobbit-Tochter mit 33,8 kg Tagesleistung aus dem Stall von Daniel Weber, Görisried stammt aus einer Wachau-Tochter, die mit 11600 kg Durchschnittsleistung und 4,51 % Fett sowie 3,74 % Eiweiß die hohe Leistungsveranlagung untermauert. Sie ging wie rund ein Viertel aller Jungkühe nach Südtirol bzw. Italien. Nennenswerte Stückzahlen wurden per Kaufauftrag auch nach Norddeutschland vermittelt. Bis zum Schluss wurden die Jungkühe intensiv umworben und gut bezahlt, so dass zur Freude der Aufzüchter am Ende unterm Strich mit 1754 Euro ein deutliches Plus von 181 Euro zur Vorauktion stand und den ansteigenden Preistrend auch an anderen Auktionsstandorten bestätigte.

 

Auch unter den 42 angebotenen Kälbern hatten die Kaufinteressenten gute Auswahlmöglichkeiten. Diese bevorzugten wie immer eher die etwas älteren, gut entwickelten Tiere mit ausreichendem Pedigree, die ihr Potential besser zeigen konnten. Für diese wurden Preise um 400 Euro und darüber geboten. Den Spitzenpreis erzielte mit 500 Euro ein Huxoy-Kalb aus einer Jupaz mit einem 9-jährigen Schnitt von 9850 kg von Renate Geiger, Erkheim-Schlegelsberg. Im Schnitt kosteten Braunvieh-Zuchtkälber 329 Euro und blieben damit nur knapp unter dem Vormarktniveau.

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 Bericht und Bild: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 21.06.2017 Buchloe

Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle in Buchloe – knappes Angebot und gute Erlöse für weibliche Zuchttiere

Bei der Auktion am 21.06.2017 standen 7 Stiere, 40 Kühe und Jungkühe und 11 Zuchtkälber zum Verkauf. Bis auf die Bullen wurde sehr flott gesteigert und das Angebot war für die deutlich gestiegene Nachfrage nach weiblichen Zuchttieren zu knapp.

Die wenigen aufgetriebenen Zuchtkälber waren durchwegs von guter Qualität. Durch die derzeit hohe Nachfrage, vor allem von Exportaufzuchtbetrieben, kamen die Gebote sehr rasch und die Erlöse waren entsprechend gut. Den Höchstpreis erzielte ein bereits etwas älteres, extrem gut entwickeltes Fleckviehkalb von Rappold Max, Stockheim.

Sehr ansprechend war auch die Qualität der zur Körung und zum Verkauf vorgestellten Deckbullen. Bei geringer Nachfrage wurde nur sehr selektiv gesteigert und die erzielten Preise waren nicht zufriedenstellend. 3 Stiere wurden zum gebotenen Preis von den Besitzern nicht abgegeben. Den Tageshöchstpreis erzielte ein gut entwickelter Puck x Huray-Sohn mit passenden genomischen Zuchtwerten vom Zuchtbetrieb Ressle Winfried, Waalhaupten.

Sehr erfreulich war der Verlauf der Versteigerung bei den Jungkühen. Obwohl die Qualität der Tiere eher durchschnittlich war, kamen die Gebote sehr flott und die erzielten Preise waren entsprechend gut. Selbst Tiere mit diversen Mängeln konnten noch gut abgesetzt werden. Der Markt wurde komplett geräumt und nicht alle Käuferwünsche konnten erfüllt werden. 12 Tiere wurden über Kaufaufträge nach Nordbayern verkauft. Weitere 10 Tiere wurden von einem Aufkäufer aus Südtirol ersteigert. Die erstrangierte Hidalgo x Prohuvo-Jungkuh mit 35,4 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit vom Betrieb Leutherer Martin, Unterweiler erzielte zu Recht den Tageshöchstpreis.

Der nächste Zuchtviehmarkt in der Buchloer Schwabenhalle findet am 02.08.2017statt.

Die nächsten Nutzkälberversteigerungen sind am Montag, 03.07., 10.07. und 17.07.2017.

 

 

Marktbericht vom 08.06.2017 Kempten

 

Juniauktion in der Allgäuhalle Kempten - Gute Jungkuhpreise bei knappem Angebot

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 8. Juni 2017 in der Allgäuhalle standen 26 Stiere, 82 Jungkühe, 1 Mehrkalbskuh und 35 Zuchtkälber zum Verkauf. Trotz guter Witterung war der Besuch für die Jahreszeit gut und es entwickelte sich bei den weiblichen Tieren ein sehr flotter Marktverlauf.

Die Gebote bei den Zuchtkälbern kamen sehr rasch und qualitätsbezogen. Nur 3 Kälber wurden zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. Mit einem Ø-Preis von 334,-- € wurde ein guter Wert erreicht, der auch für die hohe Qualität des Angebotes spricht. Den Tageshöchsterlös erreichte ein Easy-Bull x Juhus-Kalb vom Betrieb Helchenberg, Eisenbolz und ein Vionic x Husarus-Kalb vom Betrieb Eberle, Holdersberg.

Mit 26 gekörten und zum Verkauf stehenden Bullen überstieg das Angebot die Nachfrage deutlich. Die Gebote kamen entsprechend zögerlich und die erzielten Preise konnten das Niveau der Vormärkte nicht erreichen. 10 Bullen bekamen kein Gebot oder wurden zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. Den Höchstpreis erzielte der erstrangierte Cadence x Denpro-Sohn von Tannheimer Markus, Eschach. Er überzeugte durch seine gute Entwicklung, Robustheit, mit guten genomischen Zuchtwerten und einer langlebigen Mutterlinie im Pedigree.

In der Qualität sehr ansprechend, aber vom Angebot deutlich zu knapp, waren die Jungkühe. So kamen die Gebote sehr flott und die erzielten Preise waren entsprechend gut. Der Markt wurde nahezu komplett geräumt und auch Tiere mit diversen Mängeln konnten noch gut vermarktet werden. 15 Tiere wurden von Aufkäufern für Italien ersteigert. An der Spitze des Angebots stand eine Popei x-Etpat-Tochter mit 35 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit von Zobel Franz, Wieseris. Den Tageshöchstpreis erzielte eine formschöne Wachau x Huxoy-Tochter von Denz Hubert, Höfen. Wiederum stark gefragt waren die Jungkühe aus Bio-Betrieben.

 

 

 

Marktbericht vom 10.05.2017 in Buchloe

 

Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 10. Mai 2017 in der Buchloer Schwabenhalle mit witterungsbedingter schwächerer Nachfrage

Bei der Auktion standen 9 Deckbullen, 51 Kühe und Jungkühe sowie 16 Zuchtkälber zum Verkauf. Verständlicherweise bremste das am Auktionstag endlich einmal schöne Wetter den Besuch und die Nachfrage, da für viele Betriebe andere längst überfälligen Arbeiten anstanden.

Das knappe Angebot an Zuchtkälbern konnte zu gerade noch zufriedenstellenden Preisen abgesetzt werden. Nur zwei Kälber wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Gesteigert wurde sehr qualitätsbezogen. Die Preisspanne bewegte sich von 140,-- € bis 420,-- €.

Obwohl die Qualität der in Wkl. II gekörten Bullen passte, waren die Erlöse deutlich geringer als noch beim Vormarkt. Von den Bullen der Wkl. III konnte nur noch ein Stier verkauft werden. Zwei Bullen wurden für einen Betrieb in Belgien ersteigert, darunter der erstrangierte Assay x Payssli-Sohn von der Schwayer-Hofer GbR, Lauchdorf, welcher auch den Tageshöchstpreis erzielte. Mit durchschnittlich 28,8 kg Tagesgemelk bei den Jungkühen wurde ein sehr guter Wert erreicht. Leider war der Anteil an Tieren mit diversen Mängeln relativ hoch, was die Kauflust der wenigen Käufer deutlich bremste. Nur durch zahlreiche Kaufaufträge – 70 % der verkauften Tiere – konnten die Kühe und Jungkühe zu gerade noch befriedigenden Preisen abgesetzt werden. Nur drei Tiere wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Von der Bewertungskommission wurde eine Preset x Viblakt-Tochter vom Betrieb Lang Christoph, Oberreiten an die Spitze gestellt.

 

 

Marktbericht vom 20.04.2017 in Kempten

 

Zuchtviehauktion in Kempten: 310 Zuchttiere im Angebot

Traditionell ist die Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der zweiten Aprilhälfte in Kempten zum Weideauftakt immer mit einem speziellen Jungrinder- und Kalbinnen-Angebot ergänzt. Am 20. April sorgte dies wieder für ein sehr umfangreiches Verkaufsangebot mit insgesamt 310 Zuchttieren. Bei fast winterlichen Temperaturen lockte diese Auswahl zahlreiche Besucher in die Allgäuhalle und auch bei der Versteigerung der Jungrinder und Kalbinnen waren die Besucherränge noch außergewöhnlich dicht besetzt. Aufgetrieben waren 25 Stiere, 9 Kühe, 124 Jungkühe, 34 Kalbinnen, 72 Jungrinder und 44 weibliche Zuchtkälber.

Das Angebot der 25 aufgetriebenen Stiere, von denen 23 zum Verkauf zugelassen wurden, traf jahreszeitlich bedingt zum Weiseauftrieb auf eine gute Nachfrage. Während im vorderen Feld sehr ansprechende und züchterisch interessante Deckstiere angeboten wurden, zeigt allein die Einstufung von 10 Stieren in Wkl. 3, dass hier beim einen oder anderen Kandidaten noch Wünsche offen blieben. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2020 Euro ein sehr gut entwickelter Hercules-Sohn, gezogen aus einer Prohuvo von Andreas Magg, Sontheim, der von Hans Groß, Lauben aufgezogen und vorgestellt wurde. Besonders gefielen an dem Stier neben seiner Entwicklung die hohen mütterlichen Inhaltsstoffe von 4,30 % Fett und 3,86 % Eiweiß bei knapp 10000 kg Durchschnittsleistung sowie der sehr hohe genomische Euterzuchtwert von 117 und die tadellosen Abkalbewerte. Dieser Jungstier blieb im Zuchtgebiet, während darüber hinaus aber jeder dritte Stier nach Norddeutschland, Belgien oder Italien verkauft wurde. Der Schnittpreis zog nochmals leicht um 33 Euro an.

Bei den Jungkühen hatten die zahlreich anwesenden Kaufinteressenten wieder reichliche Auswahlmöglichkeiten aus 124 Tieren, die mit sehr ansprechenden Tagesleistungen aufwarteten. Obwohl italienische Kaufinteressenten mit regelmäßig größeren Ankäufen kurzfristig ausblieben, war der Absatz allein durch die zahlreichen Kaufaufträge gesichert. Die Jungkühe wurden deshalb wie erwartet flott nachgefragt und um 26 Euro über dem Vormarktniveau gehandelt. Zwei Drittel der verkauften Tiere blieben im AHG-Gebiet, was die aktuell hohe heimische Nachfrage aufzeigt. Nur vier Jungkühe gingen diesmal nach Südtirol, wohingegen wieder ein LKW Richtung Norden verladen werden konnte. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2240 Euro eine Huray-Tochter von Willi Hörmann, Fischen-Langenwang. Als Bio-Jungkuh blieb sie mit knapp 30 kg Tagesgemelk im Zuchtgebiet.

Große Nachfrage herrschte bei dieser Auktion nach Jungrindern und Kalbinnen, die sich deutlich belebter zeigte, als noch bei den letzten speziellen Jungrinderversteigerungen im vergangenen Herbst und auch im letzten Frühjahr. Das Angebot blieb aber insbesondere bei den Jungrindern mit 74 Tieren hinter dem Vorjahresauftrieb im Frühjahr zurück. Wie die fast voll besetzten Besucherränge nicht anders erwarten ließen, wurde bei diesem einmaligen Angebot flott geboten und in der Folge lagen die Schnittpreise am Ende dann auch deutlich über den Vergleichsmarken im letzten Herbst (Jungrinder + 116 Euro, Kalbinnen + 24 Euro) und auch im Frühjahr (Jungrinder + 185 Euro, Kalbinnen + 172 Euro).

Weibliche Zuchtkälber waren diesmal ebenfalls wieder gefragt und konnten trotz des umfangreichen Angebotes von 44 Tieren den deutlichen Preisrückgang bei der letzten Auktion mit einem Plus von 23 Euro zur Hälfte wieder wettmachen. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 540 Euro ein genetisch hornloses Van-Kalb aus einer hochleistenden Emerog mit bereits 7 Kälbern und 9200 kg Durchschnittsleistung bei 4,83 % Fett und 3,74 % Eiweiß vom Betrieb Kiechle in Wiggensbach-Eckartsberg.

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Huray-Tochter vom Betrieb Hörmann aus Fischen-Langenwang

Bericht und Bild: Dr. Birkenmaier

 

 

 

Marktbericht vom 05.04.2017 in Buchloe

Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft mit meist zufriedenstellenden Preisen.

Beim Zuchtviehmarkt der AHG am 5. April 2017 standen 24 Zuchtkälber, 6 Deckbullen, 2 Kühe und 51 Jungkühe zum Verkauf.

Trotz idealer Witterung für Auktionen fanden sich nur sehr wenige Besucher in den Käuferringen.

Die aufgetriebenen Zuchtkälber waren größtenteils korrekt, gut entwickelt und hatten vielversprechende Pedigrees. Dank vieler Kaufaufträge waren die Preise zufriedenstellend. Den Tageshöchstpreis erzielte ein Vanpari x Habsburg- BioKalb vom Zuchtbetrieb Eberle Gerhard, Ebenhofen.

Das Stierangebot war vor allem an der Spitze sehr gut. Erstrangiert wurde ein sehr gut entwickelter Vintage x Payviso-Sohn von der Schwayer und Hofer GbR aus Lauchdorf. Mit seinen hohen Zuchtwerten erreichte er nicht ganz die Anforderungen für den Besamungseinsatz. Nach einem längeren Bieterduell wechselte er für 1.940,-- € den Besitzer.

Mit 28,1 kg Tagesgemelk traten die Jungkühe sehr leistungsbereit auf, hatten jedoch des Öfteren diverse Mängel im Fundament, dem Euter oder beim TGD. Den Tageshöchstpreis von 2.120,-- € erzielte eine gut entwickelte und kompakte Feuerstein-Tochter von der Ostenried JM KG aus Leinau.

Deutlich ist nach wie vor das qualitätsorientierte Einkaufen der Kundschaft, so dass der Auktionator keine Probleme hatte, speziell bei den besseren Qualitäten sehr gute Erlöse zu erzielen (siehe Foto). Am Ende allerdings musste speziell bei den schlechten Qualitäten deutliche Preisabschläge in Kauf genommen werden.

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 Marktbericht vom 30.03.2017 in Kempten

 

Zuchtviehauktion in Kempten: Spitzenjungkuh für 3450 Euro verkauft

 

 

Frühlingshafte Witterung mit warmen Temperaturen herrschte bei der zweiten März-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 30.3. in der Allgäuhalle in Kempten – ein Wetter, bei dem es die Landwirte nach dem Winter eher nach draußen zieht, als auf eine Zuchtviehauktion. Entsprechend locker besetzt waren die Besucherränge um den Versteigerungsring. Dem Marktgeschehen tat dies dank zahlreicher Kaufaufträge und Großkunden jedoch keinen Abbruch. Aufgetrieben waren 23 Stiere, 7 Kühe, 126 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 38 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Stieren war bereits im Vorfeld aufgrund der zahlreichen Anmeldungen mit einem großen Auftriebe gerechnet worden. Tatsächlich vorgestellt wurden dann 23 Kandidaten. Allerdings musste hier die Körkommission aufgrund zum Teil doch gravierenderer Mängel nochmals aussortieren, so dass letztendlich nur 16 Jungstiere zum Verkauf kamen. Auffallend war, dass doch mehrere Stierer deutlich älter als sonst waren. Die Aufzüchter haben offensichtlich auf die beste Verkaufszeit gewartet, die traditionell im Frühjahr zum Weideaustrieb gegeben ist. Dennoch hielten sich die Käufer, die vor Auktionsbeginn noch zahlreich im Stall die Verkaufskandidaten in Augenschein nahmen, im Ring dann zurück und jeder zweite Stier wurde aufgrund zu geringen Gebotes zunächst nicht abgegeben. Am Ende war dann aber doch fast jeder Stier verkauft – und das zu einem um 40 Euro höheren Schnittpreis als vor drei Wochen. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 1940 Euro ein sehr gut entwickelter Huvi-Sohn aus einer Husjet mit 3,6-jährigem Schnitt von 13591 kg Milch bei 3,99 % Fett und 3,70 % Eiweiß von Andreas Lingenhel, Oberstaufen-Gschwend. Mit guten genomischen Leistungs- und besten Exterieurzuchtwerten ging er ins benachbarte Tirol.

Bei den Jungkühen bot das Angebot mit 126 Tiere wieder große Auswahlmöglichkeit. Den Auftakt markierte aber eine nicht zu übersehende Bajazzo-Tochter aus einer Vasir von Josef Zwiesler aus Opfenbach-Ruhlands, die bei 32 kg Tagesgemelk trotz ihres niedrigen Erstkalbealters von nur 26 Monaten mit einer herausragenden Entwicklung und einem exzellenten Exterieur bestach. Nach spannendem Bieterduell ging sie schließlich für 3450 Euro nach Südtirol. Insgesamt wurden Jungkühe bis zum Schluss gut nachgefragt und kosteten am Ende 76 Euro mehr wie vor drei Wochen. Rund ein Drittel der verkauften Tiere ging wieder nach Italien, in die Tschechei sowie nach Norddeutschland.

Einen Preisrückgang um 50 Euro mussten die weiblichen Zuchtkälber hinnehmen. Hier machte sich auch der insgesamt schwächere Besuch bemerkbar, wenngleich gute Kälber gefragt waren und ihr Geld kosteten. Schwieriger abzusetzen waren, wie in in solchen Phasen immer, leichtere Kälber aus Jungkühen und solche mit knapper Entwicklung, weshalb auch nicht alle Kälber verkauft wurden. Den Spitzenpreis erzielte mit 520 Euro ein sehr gut entwickeltes Vassli-Kalb von Anton Bader, Isny-Schweinebach.

 

Auktion Kempten 2017 03 30 Kat 65 Bajazzo Zü. Zwiessler Wkl 1 3450 Bi IMG 4176 

Bericht / Bild: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 09.03.2017 in Kempten

 

Zuchtviehauktion in Kempten: Große Auswahlmöglichkeit in allen Kategorien

 

 

Bei der ersten März-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 9.3. in der Allgäuhalle in Kempten fanden die zahlreichen Besucher bei regnerischer Witterung erneut eine große Auswahl an leistungsstarken Jungkühen vor. Aufgetrieben waren 15 Stiere, 4 Kühe, 163 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 45 weibliche Zuchtkälber.

Zwar war der Auftrieb bei den Zuchtstieren mit 15 Kandidaten deutlich umfangreicher als zuletzt und passte sich damit der im Frühjahr steigenden Nachfrage an, angesichts der deutlich zahlreicheren Anmeldungen waren aber noch ein paar Jungstiere mehr erwartet worden. In der Halle waren zahlreichere Kaufinteressenten anwesend und nicht jeder Käuferwunsch konnte letztendlich bedient werden. Dennoch wurde qualitätsorientiert geboten. Gegenüber dem sehr knappen Angebot des Vormarktes ging der Schnittpreis um 108 Euro zurück. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1960 Euro ein Vox-Sohn aus einer Easton mit über 10000 kg Durchschnittsleistung bei 5,38 % Fett und 4,38 % Eiweiß von Martin Dorner, Oberstaufen-Gschwend, der nach Baden-Württemberg verkauft wurde.

Bei den Jungkühen hatten die zahlreichen Kaufinteressenten wieder eine sehr große Auswahlmöglichkeit an leistungsstarken Tieren. Dies nutzten auch auswärtige Interessenten. So wurden 11 Jungkühe über den Brenner verkauft und 20 nach Norddeutschland. Allerdings konnten die Jungkühe diesmal nicht ganz das sehr hohe Qualitätsniveau der Vorauktion erreichen, weshalb der Schnittpreis am Ende gut 90 Euro unter der letzten Marke lag. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2220 Euro die erstrangierte der vier 1-erJungkühe, die Tochter eines Varoff-Deckstieres von Xaver Kraus, Ebersbach, die nach Südtirol ging.

Eine sehr große Auswahl an guten weiblichen Zuchtkälbern hatten die Käufer gleich am Morgen. Dies nutzten diese auch rege, so dass am Ende 41 Braunviehkuhkälber verkauft waren. Trotz des deutlich größeren Angebots war der Durchschnittspreis mit 335 Euro gleich wie vor 14 Tagen. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 580 Euro ein Huxoy-Kalb von Franz Frey, Wiggensbach, das an einen Aufzuchtbetrieb ging.

 

 

Marktbericht 01.03.2017 in Buchloe

Zuchtviehmarkt in der Schwabenhalle mit sehr guter Verkaufsquote

Bei der Auktion am 1. März 2017 standen 15 Zuchtkälber, 3 Deckbullen, sowie 70 Kühe und Jungkühe zum Verkauf. Bei gutem Besuch wurde in allen Gattungen flott gesteigert, die Preise blieben stabil und bis auf zwei Jungkühe wurde das Angebot komplett geräumt.

Die aufgetriebenen Zuchtkälber waren bis auf wenige Ausnahmen qualitativ in Ordnung und fanden rasch zu passenden Preisen einen Käufer. Den Tageshöchstpreis erzielte ein sehr rahmiges, korrektes Puck x Vinold-Kalb mit gutem Leistungshintergrund von Maucher Anton, Egelhofen.

Die drei zur Körung und zum Verkauf vorgestellten Stiere wurden alle vom Zuchtbetrieb Dempf Otto und Alexander, Immelstetten gezüchtet, bestens aufgezogen und am Markttag auch gut präsentiert. Alle konnten flott zu der Qualität entsprechenden Preisen abgesetzt werden.

Mit 28,6 kg durchschnittlichem Tagesgemelk bei den Jungkühen wurde ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Auch abstammungs- und exterieurmäßig waren die Tiere weitgehend in Ordnung und konnten rasch zu zufriedenstellenden Preisen bis auf zwei Ausnahmen alle verkauft werden. Lediglich für einige Tiere der besseren Qualität waren die erzielten Preise eher knapp. Den Tageshöchsterlös erzielte die erstrangierte Bio-Jungkuh vom Betrieb Schindele Richard, Unterthingau. Diese Hobbit x Elch-Tochter überzeugte bei 30,5 kg Tagesgemelk mit einem sehr straffen Euter und einem sehr guten Fundament. 4 Kühe und 2 Zuchtkälber wurden vom Aufkäufer aus Südtirol ersteigert.

Zuchtviehauktion in Kempten: Großes Angebot an leistungsstarke Jungkühen gut nachgefragt

Bei der Februar-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 16.2. in der Allgäuhalle in Kempten fanden die zahlreichen Besucher bei frühlingshafter Witterung eine große Auswahl an leistungsstarken Jungkühen vor, die zu gefestigten Preisen gut abgesetzt werden konnten. Aufgetrieben waren 7 Stiere, 3 Kühe, 170 Jungkühe sowie 32 weibliche Zuchtkälber.

Nicht sehr umfangreich war das Angebot der 7 vorgestellten und gekörten Stiere. Hier wurde ein sehr gut entwickelter und harmonischer Harrison-Sohn aus einer Variant-Tochter aus dem Stall von Florian Schuhwerk, Egg, der von Hans Groß, Lauben aufgezogen und vorgestellt wurde, an die Spitze gestellt. Mit herausragenden genomischen Exterieurzuchtwerten und einem gGZW von 124 wurde er für 1780 Euro nach Nordrhein-Westfalen verkauft. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 1840 Euro ein ebenfalls gut entwickelter Puck-Sohn mit genomischem MW 120 aus einer langlebigen und leistungsstarken Emerog-Tochter vom Betrieb Jochen und Florian Kiechle, Wiggensbach. Insgesamt wurden die in guter Zuchtqualität zu knapp angebotenen Stiere gut nachgefragt und im Schnitt für 1437 Euro gehandelt.

Bei den Jungkühen repräsentierte eine breite Spitze aus sechs 1er-Jungkühen die insgesamt gute und vor allem auch auffallend leistungsstarke Qualität, die mit einem Auftrieb von 170 Tieren den zahlreichen Kaufinteressenten eine sehr große Auswahlmöglichkeit bot. Erstrangiert lief eine typstarke Payssli-Tochter mit exzellentem Euter und 30 kg Tagesleistung vom Aufzuchtbetrieb Zeller in Oberstdorf-Rubi, die für 2300 Euro nach Vorarlberg ging. Weitere 1er-Jungkühe stammten von Pirlo, Anibal, Hobbit, Payleng und Verdi und erlösten im Schnitt 2090 Euro. Der Gesamtschnitt konnte gegenüber der Vorauktion mit 1522 Euro bei Braunvieh-Jungkühen trotz größeren Angebotes um knapp 100 Euro zulegen. 12 Jungkühe gingen nach Tschechien, zahlreiche Tiere wurden wieder nach Norddeutschland verkauft.

Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern war gute Qualität gefragt und gut bezahlt. Mit 32 Tieren wurden wieder etwas mehr Kälber angeboten als zuletzt und auch der mittlere Gebotspreis konnte mit 338 Euro wieder um 55 Euro auf ein respektables Niveau zulegen. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 580 Euro ein Hotspot-Kalb von Willi Jörg, Wiggensbach-Staudach.

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Betrieb Zeller,  Passli,  erhielt einen Zuschlag bei 2300 €

Bericht und Bild: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht vom 08.02.2017 in Buchloe

Zuchtviehmarkt mit meist zufriedenstellen Preisen

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 8. Februar 2017 standen 22 Zuchtkälber, 5 Deckbullen und 58 Jungkühe zum Verkauf.
Bei gutem Besuch waren der Marktverlauf und die erzielten Preise für die derzeitigen Rahmenbedingungen in allen Gattungen zufriedenstellend.

Die aufgetriebenen Zuchtkälber waren größtenteils korrekt, gut entwickelt und hatten vielsprechende Pedigrees. Demzufolge kamen die Gebote flott und die erzielten Preise waren zufriedenstellend. Den Tageshöchstpreis erzielte ein Vanpari x Juhus-Kalb vom Betrieb Settele Bernd, Gutenberg und ein Vanpari-Kalb vom Betrieb Maucher Anton, Egelhofen.

Das Stierangebot war vor allem an der Spitze sehr gut. Drei der fünf gekörten Bullen wurden zu den gebotenen Preisen verkauft. Erstrangiert wurde ein sehr gut entwickelter Hidalgo x Easton-Sohn mit hervorragenden genomischen Zuchtwerten aus der Zucht von Martin Bernhard, Kemnat. Bestens aufgezogen und am Markttag präsentiert vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim, erzielte er verdienterweise auch den Tageshöchstpreis.

Nicht ganz die Qualität der beiden Vormärkte konnten die aufgetriebenen Jungkühe erreichen. Mit 28,3 kg Tagesgemelk waren sie zwar sehr leistungsbereit, hatten jedoch des Öfteren diverse Mängel im Fundament, dem Euter oder beim Tiergesundheitsdienst. Trotzdem wurde flott gesteigert und die Preise waren für die angebotene Qualität meist in Ordnung. Von der Bewertungskommission an die Spitze gestellt wurde eine enorm große, korrekte Panini x Vinbrei-Tochter vom Zuchtbetrieb Velle Thomas, Schwangau. Sie erzielte den Tageshöchstpreis von 2.020,-- €. Vom Südtiroler Aufkäufer wurde diesmal nur ein Tier ersteigert.

Der nächste Zuchtviehmarkt in der Buchloer Schwabenhalle findet am 01.03.2017 statt. Die nächsten Nutzkälberversteigerungen sind am Montag, 20.02.2017 und 27.02.2017

Bechteler

 

 

Marktbericht vom 26.01.2017 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Großes Angebot an Jungkühen gut nachgefragt

Auf sehr gute Besucherresonanz stieß die zweite Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft im neuen Jahr am 26. Januar in der Allgäuhalle in Kempten. Bei winterlichen Verhältnissen mit eisigen Temperaturen waren 10 Stiere, 3 Kühe, 168 Jungkühe sowie 24 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Gut nachgefragt waren auch die 10 aufgetriebenen und zum Verkauf zugelassenen Stiere. Allerdings konnte gerade die Fundamentqualität in den hinteren Rangierungen diesmal nicht ganz mit dem üblichen, hohen Niveau mithalten. Der Nachfrage tat dies allerdings keinen Abbruch. Aufgrund des knappen Angebotes wurde bis zum Schluss lebhaft geboten und am Ende waren Stiere der Wkl. 3 kaum günstiger als solche der Wkl. 2. Im Schnitt erlösten Stiere 1494 Euro. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1780 Euro der erstrangierte, sehr korrekte und gut entwickelte Hercules-Sohn aus einer Preliz mit über 11200 kg Durchschnittsleistung bei 4,84 % Fett sowie 4,12 % Eiweiß von Stefan Bainger, Westerheim. Mit einem genomischen MW von 120 und sehr guten Exterieurzuchtwerten blieb er im Zuchtgebiet. Drei Stiere wurden nach Norddeutschland verkauft.

Gut war auch die Nachfrage bei den Jungkühen, bei denen der Auftrieb mit 168 Tieren knapp über der Vorauktion lag. Auch dank zahlreicher Kaufaufträge konnte der Absatz bis zum Schluss stabil gehalten werden, wobei Jungkühe die nicht ganz an den Durchschnitt herankommen grundsätzlich immer schwieriger abzusetzen sind. Im Schnitt erlösten Braunviehjungkühe 1494 Euro, was zwar numerisch unter der Marke des ersten Januarmarktes lag, aber angesichts der erheblich besseren Verkaufsquote von 94 Prozent als positive Marktentwicklung zu interpretieren ist. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 3000 Euro eine Jubs-Tochter mit 30 kg von Konrad Baiz, Rettenberg-Vorderburg, die als Bio-Jungkuh drittrangiert in der Wkl. 1 nach Bonn verkauft wurde. Spitzenjungkuh war hingegen eine Hobbit-Tochter mit erstklassigem Euter und 31 kg Tagesleistung von Moritz Hierl, Rettenberg-Sterklis, die ebenfalls als Bio-Jungkuh zum fast selben Spitzenpreis von 2950 Euro zugeschlagen wurde und nach Südtirol ging. Insgesamt wurden über 30 Tiere nach Norddeutschland und Italien verkauft.

Gut war auch die Nachfrage bei den 24 angebotenen weiblichen Zuchtkälbern, die allerdings in der Entwicklung diesmal etwas leichter waren und deshalb nicht ganz an die sehr gute Qualität der Vorauktion heranreichten. Entsprechend konnte der Schnittpreis mit 283 Euro nicht mit dem Vormarkt mithalten. Gute Kälber waren aber wie immer gefragt und erzielten Preise bis 460 Euro.

Dr. Birkenmaier

 Auktion Kempten 2017 01 26 Kat 573 Hobbit Verk Hierl Moritz Wkl 1 2950Bi IMG 3884

Hobbit-Tochter vom Betrieb Hierl (Bio)

 Bild: Dr. Birkenmaier

 

Marktbericht 11.01.2017 in Buchloe

Jungkuhpreise trotz guter Qualität schon wieder fallend

Mit 30 Kälbern, 6 Stieren und 77 Jungkühen stand beim ersten Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft 2017 in der Schwabenhalle ein sowohl zahlenmäßiges als auch qualitativ sehr ordentliches Angebot zum Verkauf. Bei gutem Besuch wurde bei den Kälbern und Bullen flott gesteigert. Bei den Jungkühen war der Marktverlauf zögernd und die Preise rückläufig.

Der Verkauf der Zuchtkälber verlief sehr qualitätsbezogen und nur zwei Kälber wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Die Preisspanne bewegte sich zwischen 100,-- € und 460,-- €. Das Höchstgebot fiel auf ein gut entwickeltes Harley x Jublend-Kalb mit sehr gutem Leistungshintergrund vom Zuchtbetrieb Lässer Norbert, Ummenhofen.

Zu knapp war das Angebot bei den Deckstieren. Die 6 gekörten Bullen wurden rasch zu ordentlichen Preisen verkauft. Körsieger wurde ein Feuerstein x Hussant-Sohn mit guten genomischen Zuchtwerten, gezüchtet von Lang Christoph, Oberreiten. Den Höchsterlös erzielte ein enorm gut entwickelter Hebron x Harley-Sohn von der Schwayer-Hofer GbR, Lauchdorf.

Bei den Jungkühen konnten die Preise der Vormärkte nicht gehalten werden. Vor allem im eigenen Gebiet war die Nachfrage sehr verhalten und nur durch zahlreiche Kaufaufträge von außerhalb konnte das Angebot bis auf 2 Tiere allerdings zu deutlich gedrückten Preisen verkauft werden. Vom Exterieur und in der Leistung waren die angebotenen Tiere meist passend, die Gebote kamen sehr qualitätsbezogen. Den Tageshöchstpreis erzielte die erstrangierte Valdemar x Huray-Tochter mit 30,3 kg Tagesgemelk bei guter Melkbarkeit vom Zuchtbetrieb Schindele Richard, Unterthingau. Durch ihr gutes Exterieur und ihre hervorragende Abstammung war sie als „Bio-Tier“ besonders gefragt.

Die nächsten Zuchtviehmärkte finden in der Buchloer Schwabenhalle findet am 08.02.2017 und in der Allgäuhalle Kempten am 16.02.2017 statt.

Die nächsten Nutzkälbermärkte sind am Montag, 30.01. und 06.02.2017.

Bechteler F.

 

 

Marktbericht 05.01.2017 in Kempten

Start ins Auktionsjahr 2017 konnte leider nicht zufrieden stellen

Bei der ersten Auktion 2017 am Tag vor Heilig Drei König standen 25 Zuchtkälber,4 Stiere, 1 Kalbin, 3 Mehrkalbskühe und 165 Jungkühe zum Verkauf. Leider konnte der Aufschwung der Dezembermärkte nicht ins neue Jahr übernommen werden und die Verkaufserlöse bei den Jungkühen waren nur zum Teil zufriedenstellend.

Erfreulich flott mit guten Preisen verlief die Versteigerung der Zuchtkälber. Dies lag sicher zum einen an der guten Qualität der angebotenen Kälber aber auch an einer steigenden Nachfrage. Den Tageshöchstpreis erzielte ein wüchsiges, korrektes Hollywood x Vanpari Kalb mit sehr guter Mutterleistung vom ZuchtbetriebPrestel Johann, Albris. Nicht alle eingegangenen Kaufaufträge konnten erfüllt werden.

Zu knapp war auch das Angebot an Deckbullen. Die vier gekörten Stiere fanden schnell zu guten Preisen einen Käufer. Von der Körkommission an die Spitze gereiht wurde ein genetisch hornloser Priamos x Vasir Sohn mit einer hervorragenden Mutterleistung von über 10000 kg Milch bei knapp 4% Eiweiß. Dieser Stier wurde vom Betrieb Brader Werner, Dickenreishausen gezüchtet und von Groß Hans, Lauben bestens aufgezogen.

Den Höchstpreis von 1720,-- € erzielte ein Spider x Jaguar Sohn mit sehr hohen genomischen Exterieur-Zuchtwerten vom Zuchtbetrieb Meggle Norbert, Heusteig.

Auktion 05.01.17. 22452

 Die Spitzenjungkuh des Marktes eine Hobbit-Tochter von Fleschutz Thomas, Albrechts

Die verhaltene Nachfrage beim weiblichen Großvieh lag vermutlich zum einem am Termin zwischen den Feiertagen, zum anderen an den sehr schlechten Witterungsverhältnissen. Auch die zum Teil fehlende Qualität im Angebot und die Tatsache, dass von der Verbesserung am Milchmarkt bei den Landwirten immer noch zu wenig ankommt machten sich gut bemerkbar. Vor allem bei den mittleren und schwächeren Qualitäten kamen die Gebote nur sehr schleppend und eine größere Anzahl von Tieren wurde zum gebotenen Preis von den Besitzern nicht abgegeben. Zahlreiche Kaufaufträge aus Norddeutschland und ein Aufkäufer aus Tschechien verhinderten einen noch deutlicheren Preisrückgang. Von der Bewertungskommission erstrangiert wurde eine Hobbit x Agio Tochter vom Betrieb Fleschutz Thomas, Albrechts.

Mit 35,4 kg Tagesgemelk, guter Melkbarkeit, sehr gutem Exterieur und hervorragender Mutter- und Großmutterleistung erzielte sie folgerichtig verdient den Tageshöchstpreis von 2700,-- €.

Die nächsten Auktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 26. Januar 2017 und in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 8. Februar 2017 statt.

 

Marktbericht vom 15.12.2016 in Kempten

Letzte Auktion 2016 in der Allgäuhalle Kempten – Gute Werbung für die braune Kuh

Zum Abschluß des Auktionsjahres standen am 15.12.2016 in der Allgäuhalle 10 Stiere, 1 Mehrkalbskuh, 149 Jungkühe, 1 Kalbin und 38 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei traditionsmäßig an diesem Markt guten Besuch, entwickelte sich in allen Gattungen auch aufgrund der guten angebotenen Qualität ein flotter Marktverlauf und die erzielten Preise konnten weitgehend zufriedenstellen. Trotz fehlender ausländischer Käufer wurde das zahlenmäßig gute Angebot fast komplett geräumt.

Die meisten der 38 aufgetriebenen Zuchtkälber waren gut entwickelt und zeigten auch in ihren ausgewiesenen Pedigrees die Leistungsfähigkeit des Braunviehs. Die Angebote kamen demzufolge flott und sehr qualitätsbezogen. Bei einem Ø-Preis von 310,-- € bewegte sich die Preisspanne von 120,-- € bis 800,-- €. Diesen Spitzenpreis erzielte ein sehr gut entwickeltes Blooming-Kalb mit bester Mutter-und Großmutterleistung vom Zuchtbetrieb Schwarz Robert, Bienzen.

Auch die 10 aufgetriebenen Deckbullen zeigten eine gute Qualität, was sich auch im Körergebnis mit 9 mal Wertklasse II und nur 1 mal Wertklasse III spiegelte. Alle Stiere wurden verkauft. Der dabei erzielte Ø-Preis von 1380,-- € war für die Jahreszeit zufriedenstellend. Der erstrangierte Bulle, ein Euregio x Huxoy-Sohn, gezüchtet von Endress Bernhard, Bräunlings und vom Betrieb Kaudinus Erich, Wegflecken bestens aufgezogen, erzielte den Tageshöchstpreis. Neben seiner guten Entwicklung und den

positiven genomischen Zuchtwerten zeigte dieser Stier mit einer Mutterleistung von über 12000 kg und einer Großmutterleistung mit knapp 12000 kg bei jeweils guten Inhaltsstoffen was in der Rasse Braunvieh steckt.

Erfreulich war auch die Qualität der zum Verkauf stehenden Jungkühe. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Tiere im Euter und Fundament korrekt, gut entwickelt und auch entsprechend leistungsbereit. In der Spitze erreichten die Jungkühe 38 kg Tagesgemelk und nicht selten wurden über 30 kg Tagesgemelk erreicht. Dies führte auch aufgrund zahlreicher Kaufaufträge zu einem flotten Marktverlauf und einem nochmaligen Anstieg des Durchschnittspreises bei den Braunviehjungkühen um 39,-- € auf 1535,-- €. Mehr als die Hälfte der Tiere gingen außerhalb des Zuchtgebietes. So fand das oft schwierige Vermarktungsjahr 2016 noch einen sehr versöhnlichen Abschluss für die Züchter und verantwortlichen des Zuchtverbandes.

Die nächsten Auktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 05. Januar 2017, Donnerstag, 26. Januar 2017 und in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 11. Januar 2017 statt.

 

Marktbericht vom 07.12.2016 in Buchloe

Jungkuhmarkt stabilisiert sich auf ordentlichem Niveau

Bei der letzten Auktion 2016 in der Schwabenhalle stand mit 4 Stieren, 72 Jungkühen und 25 Zuchtkälbern noch einmal ein ordentliches Angebot zum Verkauf. Der Marktverlauf bei den weiblichen Tieren war bei gutem Besuch flott, die Preise zufriedenstellend.

Die aufgetriebenen Zuchtkälber waren meist von passender Qualität und wurden zu qualitätsbezogenen Preisen versteigert. Schwächere Kälber oder Kälber mit wenig Leistungshintergrund wurden mit größeren Preisabschlägen gehandelt und deshalb zum Teil von den Besitzern nicht abgegeben. Den Tageshöchstpreis erzielte zum einen ein Janosch x Juhus-Kalb vom Betrieb Metz GbR, Kirchdorf, zum anderen ein Vanpari x Jublend-Kalb vom Betrieb Stahl Franz, Denklingen. Beide Kälber waren korrekt, gut entwickelt und hatten leistungsstarke Mütter im Pedigree.

Noch keine Verbesserung zum Vormarkt zeigte sich bei den Stieren. Nur zwei der vier zum Verkauf stehenden Deckbullen konnten abgesetzt werden. Die Preise sind zurzeit nicht zufriedenstellend. Von der Körkommission erstrangiert wurde ein gut bemuskelter Hebron x Harley-Sohn vom Zuchtbetrieb Schwayer und Hofer GbR, Lauchdorf.

Der Jungkuhmarkt hat sich auf dem verbesserten Niveau der Novemberauktion stabilisiert. Der noch höhere Ø-Preis ergab sich vor allem durch die bessere Qualität der angebotenen Braunviehtiere. Mit knapp 28 kg-Tagesgemelk und gutem Exterieur fanden trotz des größeren Angebots fast alle Tiere rasch zu ordentlichen Preisen einen Käufer. Vor allem an der Spitze konnte das Angebot sehr überzeugen. Erstrangiert wurde eine gut entwickelte, korrekte Vinold x Hussant-Tochter vom Zuchtbetrieb Eberle Franz Otto, Ruderatshofen. Mit 35,5 kg Tagesgemelk erzielte sie folgerichtig den Tageshöchstpreis und wechselt zu einem Braunviehbetrieb in Südtirol. Nur wenige Tiere, vor allem mit Mängelansagen, wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben.

Die nächsten Auktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 15. Dezember 2016, Donnerstag, 5. Januar 2017 und in der Schwabenhalle in Buchloe am  Mittwoch, 11. Januar 2017 statt.

(Franz Bechteler)

 

Marktbericht vom 01.12.2016 in Kempten

Erster Dezembermarkt in der Allgäuhalle

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 1. Dezember 2016 in der Allgäuhalle in Kempten standen 22 Zuchtkälber, 12 Stiere, 4 Mehrkalbskühe, 135 Jungkühe und 2 Kalbinnen zum Verkauf. Bei gutem Besuch zeigte sich bei den Jungkühen die ansteigende Nachfrage. Trotz einer deutlich höheren Auftriebszahl wurde der Markt in dieser Kategorie mit steigenden Preisen fast komplett geräumt.

Flott zu ordentlichen Preisen wurden alle 22 aufgetriebenen Zuchtkälber versteigert. Die Gebote kamen sehr qualitätsbezogen und die Preisspanne bewegte sich von 120,-- € bis 520,-- €. Den Spitzenpreis erzielte ein gut entwickeltes Histos x Vodka Kalb mit sehr hohen Eiweißwerten bei der Mutter vom Betrieb Bettrich Andreas, Schönau.

Sehr wechselhaft gestaltet sich derzeit der Stiermarkt. Bestand vor 14 Tagen bei gleichem Angebot noch rege Nachfrage, so konnten diesmal leider nur sechs der elf zum Verkauf stehenden Deckbullen abgesetzt werden. Dabei ersteigerte ein Aufkäufer aus Belgien alleine fünf Stiere. Die Qualität vor allem an der Spitze war sehr gut. Erstrangiert wurde ein gut entwickelter, korrekter Harrison x Juleng Sohn mit sehr gutem Pedigree und guten genomischen Zuchtwerten aus der Zucht von Meggle Norbert, Heusteig. Den Tageshöchstpreis erzielte ein sehr eleganter, forschöner

Pianist x Juhus Sohn. Gezüchtet wurde dieser Bulle von der Burghof GbR, Hassberg und von Kaudinus Erich, Wegflecken bestens aufgezogen und am Markttag präsentiert.

Sehr flott mit nochmals ansteigenden Preisen verlieg die Versteigerung beim weiblichen Großvieh. Die gestiegene Nachfrage durch die leichte Erholung am Milchmarkt konnte das deutlich höhere Angebot zum Vormarkt gut verkraften und nich alle Kaufaufträge und Käuferwünsche konnten erfüllt werden. Auch wenn die absolute Spitze im Angebot fehlte konnte die Qualität der Tiere durchwegs überzeugen. Vor allem die angebotenen Bio-Tiere waren enorm gefragt und erzielten entsprechend hohe Preise. Der Tageshöchstpreis erzielte eine Point x Eusebio Tochter vom Zuchtbetrieb Egger Christian, Greggenhofen. Diese in WKl. I bewertete Jungkuh mit 35 Liter Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit wechselte zu einem Zuchtbetrieb im Ostallgäu.

Die nächsten Auktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 15. Dezember 2016, Donnerstag, 5. Januar 2017 und in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch 07.12.2016 und Mittwoch, 11. Januar 2017 statt.

(Franz Bechteler)

 

Marktbericht vom 17.11.2016 in Kempten

Gute Stierqualität flott versteigert

Auf gute Besucherresonanz stieß die letzte Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 17. November in der Allgäuhalle in Kempten. Bei herbstlich trübem Wetter waren 12 Stiere, 108 Jungkühe sowie 22 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Mit 12 zur Körung vorgestellten Stieren war das Angebot zwar wieder etwas geringer als noch vor 14 Tagen, hinsichtlich des Bedarfs aber ausreichend für die Jahreszeit. Die Qualität der angebotenen Zuchtstiere hob sich deutlich von den vorhergehenden Marktterminen ab. Sowohl hinsichtlich der körperlichen Entwicklung, als auch bezüglich der Fundamentqualitäten war die Kollektion der 10 Stiere in Wkl. 2 als ausgesprochen gut zu bezeichnen, insbesondere in den vorderen Rangierungen. Hinzu kamen interessante Abstammungen und genomisch hochstehende und ausgeglichenen Zuchtwertprofile. Entsprechend gut war auch die Nachfrage nach Deckstieren und am Ende waren alle Kandidaten zu einem um 100 Euro höheren Schnittpreis verkauft als vor 14 Tagen. Den Tageshöchstpreis erzielte ein sehr rassiger Huvi-Sohn aus einer Brookings-Tochter von Bundes-Champion Egiz Selina von Michael Eberle, Ruderatshofen. Mit einem genomischen GZW von 126 und sehr guten Exterieurzuchtwerten ging er nach einem längeren Bieterduell für 2380 Euro in einen Zuchtbetrieb im Ostallgäu.

Auktion Kempten 2016 11 17 Stiere

Eine auffallend gute Qualität an Zuchtstieren

Erneut unter Vorjahreslevel blieb das Angebot an Jungkühen mit 108 aufgetriebenen Tieren. Nachdem das Preisniveau aufgrund des aufklarenden Milchmarktes zuletzt wiederholt deutlich anzog, konnte der Schnitt diesmal mit 1479 Euro das bisher wieder erreichte Niveau knapp halten. Allerdings waren die vorhergehenden Auktionen qualitätsmäßig auch noch etwas höher einzustufen. Die Jungkühe wurden insgesamt gut nachgefragt und am Ende waren bis auf drei Tiere alle verkauft. Den Tageshöchstpreis erzielte die erstrangierte Hoheit-Tochter mit 32,4 kg aus einer leistungsstarken Vasir von Franz Müller, Agathazell. Sie ging, wie einige weitere Jungkühe nach Südtirol und Norditalien. Auch aus Norddeutschland bestand wieder Kaufinteresse, das bedient werden konnte.

Nach wie vor wenig belebt zeigt sich momentan der Markt für weibliche Zuchtkälber. Zwar war das Angebot mit 22 Kälbern diesmal wieder etwas umfangreicher als zuletzt, im Jahresvergleich hinkt dieses jedoch immer noch deutlich hinterher. Auch die Nachfrage erhält derzeit kaum neue Impulse, obwohl manchem Kaufinteressenten durchaus bewusst ist, dass diese jetzigen Kälber in gut zwei Jahren vermutlich mit einem begrenzten Jungkuhangebot und entsprechender Nachfrage auf den Markt kommen können. Im Schnitt waren Zuchtkälber mit 277 Euro wieder 41 Euro günstiger, als vor zwei Wochen, wobei für ausgewählte Tiere bis 460 Euro geboten wurden. Nicht alle Kälber wurden verkauft und schnell entschlossene Besucher konnten sich das ein oder andere Schnäppchen sichern.

Die nächste Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 1. Dezember 2016 statt, in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 07. Dezember 2016.

(Dr. Birkenmaier)

 

Marktbericht vom 09.11.2016 in Buchloe

Positiver Trend beim weiblichen Großvieh

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 9. November 2016 in der Schwabenhalle standen 11 Stiere, 47 Jungkühe und 21 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei ordentlichem Besuch zeigten sich bei der Versteigerung der Zuchtkälber und Jungkühe erste positive Auswirkungen der leichten Verbesserung am Milchmarkt.
Die 21 zum Verkauf angebotenen Zuchtkälber waren durchwegs von ordentlicher Qualität und wurden rasch zu deutlich ansteigenden Preisen verkauft. Nur ein Kalb wurde zum gebotenen Preis vom Besitzer nicht abgegeben. Den Tageshöchstpreis erzielte ein gut entwickeltes Anibal x Payssli-Kalb vom Zuchtbetrieb Müller Josef, Oberostendorf.
Für Deckbullen besteht derzeit offensichtlich kaum Nachfrage. So konnten von den 11 gekörten Bullen leider nur 3 zu nicht zufriedenstellenden Preisen verkauft werden, obwohl die Qualität im Angebot sehr gut war. Von der Körkommission wurde ein korrekter, gut entwickelter Feuerstein x Vegas-Sohn mit guten genomischen Zuchtwerten an die Spitze gestellt. Gezüchtet wurde dieser Bulle von der Schwayer-Hofer GbR, Lauchdorf. Den Tageshöchstpreis erzielte ein Huvi x Huray-Sohn vom Zuchtbetrieb Barnsteiner Wendelin, Ennenhofen. Er überzeugte vor allem durch seine Mutterleistung mit über 14000 kg im mehrjährigen Schnitt bei guten Inhaltsstoffen.
Erfreulich verlief der Markt bei den Jungkühen. Die gute Qualität der Tiere und der leicht ansteigende Milchpreis führten zu einem flotten Marktverlauf mit deutlich ansteigenden Preisen. Für Braunviehjungkühe mussten die Käufer im Schnitt 176,-- € mehr ausgeben, als noch am Vormarkt. Nur ein Tier der Wkl. III wurde zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Vier Jungkühe wurden von einem Aufkäufer aus Südtirol ersteigert. Erstrangiert und mit dem Tageshöchstpreis belohnt wurde eine sehr korrekte, mit einem guten robotertauglichem Euter ausgestattete Huray x Erlkönig-Tochter vom Zuchtbetrieb Hailand Johann, Aitrang.

 

Marktbericht vom 03.11.16 in Kempten

Erneuter Preisanstieg bei Jungkühen

Bei schönem Herbstwetter veranstaltete die Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am 3.11. ihre erste Novemberauktion. Waren anfangs die Tribünenränge noch mittel besucht, dünnten sich diese mit fortschreitendem Marktverlauf zusehends aus, was aber auf das Absatzgeschehen kaum Einfluss hatte. Einige Marktbesucher wollten vermutlich aufgrund der Herbstferien und der sich derzeit im Umbruch befindlichen Nachfrage nach Zuchtvieh das Marktgeschehen lediglich beobachten. Aufgetrieben waren 17 Stiere, 106 Jungkühe sowie 11 weibliche Zuchtkälber.

Für die Jahreszeit war das Angebot bei den Zuchtstieren mit 17 Kandidaten erneut umfangreich, weshalb in der Folge auch nicht alle Tiere einen Abnehmer fanden. Bei insgesamt durchschnittlicher Qualität fiel die insgesamt gute körperliche Entwicklung der Jungstiere auf. An die Spitze setzte die Körkommission einen auch genomisch mit einem gGZW von 127 Punkten sehr interessanten und vielversprechenden Husold-Sohn aus einer Hussant von Wolfgang Riedele, Ottobeuren-Fröhlins. Mit sehr guter körperlicher Entwicklung, solider Mutterleistung, hoher Milchmengenvererbung von +1045 kg und positiven Exterieurzuchtwerten ging er für 1440 Euro nach Oberbayern. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 1480 Euro hingegen ein bereits älterer und über den Sommer als Weidestier gelaufener Salomon –Sohn aus einer Prohuvo, der von Herbert Mader, Maierhöfen-Meppen vorgestellt wurde und nach Hessen ging. Zwar wurden nicht alle Stiere verkauft und insbesondere nach Stieren der Wkl. 3 bestand diesmal kaum mehr Nachfrage, aber der Schnittpreis konnte zur Vorauktion um 58 Euro zulegen.

Mit Spannung wurde nach dem derzeitigen Umbruch am Milchmarkt wieder die Vermarktung der Jungkühe erwartet. Das Angebot war mit 106 Jungkühen für eine Herbstauktion in Kempten nicht allzu groß und insbesondere der Anteil der von den Anmeldungen nicht aufgetriebenen Tiere war diesmal überraschend hoch. Nach dem Motto „klein aber fein“ zeigten die Jungkühe eine ansprechende Qualität mit funktionellen Eutern. Trotz überschaubaren Besuches wurden die Jungkühe flott nachgefragt und gleich zu Beginn wurden in der mit vier Tieren besetzten Wkl. 1 wieder hohe Preise erzielt. So erhielt die an zweiter Stelle rangierte Volvo-Tochter mit 30,5 kg Tagesgemelk von Werner Bertele aus Sulzberg-Schnitzen mit 2460 Euro als Bio-Jungkuh den Tageshöchstpreis. Generell waren leistungsstarke Bio-Kühe erneut gefragt und wurden 300 Euro über dem Marktschnitt gehandelt, wobei dieser mit 1487 Euro nochmals deutlich um 102 Euro zur Vorauktion anzog. Rund ein Viertel der Jungkühe ging diesmal nach Tschechien und Norddeutschland.

In Wkl. 1 eingereihte Volvo-Tochter von Werner Bertele aus Sulzberg-Schnitzen

In Wkl. 1 eingereihte Volvo-Tochter Werner Bertele aus Sulzberg-Schnitzen

Sehr spärlich war schon zum Auktionsauftakt am Morgen das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern mit nur 11 Tieren. Noch spärlicher zeigte sich dann aber die Käuferschar, die dann jedoch für einen um 102 Euro deutlich besseren Schnittpreis als zuletzt sorgte. Die in letzter Zeit kaum akzeptablen Kälberpreise dürften mit zu dem Angebotsschwund geführt haben, wobei die Preise teilweise aber auch mit der Qualität einiger Kälber zu begründen waren. Denn auch diesmal fanden nicht alle Kälber Gefallen. Gute Zuchtkälber wurden hingegen bis 440 Euro gehandelt und waren zu knapp.

Die nächste Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 17. November 2016 statt, in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 07. Dezember 2016.

(Dr. Birkenmaier)

 

 

 

Marktbericht vom 20.10.16 in Kempten

Zuchtviehauktion in Kempten: Großer Markt mit Jungrindern lockte Käufer

Die zweite Oktober-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten wird traditionell nach der Rückkehr des Alp- und Weideviehs in die heimischen Ställe mit einem Jungrinder- und Kalbinnenmarkt ergänzt. Dieses „Sonderangebot“ lockte auch am 20. Oktober wieder zahlreiche Besucher in die Allgäuhalle. Aufgetrieben waren 14 Stiere, 1 Kuh, 119 Jungkühe, 23 Kalbinnen, 68 Jungrinder sowie 20 weibliche Zuchtkälber.

Die 14 vorgestellten Stiere – alle mit genomischen Zuchtwerten - erreichten diesmal im Schnitt nicht ganz das inzwischen gewohnte, hohe Qualitätsniveau. Bei zwar überwiegend guter Entwicklung mussten vor allem im Fundament bei den nach hinten gereihten Stieren gewisse Abstriche gemacht werden. Hinzu kam eine nur geringe Nachfrage, so dass unterm Strich zur Vorauktion rund 140 Euro fehlten. Nicht alle Stiere wurden verkauft, mehrere aufgrund zu geringen Gebotes nicht abgegeben. Den Tageshöchstpreis erhielt ein sehr gut entwickelter und korrekter Feuerstein-Sohn aus einer Savib mit 9400 kg Erstlaktation und 3,71 Eiweiß vom Betrieb Ruf in Pleß, der für 1620 Euro nach Belgien ging.

Mit einer gewissen Spannung wurde der Vermarktung der Jungkühe entgegengesehen. Zum einen gestaltet sich der Absatz nach Italien aufgrund dortiger regionaler Herkunftsstrategien in der Milchbranche zunehmend schwieriger, zum anderen wurde jüngst von Zuchtviehauktionen im Norden Deutschlands mit zum Teil schon wieder extremen Preissprüngen berichtet. Dass Zuchtvieh in absehbarer Zeit wieder deutlich teurer werden wird, gilt aufgrund der immer lauter zu vernehmenden Verknappung der Milch am Markt und den in der Folge zwangsläufig ansteigenden Milchpreisen als nahezu sicher. Die Frage ist nur, wann dieser Funke auch an unseren Zuchtviehmärkten endgültig zündet. Bei dieser Auktion in Kempten wurde der Schalter offensichtlich schon umgelegt. Bei gutem Besuch wurden die 119 angebotenen Jungkühe, trotz ausgebliebener Nachfrage aus Italien, flott von hiesigen Milcherzeugern nachgefragt, so dass am Ende wieder ein Preisplus von 95 Euro zur Vorauktion verbucht werden konnte. Auffällig war, dass auch Käufer aus der Region ihre Herden mit größeren Partien ergänzten. Einige Tiere gingen außerdem wieder nach Norddeutschland. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2060 Euro eine Bio-Jungkuh aus Natursprung mit genomisch getestetem Vater und einer Mutterleistung von 9700 kg von Manfred Gromer, Kronburg-Greuth. Generell waren Bio-Kühe sehr gefragt und bei nur geringfügig niedrigerer Leistung knapp 400 Euro über dem Marktschnitt gehandelt.

 

An der Spitze lief diese elegante Pitbull-Tochter aus dem Betrieb Bainger in Westerheim

 

Der Kalbinnen- und Jungrindermarkt, der traditionell jährlich sowohl im Frühjahr als auch im Herbst abgehalten wird, sorgt immer wieder für reges Käuferinteresse. So war auch diesmal die Allgäuhalle wieder gut besucht. Die Kaufinteressenten fanden eine auffallend gute Qualität an Jungtieren vor und quittierten dies mit regem Bieten. Am Ende waren alle 89 Jungrinder und Kalbinnen verkauft und erzielten im Vergleich zum April-Markt um 69 Euro (BV-Jungrinder) bzw. 148 Euro (BV-Kalbinnen) höhere Schnittpreise. Eine züchterisch hochinteressante Brookings-Tochter aus einer Vasir mit sehr hohem Leistungs- und Zuchtwerthintergrund vom Betrieb Kleinheinz, Rettenberg bekam mit 2100 Euro das höchste Tagesgebot.

Nicht diesem Trend entsprechend verlief die Versteigerung der weiblichen Zuchtkälber. Hier muss aber die sehr weit gestreute Qualität berücksichtigt werden. Bei nur 20 angebotenen Tieren wählten die Käufer deshalb sehr gezielt aus und waren durchaus bereit bis 400 Euro zu bezahlen. Einige Kälber aus Jungkühen mit knappen Einsatzleistungen drückten aber am Ende den Schnittpreis sehr deutlich. Das Angebot an guten Kälbern war zu gering.

Die nächste Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 3. November 2016 statt, in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 09. November 2016.

(Dr. Birkenmaier)

 

 

Marktbericht vom 12.10.16 in Buchloe

Schleppender Marktverkauf in allen Gattungen

Beim Zuchtviehmarkt der AHG am 12.10.2016 in Buchloe standen 37 Zuchtkälber, 7 Stiere und 74 Kühe und Jungkühe zum Verkauf.

Nur sehr wenige Kaufinteressenten und das deutlich gestiegene Angebot führten dazu, dass der positive Trend des Vormarktes nicht gehalten werden konnte.

Kaum Nachfrage bestand nach Zuchtkälbern. Nur 14 der 37 vorgestellten Kälber konnten verkauft werden. Die erzielten Preise waren nicht zufriedenstellend. 6 Kälber wurden von einem Betrieb in Hessen ersteigert.

Auch an den 7 Deckbullen bestand nur wenig Kaufinteresse und nur 3 Stiere konnten verkauft werden. Von der Körkommission wurde ein Jeroen x Huray-Sohn, gezüchtet vom Betrieb Ostenried, Leinau an die Spitze gestellt. Er überzeugte durch seine enorme Entwicklung, ein sehr gutes Fundament und eine bestens bewertete Mutter und erzielte folgerichtig den Tageshöchstpreis.

Jungkühe vor der Schwabenhalle

Die aufgetriebenen Jungkühe waren überwiegend vom Exterieur passend, es fehlte aber bei einem hohen Prozentsatz an der Tagesmilchmenge. Während die Wertklasse 2 Jungkühe bis auf 2 Tiere noch ordentlich verkauft werden konnten, kam der Markt bei den Tieren der Wertklasse 2 minus doch deutlich ins Stocken. Mehrere Tiere bekamen kein Gebot oder wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Da ausländische Käufer fehlten, blieben die verkauften Jungkühe überwiegend im Zuchtverbandsgebiet. Die erstrangierte Payssli x Juleng-Tochter von Hailand Johann, Aitrang erzielte den Tageshöchstpreis von 1680,-- Euro.

Der nächste Zuchtviehmarkt in der Buchloer Schwabenhalle findet am 09.11.2016, der nächste Zuchtviehmarkt mit großem Jungrindermarkt in der Allgäuhalle Kempten findet am 20.10.2016 statt.

Bechteler F.

 

Marktbericht vom 06.10.16 in Kempten

Markterholung lässt noch auf sich warten

Die positiven Prognosen für den Milchmarkt nehmen an Intensität zu. Von Milch- und vor allem Fettknappheit am Markt ist bereits die Rede. Für die nächsten Monate werden deshalb deutliche Milchpreissteigerungen angekündigt und Molkereien in den neuen Bundesländern versprechen entgegen dem EU-Programm für eine Mengenreduzierung bereits einen Bonus für Mehrproduktion. An den Zuchtviehmärkten ist all dies bisher allerdings noch nicht angekommen - im Gegenteil. Bei der letzten Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 6. Oktober in der Allgäuhalle in Kempten waren nur wenige Käufer anwesend und die Preise gaben nach der leichten Erholung beim Vormarkt wieder deutlich nach. Der Großteil des Großviehs wurde über Kaufaufträge oder von Großkäufern ersteigert. Hier wäre zwar die Nachfrage noch größer gewesen, allein es fehlte die Kaufkraft. Wer sich also für die prognostizierte Milchpreiserhöhung bereits jetzt eindecken wollte, hatte eine günstige Einkaufsgelegenheit. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 131 Jungkühe, 1 Kalbin und 19 weibliche Zuchtkälber.

Mit 8 aufgetriebenen Zuchtstieren war das Angebot überschaubar. Die Ausfallquote, sprich die Zahl der trotz Anmeldung nicht vorgestellten Stiere, war trotz des guten Absatzes bei der Vorauktion überraschend hoch. Trotzdem blieb die Qualität der Stiere insgesamt nur im knappen Durchschnitt und am Ende fehlten zur letzten Auktion deshalb auch knapp 70 Euro. Das höchste Gebot erhielt mit 1540 Euro ein aus Embryonenimport stammender, sehr wüchsiger und exterieurstarker Salomon-Sohn aus einer Glenn, der von Franz Höß, Oberstaufen vorgestellt wurde und vor allem mit guten genomischen Exterieurzuchtwerten aufwartete.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 131 Tieren wiederum sehr umfangreich und auch leistungsstark. Allerdings fehlten, wie eingangs bereits berichtet, die dafür in ausreichender Zahl notwendigen Einzelkäufer. Entsprechend gab das gemittelte Preisniveau zur Vorauktion wieder um gut 70 Euro nach. Nicht alle Verkäufer waren damit allerdings einverstanden und gaben ihre Tiere zum gebotenen Preis nicht ab. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1800 Euro die einzige 1er Jungkuh, eine schnittige Alibaba-Tochter aus einer Vasir von Peter Kirchmann, Stiefenhofen-Holzleute mit einer mehrjährigen Durchschnittsleistung von 10260 kg bei 4,47 % Fett und 3,85 % Eiweiß. Sie ging wie rund jede dritte Jungkuh nach Italien. Auch nach Norddeutschland wurden wiederum einige Tiere verkauft.

 

Spitzenjungkuh Alibaba-Tochter von Betrieb Peter Kirchmann. Bild: Dr. Birkenmaier

Sehr begrenzt war das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 18 Tieren. Hier zog das Preisniveau nochmals leicht um 12 Euro an und erreichte in der Spitze 420 Euro. Für gute Zuchtkälber wäre durchaus noch Bedarf gewesen, wohingegen knappe Kälber derzeit kaum verkäuflich sind.

Die nächste Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 20. Oktober 2016 mit großem Jungrindermarkt statt, in der Schwabenhalle in Buchloe am Mittwoch, 09. November 2016.

(Dr. Birkenmaier)

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