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Zuchtprogramm

Die Allgäuer Herdebuchgesellschaft wurde ursprünglich als reiner Braunviehzuchtverband gegründet und führt in ihren Zuchtbüchern heute mit ca. 90000 Herdbuchkühen rund zwei Drittel der deutschen Braunviehpopulation. Damit nimmt sie nicht nur deutschlandweit die führende Rolle in der Braunviehzucht ein, sondern trägt auch international eine hohe Verantwortung für die züchterische Weiterentwicklung der Rasse Braunvieh. Deutsches Braunvieh genießt nicht zuletzt dank der jahrzehntelangen, intensiven Zuchtarbeit der AHG heute international den Ruf, leistungsmäßig und wirtschaftlich an der Spitze zu stehen.

Grundlage des züchterischen Erfolges ist ein straff durchorganisiertes Zuchtprogramm, in dem routinemäßig die genetisch besten weiblichen Tieren selektiert und in Absprache mit den Züchtern mit den besten Stieren angepaart werden. Dreimal im Jahr wird nach jeder Zuchtwertschätzung von einer Zuchtkommission der Anpaarungspool mit den für unser Zuchtprogramm weltweit interessantesten Stieren zusammengestellt. Die genomische Selektion ist hier innerhalb kurzer Zeit zum Routineinstrument geworden und heute werden rund zwei Drittel der weiblichen Tiere mit genomischen Jungstieren angepaart. Embryotransfer bei den besten ausgewählten Zuchttieren wird vom Zuchtverband gefördert und ergänzt das Zuchtprogramm. Die aus den Gezielten Anpaarungen neu geborenen, männlichen Zuchtkälber werden wöchentlich selektiert und in Kooperation mit den Besamungsstationen im Einzugsgebiet der AHG genomisch typisiert. Aus jährlich über 1000 genomisch untersuchten Stierkälbern werden die interessantesten für einen möglichen späteren Besamungseinsatz ausgewählt. Besonders wird hier durch die Zusammensetzung des Gesamtzuchtwertes auch auf funktionelle Eigenschaften geachtet und der Blutlinienführung große Beachtung geschenkt. Einen besonderen Stellenwert nimmt in letzter Zeit auch die Selektion hochwertiger, genetisch hornloser Tiere ein. Innerhalb kurzer Zeit konnten auch hier beachtliche Erfolge erzielt werden und heute stehen für alle Mitglieder der AHG bereits genetisch hornlose Jungvererber im Besamungseinsatz, die in allen Merkmalen mit der Spitze der konventionellen Besamungsstiere mithalten können.

 

 

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