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Aktuelles

30 Jahre Original Braunvieh Tierschau, Illerbeuren

DeckblattU1OBV2018 06 10Illerbeuren

 

 

             10.00  Uhr Tiersegnung durch Diakon Wolfgang Kustermann

                         Musikalische Umrahmung: Seniorenkapelle Altusried

               10.45  Uhr   Eröffnung und Begrüßung

                                  Xaver Rietzler, Vorsitzender OBV Verein

                                  Grußworte

                                  Wolfgang Ott, Leiter des Bauernhofmuseums

                                  Josef Miller, Staatsminister a.D.

               11.15  Uhr   Vortrag: Geschichte des Original Braunviehs

                                  Helmut Königsperger

               11.45  Uhr   Vorführwettbewerb der Züchterjugend

          anschließend    Präsentation der Original Braunviehtiere

                                  Stefan Immler, AELF Kempten, FZ Rinderzucht

                                  Präsentation gefährdeter Nutztierrassen

                                  Dr. Peter Schweiger, GEH

          ca. 14.30Uhr   Siegerehrung

                                 Verlosung der Hauptpreise – Tombola

               15.00  Uhr   Ende der Schau

 

Exportrinder weiterhin gesucht!

Die Aussichten für die Exportvermarktung gestalten sich auch weiterhin recht erfreulich.

Natürlich können bei der Exportvermarktung marktpolitische und seuchenrechtliche Sperrmaßnahmen die positive Entwicklung von einen auf den anderen Tag verändern.

Nutzen Sie die derzeit gute Nachfrage und melden Sie kontinuierlich sicher tragende Kalbinnen an.

In den meisten Fällen sollten die Tiere folgende Bedingungen erfüllen:

-        2 – 5 Monate Trächtigkeit

-        reinrassig besamt

-        ca. 6000 kg Milch in der 1. Laktation oder ein Durchschnitt mit 6.500 kg Milch

-        volles Pedigree

-        Herdbuchabteilung A

Natürlich werden z.T. auch Tiere von unseren Kunden akzeptiert, die von den o.g. Bedingungen abweichen.

Bereits gemeldete Tiere werden selbstverständlich weiterhin berücksichtigt.

Bitte umgehend anmelden:

Telefon:    0831 – 52244-0

Fax:          0831 – 52244-60

Internet:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Exportrinder genießen höchsten Komfort bei unseren ausländischen Kunden:

Bilder: Christoph Busch

Regio Agrar in Oldenburg

Wie vor zwei Jahren nahm die Allgäuer Herdebuchgesellschaft mit einem Messestand an der Regio Agrar in Oldenburg teil. Die Herren Werner Schmid und Thomas Echtler machten sich in der KW 10 auf den langen Weg in den hohen Norden. Bereits auf dem Weg nach Oldenburg besuchten sie einige bestehende Kunden aus dem Zuchtvieh- und Nutzkälberbereich. Die Messe war dann ab Mittwoch bis Freitag täglich von 13:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Leider hielten sich die Besucherzahlen deutlich in Grenzen und somit wurden die vormittäglichen Kundenbesuche ausgeweitet. Hier konnten die guten Kundenkontakte noch weiter vertieft werden.

 

Bericht: Thomas Echtler

 

Bayerische Jungzüchterschau in Wertingen

Mit einer großen Tierschau feierten die Bayerischen Jungzüchter die bereits zum 6. Mal stattfindende Jungzüchter-Night-Show in Wertingen.

Der Bericht der Jungzüchter und den Richtergebnissen.

(Mit freundlicher Genehmigung des Landesverband Bayerischer Jungzüchter)

 

Hessens Zukunft in Alsfeld

Unsere erneute Teilnahme an der Landwirtschaftsmesse in Alsfeld war ein großer Erfolg. Die Eindrücke der Schau in Bildern eingefangen.

 

Bilder: Rupp

 

Bei der Viehversteigerung in der Allgäuhalle

 

ein Bericht von Susanne Kustermann, Kreisbote

hier geht es zum Bericht

 

 

 

Aktueller Fernsehbeitrag zu den Themen Jungzüchterschau Bad Waldsee und Braunvieh-Vision:

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Quelle:BR-Fernsehen, Sendung "Gut zu Wissen."

Weihnachtsauktion 2017 in Kempten

Mit ein paar Impressionen unserer letzten Auktionsvermarktung 2017 möchten wir uns bei Ihnen bedanken und schöne Feiertage wünschen.

Ihre AHG

Bilder: Hauser/Gröbner

 

 

Bekanntgabe:

Aufgrund eines neuen Beschlusses der Gebührenordnung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft kommt es ab 01.01.2018 zu folgenden Änderungen:

Für außerordentliche Mitglieder beträgt der Jahresbeitrag 25,00 €,

für ordentliche Mitglieder fällt ein Mindestbeitrag von 20,00 € jährlich an.

Hedwig Hauser

Öffentlichkeitsarbeit

 

 

Braunvieh-Vision startet!

Braunvieh Vision Logo 4c 01 

Nach langem Warten ist es nun endlich soweit. Braunvieh-Vison, das ambitionierte Projekt der deutschen Braunviehorganisationen, hat endlich die Förderzusage erhalten und kann nun starten.

Bereits auf den BZG- und VZG-Versammlungen am Anfang dieses Jahres hatten wir das ehrgeizige Projekt Braunvieh-Vision, das neben allen Braunviehorganisationen maßgeblich von der Bayerischen Landesanstalt für Tierzucht (LfL) in Grub und dem Förderverein für Bioökonomieforschung getragen wird, vorgestellt und intensiv beworben. Leider hat dann der Bewilligungsprozess für die Förderung deutlich länger gedauert, als geplant. Ohne finanzielle Förderung wäre ein derartiges Vorhaben aber nicht möglich. Nun aber liegt die Förderzusage der Rentenbank vor und wir können starten. Braunvieh-Vision hat zum Ziel, neue Gesundheitsmerkmale, die für alle Milchviehhalter bedeutsam sind, in der Braunviehzucht zu etablieren und gleichzeitig durch die Genotypisierung von rund 25000 weiblichen Tieren die genomische Zuchtwertschätzung weiterzuentwickeln. Dazu ist die tatkräftige Unterstützung vieler Zuchtbetriebe Voraussetzung. Andererseits profitieren diese aber auch durch zahlreiche Zusatzleistungen. Bereits Anfang dieses Jahres hatten sich zahlreiche AHG-Betrieb in die Interessentenliste eingetragen. Wir hoffen, dass dieses Interesse nach wie vor vorhanden ist!

Bei Interesse melden Sie sich unter: AHG-Kempten
Tel. 0831-52244-0, Fax 0831-52244-60 und Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. Franz Birkenmaier

 

 Die Wiederbelebung der Almen

DieWiederbelebungderAlmen

 

 

 

Aktuelles zur Kurzrasenweide

 

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/almbeweidung-weiderinder-almbauern-104.html

 

BAP Erfahrungsberichte aus dem AHG -Gebiet

Partnervermittlung bei der modernen Milchkuh - Konsequente, zielgerichtete Zucht auf funktionelle, wirtschaftliche Herden

BAP Bericht 1

   Seit Herbst 2007 stellt die Allgäuer Herdebuchgesellschaft das

   computergestützte Bullenanpaarungsprogramm für Kühe und

   Jungrinder...weiterlesen

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles zum Projekt Braunvieh-Vision – wir warten!

Bereits auf den Winterversammlungen haben wir ausführlich über das große Zukunftsprojekt für die Braunviehzucht „Braunvieh-Vision“ informiert und eine sehr gute Resonanz von den Mitgliedern erhalten. Sehr viele Züchter haben bereits ihr Mitmachen signalisiert. Seither warten wir alle auf den Start – Ihnen liebe Züchter geht es da nicht anders als den Verantwortlichen bei der AHG. Nachdem vorübergehend schon einmal von einem möglicherweise früheren Beginn gesprochen wurde, verzögert sich nun leider die Förderbewilligung, ohne die wir nicht starten können. Nach den uns vorliegenden Informationen sind lediglich kleine formale Dinge noch zu klären. Die Förderung und das Projekt insgesamt stehen nicht zur Diskussion. Wir müssen deshalb alle interessierten Züchter bitten, sich noch etwas in Geduld zu üben. Sobald wir die Förderzusage haben, werden wir mit der LfL Grub als Projektleiterin nochmals eine Infoveranstaltung organisieren, bei der wir letzte Details an die Züchter weitergeben und noch offenen Fragen klären wollen. Hierzu werden wir rechtzeitig einladen. Die Zwischenzeit wurde bisher genutzt, um notwendige Vorbereitungen für das sehr umfangreiche Projekt zu treffen.

Falls AHG-Mitglieder sich noch nicht in unsere Interessenliste eingetragen haben und noch an diesem einmaligen Projekt Braunvieh-Vision mitmachen wollen, können Sie sich jederzeit in unserer Geschäftsstelle oder bei unseren Fachberatern und Außendienstmitarbeitern melden. Wir möchten Sie an dieser Stelle nochmals ausdrücklich dazu motivieren. In der deutschen Holsteinzucht findet ein ähnliches Projekt extremen Zuspruch bei den Zuchtbetrieben und wir haben die einzigartige Chance hier gleichzuziehen. Diese Chance müssen wir gemeinsam nutzen. Dazu brauchen wir aber die aktive Unterstützung der Braunviehzüchter!

Dr. F. Birkenmaier

 

Neueste Informationen der Besamungsstation Memmingen

unter anderem zum Thema A2-Betta-Kasein und Braunvieh-Vision:

Berichte  von Stefanie Sick, Tiroler Braunviehzuchtverband und Dr. R. Emmerling, LfL Institut für Tierzucht

PDF Broschüre der Alpengenetik

Exporte in den Sommermonaten

Auch in den Sommermonaten werden wir kontinuierlich Exportrinder ankaufen.

Wenn die Kalbinnen auf der Weide stehen, sollten diese zum Verkauf entweder abgezäunt von den anderen Tieren sein oder im Stall stehen!

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Sofern möglich nutzen Sie die Gelegenheit in den Sommermonaten Tiere zu verkaufen, die im Frühling besamt worden sind.

Alle Rinder, die schon bei der AHG gemeldet sind, werden selbstverständlich auch immer mitberücksichtigt.

In der Regel müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Erstkalbealter max. 31 Monate
  • Trächtigkeit ab 3 Monate
  • 1. Laktation mind. 6000 Liter  oder               
  •  eine Durchschnittsleistung mind. 6500 Liter

Melden Sie Ihre verkaufsfähigen Rinder bitte kontinuierlich bei der AHG an unter:

Tel.         0831 522440

Fax:        0831 5224460 oder

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bild und Text: CB

 

 

Wie werden mit modernen Methoden Rinder vermehrt?

Dem Zufall wird in der modernen Rinderzucht nichts mehr überlassen. Alles ist genau geplant und kalkuliert, um die Leistung der Tiere zu steigern und ungewollte Mängel sowie Krankheiten möglichst zu vermeiden. Künstliche Befruchtung ist inzwischen der Standard. "Xenius" zeigt einen der besten Braunvieh-Besamungsbullen der letzten Jahrzehnte, Huray.

Die Zeiten des Dorfbullen, der alle Kühe im Ort bespringen durfte, sind vorbei. Heutzutage ist künstliche Befruchtung der Standard. In Besamungsstationen wird das Sperma genetisch analysiert, und der Landwirt kann mit Hilfe von Computerprogrammen passende Bullen für seine Kühe auswählen. So kann er Inzucht vermeiden, die Schwächen der Mutter beim Nachwuchs ausgleichen und im besten Fall die Leistung in der nächsten Generation steigern. Milchleistung und Gesundheit sind entscheidend beim Zuchtviehmarkt. Dem Zufall wird in der modernen Rinderzucht nichts mehr überlassen. Alles ist genau geplant und kalkuliert, um die Leistung der Tiere zu steigern und ungewollte Mängel sowie Krankheiten möglichst zu vermeiden. Bulle und Kuh treffen sich nur noch selten auf der Weide, künstliche Befruchtung ist inzwischen der Standard. "Xenius" zeigt einen der besten Braunvieh-Besamungsbullen der letzten Jahrzehnte, Huray. Er lebt bis heute auf einer Besamungsstation in Bayern, ist der Vater vieler Generationen auf der ganzen Welt. Damit niemand den Überblick verliert und es nicht zu Inzucht kommt, helfen Anpaarungsberater mit Hilfe von Computerprogrammen den Landwirten bei der Wahl des richtigen Vaters für seine Kühe. Der Markt ist groß und die Nachfrage immens, deswegen müssen auch schon Tiere mit unter einem Jahr Sperma liefern. "Xenius" ist dabei, wie junge Bullen im Rahmen eines Forschungsprojekts akupunktiert werden, um die Spermaqualität zu verbessern und den Fortpflanzungstrieb in Schwung zu bringen. Nur die Besten der Besten sind gefragt, das erleben auch die "Xenius"-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner. Sie helfen auf einem Zuchtviehmarkt tatkräftig mit, ein Rind zu einem möglichst guten Preis zu versteigern.

XeniusModerneLandwirtschaft

 

"Dem Vieh ist das Wetter ziemlich wurscht"

Landwirt setzt auf Kurzrasenweide

ein Bericht von Sebastian Grauvogl / Miesbacher Merkur

 

Ran ans Kuhkalb mit ›Braunvieh-Vision<

Ein Bericht von Josef Berchtold, Rinderzucht Braunvieh:

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Noch basiert die genomische Selektion auf der Typisierung von Besamungsbullen. Doch die Experten sind sich sicher, dass die Zukunft der weiblichen Lernstichprobe gehört. Deutschland macht den Anfang.

 

Ran ans Kuhkalb kann man da nur sagen: Das weltweit größte Projekt zur Genotpyisierung weiblicher Tiere der Rasse Braunvieh steht kurz vor dem Start: das Projekt Braunvieh-Vision in Deutschland. Initiiert vom Leiter der Arge Deutsches Braunvieh, Dr. Alfred Weidele, schafft es eine neue Grundlage für die Weiterentwicklung der genomsichen Selektion. Mit der weiblichen Lernstichprobe kommt man näher an die aktuellen Geburtsjahrgänge der Rasse heran und man steigert die Sicherheit merklich, so die Erwartung.

Das wichtigste Argument aber sei das Markenbranding, Braunvieh als die Top-Fitnessrasse auch bei den ›neuen‹ Gesundheitsmerkmalen zu etablieren. »Nur durch eine weibliche Lernstichprobe,« so Weidele, »ist es möglich, von neuen Merkmalen in kurzer Zeit genomische Zuchtwerte mit ausreichender Sicherheit berechnen zu können.« Das Rassenprofil, die ›Marke Braunvieh‹, hänge stark davon ab, mit fundierten Gesundheitszuchtwerten aufzutreten. Braunvieh-Vision werde die genomischen Zuchtwerte besser, sicherer und zuverlässiger machen, ist sich Weidele sicher.

Als Geschäftsführer der RBW, einer mehrrassigen Organisation, die auch im Holsteinsektor tätig ist, weiß er auch, dass die Zeit drängt: »Die Holsteins werden schon bald mit genomischen Gesundheitszuchtwerten in neuen Merkmalen wie Klauengesundheit, Stoffwechselparametern oder Mastitisresistenz auftreten«, erklärt er. Braunvieh als die Fitnessrasse mit der höchsten Nutzungsdauer sollte hier schnell zuverlässige Ergebnisse vorweisen.

Die Ziele von Braunvieh-Vision sind hoch angesetzt: Innerhalb der ersten vier Jahre sollen beim deutschen Braunvieh (Population 160000 MLP-Kühe) im Rahmen des Projektes die Genotypen von 37000 weiblichen Tieren erfasst werden, danach sind es 4000 Genotypen von weiblichen Kälbern jährlich. Neben den klassischen Leistungsdaten sollen auch das Exterieur der Kühe und verschiedene Gesundheits- und Klauendaten erhoben und züchterisch bearbeitet werden. Damit möchte man Braunvieh als die Fitnessrasse weiter stärken.

Allein im ersten Projektjahr sollen in den teilnehmenden Betrieben 5000 Kühe in der ersten Laktation genotypisiert und exterieurbewertet werden. Mit leichtem zeitlichen Verzug ist geplant, weitere 15000 Rinder ab einem Alter von zwölf Monaten zu typisieren. Im zweiten Projektjahr sind 9000 Genotypisierungen vorgesehen, davon soll ein Teil aus Fördergeldern des Bundes und ein Teil über Zuchtverbände, Besamungsstationen und die Betriebe finanziert werden.

Ab dem dritten Projektjahr werden jährlich rund 4000 weibliche Kälber zur Genotypisierung ausgewählt, denn auch nach Ende des Projektes soll Braunvieh-Vision fortgesetzt werden. Die Betriebe erhalten so einen preiswerten Zugang zu den genomischen Zuchtwerten ihrer Rinder. Im Gegenzug erklären sie sich zur Erfassung von Gesundheitsdaten und zur vertraglichen Bindung bereit und stellen ausgewählte weibliche Tiere für das Zuchtprogramm zur Verfügung. Teilnehmende Betriebe sollen überwiegend genomische heimische Jungvererber einsetzen und eine bestimmte Mindestgröße erfüllen. Allerdings: »Die Qualität der Daten ist wichtiger als die Betriebsgröße«, erklärt Weidele, mit der ursprünglich genannte Zahl von 50 Kühen werde man es also nicht so genau nehmen.

Betriebe, die sich für die Teilnahme an Braunvieh-Vision interessieren, erfahren bei der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, der Rinderunion Baden-Württemberg oder dem Zuchtverband Weilheim nähere Details. Braunvieh-Vision soll im Rahmen der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar als das Projekt zur ›Zucht auf Gesundheit und Robustheit mit einer Kuh-Lernstichprobe‹ mit öffentlichen Fördermitteln unterstützt werden.

Vorteile der Kuhlernstichprobe

Warum man künftig an der weiblichen Lernstichprobe nicht vorbeikommt, das erläuterte kürzlich Prof. Hermann Swalve von der Universität Halle bei einem Vortrag im Allgäu. Ein wesentlicher Aspekt sei die Zucht auf neue (Gesundheits)-Merkmale, wie auch Swalve betont. Theoretisch könne man für jede Art von Erkrankung Phänotypen erfassen und daraus genomische Zuchtwerte schätzen. Für ganz spezielle Merkmale, wie etwa die Anfälligkeit für die Mortellarosche Krankheit, stellte Swalve auch einen Gentest in Aussicht.

Er erläuterte, dass die Sicherheit der genomischen Zuchtwerte bei einer Lernstichprobe von 5000 Bullen mit jeweils 100 Töchtern vergleichbar sei mit einer Kuhlernstichprobe von 25000 Kühen, und zwar bei Merkmalen mit einer Erblichkeit von 20 Prozent. Abgesehen davon, dass es sehr lange dauert, um 5000 Bullen zu testen (bei BV rund 15 Jahre bei Berücksichtigung aller Bullen weltweit, Anm. d. Red), müssten hier die neuen Gesundheitsmerkmale von 500000 Kühen erfasst werden (5000 Bullen x 100 Töchter). Bei einer Kuhlernstichprobe sei für die gleiche Sicherheit eine Erfassung bei nur 25000 Kühen notwendig. Zwar müssten bei der Kuhlernstichprobe mehr Tiere typisiert werden, in diesem Beispiel 25000 anstatt 5000, allerdings seien die Typisierungskosten in den letzten Jahren zurückgegangen.

Derzeit liegen die Typisierungskosten in Deutschland mit dem 50-k-Chip noch bei netto 83 Euro. Mit der nächsten Chipgeneration und nicht zuletzt dank der höheren Stückzahlen durch Braunvieh-Vision sollten die Preise aber schon bald kräftig nach unten purzeln. Unter vorgehaltener Hand werden Kosten von unter 50 Euro pro Typisierung genannt. Diese werde dann weitere Informationen wie den Beta-Kasein-Status ausweisen. Bei der Rasse Holstein in Deutschland mit deutlich höheren Stückzahlen, einer schlanken Struktur und dem LD-Chip wurden die Kosten kürzlich sogar von 45 Euro auf unter 30 Euro pro Typisierung reduziert.

Kuh-L bei Holstein

Die Holsteins sind einen Schritt weiter, sie haben eine deutlich größere Bullen-Lernstichprobe, dadurch mehr Sicherheit und bei ihnen liegt seit Kurzem die Auswertung einer weiblichen Lernstichprobe vor, es ist das Projekt ›Kuh-L‹. Swalve stellte die Ergebnisse vor. Bei Kuh-L ging man vereinfacht, wie folgt, vor: Man typisierte knapp 20000 weibliche Rinder in 56 großen Testbetrieben in Ostdeutschland und verglich die genomischen Zuchtwerte mit den späteren phänotypischen Leistungen dieser Kühe, mit ihren Gesundheitsmerkmalen und ihrem Exterieur.

Um es vorwegzunehmen: Kuh-L hat die Erwartungen des renommierten Genetikers Swalve mehr als erfüllt. Nun ist es nicht verwunderlich, dass Tiere mit einem hohen Zuchtwert im Durchschnitt auch im Phänotyp, also in der Eigenleistung, besser sind als Tiere mit niedrigem Zuchtwert, das war schon vor der Genomik so. Überrascht zeigte sich Swalve aber von der Deutlichkeit, mit der sich die genomisch guten von den schlechten Tieren absetzen. Die eindrücklichste Tabelle sparte er sich dabei bis zum Schluss auf, nämlich die maternalen Abkalbeergebnisse. Von den 2619 Kühen mit einem maternalen Zuchtwert für Totgeburten von unter 95 gab es bei deren erster Kalbung bei 31 Prozent aller Geburten ein totes Kalb. Bei den 3927 Bullen mit einem maternalen Totgeburten-Zuchtwert von über 106 war nur ein Prozent der Kälber tot. »Ist es nicht unfassbar, dass man das so vorhersagen kann?«, so Swalve über dieses, nach seiner Auffassung krasseste Ergebnis von Kuh-L.

Überhaupt waren es gerade die Fitnessmerkmale, bei denen die genomische Zucht besser funktionierte, als erwartet. Beispiel Fruchtbarkeit: Die 3524 Jungrinder mit einem genomischen Fruchtbarkeitswert (gRZR für Reproduktion) von unter 95 benötigten im Schnitt 1,78 Besamungen für eine Trächtigkeit, die 1327 Jungrinder mit gRZR zwischen 113 und 118 mussten nur 1,45 Mal besamt werden. Eine gute Übereinstimmung auch im Zellgehalt: Die 3025 Kühe mit einem genomischen Zellzahlzuchtwert von unter 95 hatten in der dritten Kon­trolle der ersten Laktation einen Zellgehalt von 260000, die 700 Kühe mit einem Zellzahlzuchtwert von mehr als 118 kamen im Mittel auf nur 56000 Zellen.

Nicht alle Zahlen waren so eindeutig. Während die genomische Vorhersage in den meisten Exterieurmerkmalen gut funktionierte, lag sie im Merkmal Klauenwinkel öfter daneben. Das sei darauf zurückzuführen, dass der Klauenwinkel schwer zu erfassen sei.

Josef Berchtold,

Rinderzucht Braunvieh

 

Interview des Herrn Dr. Weidele zum Thema Braunvieh-Vision

 

hier das Interview zur Ansicht von Josef Berchtold

 

 

"Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zur modernen Landwirtschaft für den Unterricht".

Kuh-Lernstichprobe

KuhLernstichprobe

Der Förderverein Bioökonomieforschung e. V. (FBF) hat sich mit einem Beitrag zum Projekt Kuh-Lernstichprobe bei der Erstellung von Schulmaterial im Rahmen des GENOMXPRESS SCHOLAE beteiligt.

Kuh-L erforscht die Genetik leistungsstarker und gesunder Kühe

hier erhalten Sie die Information zum Projekt: (PDF-Datei)

   

Rindermonitoring in Bayern

 

LogoProgesundRind hh

Effizient vorsorgen. Gut betreuen.

Pro Gesund ist ein Informationsdienst für Landwirte und Tierärzte. Ihr Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit und des Tierwohls, um mit gesunden, leistungsstarken bayerischen Milchviehherden auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Derzeit nehmen an Pro Gesund bereits 147 Tierärzte und 2072 Landwirte teil.

Den Link der Seite finden Sie auf dem Logo Pro Gesund.

 

Die Alpe Riemle an der deutschen Alpenstraße - Beitrag ARTE

https://vimeo.com/125181566

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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