Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

DER MARKT IM ÜBERBLICK 2017 / 2018

Die Vermarktungsaktivitäten der AHG waren im vergangenen Jahr in verschiedenen Bereichen durch ein geringeres Angebot zu höheren Preisen gekennzeichnet. Als Verkäufer ist festzustellen, dass Qualität einen guten bis sehr guten Preis erzielen kann. Deutlich zeigt sich diese Tendenz in einigen Hauptvermarktugssegmenten wie z.B. der Jungkuhvermarktung. Der Kälbermarkt als Hauptumsatzträger der AHG befindet sich ab Mitte des Jahres auf Konsolidierungskurs.

 

Den Slogan „Gute Qualität kostet ihren Preis“ spiegelt in erster Linie der Stiermarkt wieder. Trotz unseres trockenheitsbelasteten Absatzmarktes im Norden wurden hier für genomisch interessante Stiere ansehnliche Preise bezahlt. Die Spezialisten unter den Aufzüchtern konnten sich hier über eine gelungene Kostendeckung freuen.

Die Vermarktung von Kühen ist im jeweiligen Jahr immer stark von den Bestandsauflösungen abhängig. Mit weniger Umsatz und Vermarktungstieren war dieses Segment im vergangen Jahr eher verhalten.

Deutlich ausgleichend konnte hier die Jungkuhvermarktung agieren. Mit einem sehr deutlichen Umsatzplus über das Jahr gesehen und einem historischen Höchstpreis einer Absatzveranstaltung zeichneten sich die Auktionen positiv aus. Dies sollte für zahlreiche Züchter ein Ansporn sein gutes Zuchtvieh nachzustellen und die überzähligen Tiere entsprechend zu vermarkten.

Die Kalbinnenexporte nahmen den Schwung des vergangenen Jahres deutlich mit und glänzten in der ersten Jahreshälfte mit weiter steigenden Verkaufszahlen. Die enormen Vermarktungsaktivitäten haben sich aber in der zweiten Jahreshälfte auf ein stabiles und nachhaltiges Niveau eingependelt. Der Gesamtvorsprung in Umsatz und Stückzahl gegenüber dem Vorjahr konnte letztendlich aber gehalten werden. In der Gesamtbetrachtung von Kalbinnen und Jungrindern ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen. So war der Absatz von Jungrindern im Vergleich zum Vorjahr um nahezu die Hälfte reduziert.

Für die Aufzuchtsbetriebe ist eine erfolgreiche Großviehvermarktung die Grundlage des Geschäftserfolges. Dementsprechend ist wieder auf eine steigende Tendenz bei den weiblichen Zuchtviehkälbern zu hoffen. Gerade für die nächsten Monate gehen die Vermarktungsspeziallisten beim Großvieh von stabilen Preisen aus.

Der Nutzkälbermarkt zeigte bis Juli ein stabil hohes Preisniveau. Leider war die nahende Trockenheit mit den damit verbundenen Missernten im Norden ein zunehmend marktbestimmender Faktor. Dieser hält voraussichtlich noch im laufenden Jahr an. Trotz alledem bleibt es wichtig, gute Kälberqualitäten zu produzieren, denn nur diese erzielen zufriedenstellende Ergebnisse in den Gruppen der Mäster.

Die Embryonenvermarktung bewegte sich auf stabilem Niveau.

Detaillierte Hintergründe erfahren Sie in den einzelnen Bereichen.

DER MARKT IM ÜBERBLICK

Nach der Milchkriese 2015/2016 unterstützt die AHG ihre Mitgliedsbetriebe mit hoher Nachfrage und guten Preisen. Besonders die Hauptvermarktungssegmente im Großvieh zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Entwicklung aus. Die Absatzzahlen der Nutzkälbervermarktung entwickeln sich bereits im dritten Jahr in Folge positiv, ergänzt durch eine Preissteigerung im dreijährigen Mittel der Vermarktung männlicher Nutzkälber.

Als stabiles Marktsegment erweist sich die Stiervermarktung. Nachdem die Absatzmengen in den letzten Jahren leicht rückläufig waren, konnte in diesem Jahr gute Qualität mit höheren Preisen punkten. Unterstützt wurde die Entwicklung durch eine gesteigerte Nachfrage aus Norddeutschland im vgl. zum Vorjahr.

Die Kuhvermarktung war im vergangen Jahr aufgrund der geringeren Anzahl an Bestandsauflösungen leicht rückläufig. Dementsprechend hat sich die Nachfrage auf weniger Tiere reduziert, was diese mit steigenden Preisen quittierten.

Ein sehr positives Resümee lieferten die Ergebnisse der Jungkuh, Kalbinnen und Jungrindervermarktung. In nahezu allen Bereichen gingen steigende Absatzzahlen mit steigenden Preisen einher. Auf den Märkten sind Tiere mit gutem Exterieur und überdurchschnittlicher Milchleistung gefragt. Diese werden auch von unseren Kunden im Norden entsprechend honoriert. Um die Vermarktung zu unterstützen spielt die immer größere Zahl an Kaufaufträgen an beiden Standorten eine wichtige Rolle.

Die starke Volatilität des Exportmarktes ermöglichte es heuer, die Mitgliedsbetriebe im positiven Sinne zu dienen. Während sich die Europäischen Länder noch von der Milchkrise 2015 erholen ist der Zuchtviehbedarf in Drittländern überdurchschnittlich hoch. Nationale Programme und günstige Währungskonstellationen gepaart mit sehr guten Kontakten unseres Vermarktungspersonals ermöglichten hier zahlreiche lukrative Aufträge. 

Dies bekommen natürlich auch die Zuchtkälbermärkte zu spüren. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktungsarbeit spielt der Kauf von Exterieur starken Tieren mit entsprechendem Pedigree eine entscheidende Rolle. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Kälbermärkte zu sehen. Unser Hauptumsatzträger steigert seine Absatzzahlen bereits im dritten Jahr in Folge mit tendenziell steigenden Preisen. Hier spielen die immer größer werdenden Chargen eine wichtige Rolle. Dieser Markt muss kontinuierlich mit gut entwickelten Kälbern in einheitlichen Einheiten gefördert werden. Maßgebliche
Punkte sind dabei die Aufzucht der Kälber sowie die Streuung der eingesetzten Väter bei den Qualitätsmerkmalen. Gerade durch die Zunahme der Nutzungskreuzungen mit weißblauem Belgier zeigt sich, dass nicht jedes Kreuzungskalb automatisch den Anforderungen der Mäster entspricht.

Die Embryovermarktung zeigt sich mit einer positiven Entwicklung im Bereich der Spitzenzucht.