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Jungzüchter

 

Eröffnung der Grünen Zentrums, Kaufbeuren

Die Eröffnung des Grünen Zentrums in Kaufbeuren fand unter hervorragenden Rahmenbedingungen statt. Eine Vielzahl von Landwirten und Verbrauchern informierten sich über die aktuellen Themen der Veranstaltung. Als besonderer Besuchermagnet konnte das Tierzelt bezeichnet werden. Hier hat der Jungzüchterclub Füssen zahlreiche Spitzentiere präsentiert. Allen Voran die ehemalige Bayernsiegerin Rihana, eine Jongleurtochter von Müller Josef Oberostendorf die sich weiterhin hervorragend entwickelt hat. Die beeindruckende Sammlung wurde komplettiert durch drei weitere Erstkalbskühe, eine Zweitkalbskuh und drei Viertkalbskühe die entsprechendes Exterieur und Leistungen vorweisen konnten. Interessant waren in diesem Zusammenhang auch die Holsteinkühe, welche bereits mehrere Laktationen hinter sich hatten.

Fragen zu konkreten Themen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft konnten die Standbetreuer Thomas Echtler, Bereichsleiter Nutzkälbervermarktung, Werner Schmid, Bereichsleiter Bullenanpaarungsprogramm und Thomas Bechteler, Geschäftsfüher umfassend beantworten.

 

Bericht: Bechteler T.

Bilder: JZC Füssen

 

Jubiläumstunier des Jungzüchterclubs Auerberg

Anlässlich seines 30 jährigen Bestehen veranstaltet der JZC am 14.8 ein Gaudi- Fußballtunier mit anschließender Party in Bertholdshofen.

Um 17 Uhr ging es los mit dem Gekicke, es traten 9 Mannschaften in 4 Gruppen an. Gespielt wurde nach den klein Feldregeln, Spiel dauerte jeweils 10 Minuten und es durfte fliegend gewechselt werden. Für Ordnung auf dem Platz sorgten die Schiedsrichter vom TSV Bertholdshofen, bei denen wir an dieser Stelle noch einmal Dankeschön sagen möchten.

In der Vorrunde stellten sich dann gleich die Favoriten heraus, während für die anderen das Turnier bereits beendet war.

Im Finale standen sich dann die Mannschaft vom JZC Füssen und JZC OAL West 1 gegenüber. Denn Tagessieg sicherte sich, nach einem spannenden Spiel, die Mannschaft von OAL West die in ihren Bierkönig-Trikots spielten.

Als Preis gab es passenderweise 30 Liter Bier.

2 Kisten Bier gab es dann auch noch für die 2. Platzierten vom JZC Füssen, die sich tapfer geschlagen haben. Besonders lobenswert war das Füssen gleich 4 Mannschaften ins Turnier geschickt hat.

Im kleinen Finale spielte OAL West 2 – OA Nord wo sich das Team von OAL West 2, als 3 Platz noch 10 Liter Bier sicherte.

Um 21 Uhr ging es mit der Party im angrenzenden Stadel los wo DJ Socher für gute Stimmung sorgte und man den Abend mehr oder weniger gemütlich, an der Bar oder am Pilswagen, ausklingen lassen konnte.

 

Tierbeurteilungswettbewerb des JZ Clubs OA-Nord

Am Dienstag, den 30. Juli organisierte der Jungzüchterclub einen Tierbeurteilungswettbewerb für seine Mitglieder auf dem Betrieb Schindele in Möstenberg.

Zu Beginn wurde eine Jungkuh mit all ihren Merkmalen besprochen und bewertet. Anschließend durften die Junglandwirte selbst zwei Kühe bewerten. Dabei gab es nicht nur bei der Vergabe der einzelnen Noten, sondern auch bei der darauffolgenden Reihung der fünf Kühe Diskussionen zwischen den Jungzüchtern. Die erstlaktierende rahmige Voicemail-Tochter ragte mit ihrem abfallenden Becken und guten Fundament hervor, während die Puck-Tochter in der dritten Laktation mit einem sehr drüßigen und gut aufgehängten Euter auffiel.

Pünktlich zum Sonnenuntergang konnten die Mitglieder dann zur nominierten Grill-Pool-Challenge übergehen. Um in der trockenen Zeit Wasser zu sparen, wurde nur ein kleines Schlauchboot für den Spaß verwendet. Es wurden alle Bedingungen erfüllt: vom Bier, Grill und Pool bis hin zur Spende an die Kinderklinik für Naturheilverfahren in Bad Grönenbach und einem kleinen Videodreh.

Nach dem Badespaß ging es zum gemütlichen Teil über, indem Uli Schindele noch kurz über seinen Stallbau vor zwei Jahren und seine Bewirtschaftung des Hofes berichtete.

Wir bedanken uns herzlich bei Uli Schindele für den gelungenen Abend und das Bereitstellen der Tiere.

 

  

30 Jahre Jungzüchterclub AuerbergIMG 20180703 WA0001

der Jungzüchterclub Auerberg feiert dieses Jahr sein 30- jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum laden wir alle Jungzüchter und Jungzüchterinnen zu einem Fußball - Gaudi - Turnier mit anschließender Party am 14.08.2018 ein.

Wir würden uns freuen wenn sich von eurem Club eine Mannschaft anmeldet.

Die Mannschaften bestehen aus einem Torwart und 5 Feldspieler (Eine Frau im Team ist erwünscht, aber nicht Pflicht). Die Startgebühr beträgt 10€.

Alle Teilnehmer erhalten ein kleines Teilnahmegeschenk.

Die Veranstaltung findet ab 17:00 am Sportplatz (Fischerweg 10) in Bertoldshofen statt.

Die Party steigt nach dem Fußball - Gaudi - Turnier nördlich des Sportplatzes.

            Erster Preis:    30 Liter Bier

            Zweiter Preis:20 Liter Bier

            Dritter Preis:   10 Liter Bier

Anmeldung der teilnehmenden Mannschaften, Bitte bis 23.07.2018 an Vorstand Scholz Florian

 

30 Jahre Jungzüchterclub OA-Nord

Vergangenes Wochenende feierte der Jungzüchterclub OA-Nord in Minderbetzigau bei Betzigau sein 30 Jähriges Jubiläum.

Am 28. Oktober 1987 wurde der Jungzüchterclub Oberallgäu-Nord von 40 begeisterten Jungzüchtern gegründet. Damals war es für junge Leute oft schwer, Zugang zu fachlich gleichgesinnten interessierten Jugendlichen für die Tierzucht zu bekommen.

Nach 30 Jahren spannender Vereinsgeschichte und mit aktuell rund 100 Mitgliedern feierten sie dieses Jubiläum am vergangenen Samstag, 23. Juni.

Der Betrieb der Familie Lang in Minderbetzigau bot hierfür den perfekten Rahmen für dieses Ereignis. An dieser Stelle möchte der JZC OA Nord auch nochmals ein Riesen Dankeschön für die Bereitstellung der Halle, sowie der 7 starken Braunvieh Kühe aussprechen.

Von 19:00 bis 21:30 Uhr veranstalteten die Jungzüchter einen actionreichen Gaudi-Wettbewerb mit Fragen und Aufgaben rund um die Landwirtschaft bei dem alle Teilnehmer ihr Geschick unter Beweis stellen konnten, wie z.B. beim Wettmelken, Sackhüpfen im Big Bag, Gummistiefel Zielschießen. Zu guter Letzt das Reihen der 5 Braunvieh Kühe und das schätzen der Hauptnoten in Rahmen, Becken, Fundament und Euter bei 2 weiteren Jungkühen.

Die Gewinner des Wettbewerbes wurden mit verschiedenen attraktiven Preisen geehrt.

Den ersten Platz erzielten die „Nachbarn aus Minderbetzigau“ mit Speiser Anton, Familie Reiner. Der erste Preis waren 50 Liter Bier der Brauerei Meckatzer und ein Käsepacket der Molkerei Allgäu Milch Käse eg. Kimratshofen.

Den 2. Platz erzielte die „VZG Betzigau“ mit den Teilnehmern Christoph Schönmetzler, Jule, Daniel Weiß und Johannes, sie durften ein 20 Liter Bier Fass der Brauerei Meckatzer und T Shirts der Firma Wirth Agrarunternehmen entgegen nehmen.

Platz 3 sicherten sich die „Daumi´s“ mit Josef und Ulli Schindele aus Möstenberg, Johannes Einsiedler und Jürgen Reichart aus Eufnach sowie Benno Merz aus Hauptmansgreut. Sie freuten sich über 15 Liter Bier und T-Shirts der Firma Boumatic.

Hierfür möchte sich die Vorstandschaft natürlich auch im Namen aller Mitglieder nochmals recht herzlich bei allen Sponsoren bedanken. Ein besonderer Dank gilt natürlich unseren Hauptsponsoren der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, RBG Memmingen sowie der Weissachmühle aus Oberstaufen.

Nebenbei konnten die Besucher natürlich das Fußballspiel unserer Nationalmannschaft auf großer Leinwand mit Verfolgen.

Anschließend ließen wir das Jubiläum mit einer Party ausklingen.

Lernbecher Niklas

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Jahreshauptversammlung des Jungzüchterclub Neu-Ulm

Am 12. April trafen sich die Neu-Ulmer Jungzüchter im Gasthof „Zur blauen Traube“ in Obenhausen zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Mit auf der Tagesordnung standen unter anderem die Neuwahlen der Vorstandschaft mit elf wahlberechtigten Mitgliedern an.

Lernbecher Niklas, AHG, übernahm die Wahlleitung.

Im Anschluss hielt Johannes Rupp von der Rinderbesamung Memmigen einen Vortrag rund um die Besamungsstation und der gelaufenen Zuchtwertschätzung.

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In die Vorstandschaft neu dazugekommen ist Christian Schreivogel aus Bergenstetten als Schriftführer und Christoph Steinle als Beisitzer, aus Illertissen. Fabian Schlecker wurde 2. Vorstand.

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Bericht und Bilder: Niklas Lernbecher

 

Unterallgäuer Junglandwirte organisieren Tierbeurteilungswettbewerb

Bei bestem Wetter fanden sich die Schüler der Berufsschule Mindelheim zum Tierbeurteilungstag im Unterallgäu auf dem Betrieb Metz ein.

Am Vormittag wurden auf dem Betrieb nach den gängigen Kriterienkatalog die drei Rassen Holsteins, Fleckvieh und Braunvieh mit Hilfe der Spezialisten Tobias Fischer, Susanne Böhm und Niklas Lernbecher, bewertet.

Die unterschiedlichen Beurteilungskriterien der drei Rassen wurden explizit herausgearbeitet und näher erläutert.

Am Nachmittag wurden den Schülern die Tätigkeitsbereiche der Schlachtvieh EG durch Herrn Berthold Kirchmaier erläutert. Die Besamungsstation Greifenberg und ihr Tätigkeitsumfang wurde von Tobias Fischer aufgezeigt. Er stellte einige Stiere vor und erklärte u. a. die Darstellung des Pedigree und deren Bedeutung.

Niklas Lernbecher referierte über die AHG mit ihrem gesamten Dienstleistungsspektrum. Besonders aktuelle Themen, wie z. B. Weide- und Alpwirtschaft, Vermarktung von Exportrindern erläuterte er.

Organisiert und durchgeführt wurde dieser Tierbeurteilungswettbewerb von den Unterallgäuer Junglandwirten, der Schlachtvieh-EG, Besamungsstation Greifenberg und der AHG.

Der Dank gilt alle Beteiligten für die Organisation des gelungenen Tages.

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Bilder: privat

 

Tageslehrfahrt des Jungzüchterclubs Oberallgäu-Süd

Am 03.03.2018 machten sich die Jungzüchter/innen des Clubs OA-Süd auf zu ihrer jährlichen Tageslehrfahrt. Die Ziele waren die Betriebe der Familie Beigger aus Bodnegg sowie der Familie Bentele aus Tettnang.

Familie Beigger ist Teilnehmer des Projekts Braunvieh-Vision und managt ihre 80-köpfige Herde im Laufstall mit automatischem Melksystem um bei der Arbeitszeit flexibler zu sein. Zusätzlich zur Milchviehhaltung kommt die Jungviehaufzucht und Mast der eigenen Bullen hinzu. Ein weiteres Standbein ist die Legehennenhaltung mit durchschnittlich 2.500 Legehennen samt Direktvermarktung der täglichen 2.000 Eier, u. a. auf zwei Wochenmärkten. Im Anschluss an die ausführliche Betriebsführung wurden wir von Familie Beigger herzlich bewirtet.

Zweite Station war die Familie Bentele, die den Brauereigasthof Schöre samt eigener Brauerei, Schnapsbrennerei, Rinder- und Schweinemast, sowie Hopfenanbau in Tettnang betreibt. Hier bekamen wir einen sehr interessanten Einblick in den Ablauf des Hopfenanbaus, sowie dessen Vermarktung-. Anschließend durften auch einen Blick in den 2016 erbauten Stall werfen.

Den Tag ließen wir im Gasthof bei einem Bockbierfest mit Livemusik ausklingen und konnten so auch gleich das Fleisch der eigenen Rinder und Schweine und natürlich das ein oder andere Bier aus der Hausbrauerei ausgiebig genießen.

 

Bilder und Bericht: Eva Baumgartner

 

 

JZC Auerberg organisiert Tierbeurteilungstag des BGJ Marktoberdorf

Am 22. November veranstaltete die AHG und der Jungzüchterclub Auerberg den diesjährigen Tierbeurteilungstag für das BGJ Marktoberdorf auf dem Betrieb Fischer Karl in Ob, Gemeinde Bidingen.

Vormittags wurden die drei Rassen Braunvieh, Fleckvieh und Holsteins unter Anleitung von Werner Schmid (AHG) und Susanne Böhm (Besamungsstationen Greifenberg) nach den gängigen Kriterien der linearen Beschreibung von den Berufschülern beurteilt.

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Nach dem stärkenden Mittagessen stellte Christoph Hofer vom JZC Kaufbeuren die Tätigkeiten und Aktivitäten des Jungzüchterclubs vor. Er warb auch für den Beitritt in die Jungzüchterclubs da dies den konstruktiven Austausch unter den Junglandwirten fördert. Die verschiedenen Ausflüge auf andere Betriebe und Viehschauen ermöglicht es neue Eindrücke auch für den eigenen Betrieb zu sammeln und dabei wird auch der Zusammenhalt unter den Landwirten gestärkt.

Danach referierte Markus Hefele von der Besamungsstation Greifenberg über die Rinderrassen und ihre Eigenschaften, sowie der Verteilung der verkauften Spermamenge.

Johannes Immler stellte die verschiedenen Tätigkeiten der AHG vor und erklärte die Preiszusammensetzung für Auktionsrinder.

Berthold Kirchmaier referierte über die Tätigkeit der Schlachtvieh EG, sowie über die verschiedenen Vermarktungsmöglichkeiten. Ebenso erklärte er die Qualifizierung der Schlachtrinder und stellte hervor, wie wichtig positive landwirtschaftliche Werbung für eine gute Vermarktung ist.

 

Wir Bedanken uns bei allen Mitwirkenden, vor allem bei der Familie Fischer.

Bericht: Scholz Florian

Bilder: Hauser Hedwig

 

Jungzüchterausflug OA/Nord am 27.1.2018 LogoJZCOANord

 

Unser Ausflug führte uns heuer zuerst auf den Betrieb der Familie Denz in Steibis/Oberstaufen.

Trotz unserer Anfahrtsschwierigkeiten sind wir beim Betrieb Denz pünktlich angekommen und wurden von Michael Denz begrüßt.

Viel Mühe machte sich Michael bei der Vorstellung seiner Milchkühe. Jede Kuh bekam eine differenzierte Vorstellung. Die Weiterverarbeitung der produzierten Heumilch erfolgt im nahen Dorf in einer genossenschaftlichen Molkerei. Somit sind auch kurze Transportwege geleistet und die Milch wird zeitnah verarbeitet.

Der produzierte Käse wird direkt einem Laden in Steibis verkauft .

Dorthin wird auch das Schweinefleisch der Fam. Denz geliefert. Denn auf dem Bauernhof leben auch noch Schweine, die für die Direktvermarktung und den Eigenbedarf gehalten werden.

Ferienwohnungen runden den landwirtschaftlichen Betrieb ab.

Die interessante Betriebsbesichtigung die die Differenzierungsform mit den Ferienwohnungen

war ein gelungener Vormittag, nicht zuletzt nach der köstlichen Käseverkostung und dem leckeren Schnaps. Danke an die Familie Hubert und Michael Denz.

 

Frisch gestärkt ging es nach dem Mittagessen zur Betriebsbesichtigung der Fam. Stoll in Oberreute.

Besonders imponierte uns die leistungsstarke Herde.

Nicht zuletzt aufgrund der Umstellung auf voll TMR ist Johannes Stoll mit der Leistung seiner Kühe sehr zufrieden.

Ein Höhepunkt war die Vorstellung der milchstarken Kuhfamilie, zu der er noch einige Sachen erzählte.

Interessant war auch der automatische Futterhinschieber der die Tiere mit Kraftfutter an die Fressplätze lockt.

Auf so manchen Wunschzettel wird jetzt ein Spaltenroboter stehen, nachdem wir die Vorzüge im Stall der Fam. Stoll sahen.

Bei Kaffee und leckerem Kuchen konnten wir uns noch über das gesehen austauschen und sagen Danke für die Einblicke, die Führung und den leckeren Kuchen bei der Familie Stoll.

Gut gestärkt mit vielen neuen Ideen ging es dann für jeden wieder auf den Heimweg.

 

Bericht: J. Graf   Bilder: E. Baumgartner

 

Jungzüchterclub Lindau

Alle Jahre wieder fand im Dezember der Ausflug der Lindauer Jungzüchter statt.
Besichtigt wurde der Betrieb Stockingen Dairy in Halblech OAL.
Die GbR, die sich aus den Familien Lang und Weise zusammenstellt, betreut 130 Milchkühe mit Nachzucht, bei einem Herdenniveau von gut 9000kg.
Den beiden Unternehmern war es wichtig, dass „dort Platz ist, wo die Milch produziert wird“. Dies erreichten sie am besten mit einer Kammaufstallung und geräumigen
Lauf-,Fressgängen. Diese durchaus günstige und sehr durchdachte Bauweise entdeckte Michael Lang auf seinen unzähligen In- und Auslandsbesuchen.
Die Besonderheit: zwei Außenfuttertische, welche mittels Förderband befüllt werden. Der daraus pfiffig entstehende Vorteil: es muss kein Futter nachgeschoben werden.
Das Herzstück des Gehöfs ist das 20er Innenmelkkarussell mit integrierter Lockfütterung der Firma Lemmer Fullwood. Dieses Melksystem ist im Gebäude so platziert, dass die Wege für die Kühe so kurz wie möglich gehalten werden, gerade die Abkalbe- und Genesungsbucht ist innerhalb von ca. 4 Metern vom Stroh bis an den Melkplatz zu erreichen.

Der Höhepunkt waren natürlich die Kühe welche Michael den interessierten Jungzüchtern extra in einer Box einzeln vorstellte.
Von der Jungkuhsiegerin der Bundesbraunviehschau 2014, die sich sehr jugendlich zur Zeit im 4. Kalb vorstellte, bis zur jüngsten Siegerin in Bad Waldsee einer Hidalgo Tochter namens Feuer, die im November 2017 zum Grand Champion gekürt worden ist
Der Jungunternehmer hat eine klare Einstellung hinsichtlich der Zucht. Er gab den Jungzüchtern verschiedene Denkanstöße mit auf den Weg: Er zeigte eine 4.Kalbskuh die sich sehr korrekt im mittleren Rahmen mit einem sehr straffen Euter präsentierte. So sollte für ihn eine braune Kuh sein: Mittelrahmig bei gewisser Breite in der Brust und im Becken. Jedoch ist dies kein Produkt aus dem man schon im ersten Jahr ernten kann. So werden gerade züchterisch interessante Tiere auch nach z.B. einem Abort, einer unterdurchschnittlichen Erstlaktationsleistung und dem im ersten Jahr oft mangelndem äußere Erscheinungsbild trotzdem durchgezogen. Denn diese investierte Geduld und auch etwas unangenehme Aufgabe, versichert Michael, zahlt sich auf jeden Fall aus.
Es wäre natürlich viel einfacher, diese Tiere auszumerzen, jedoch kostete die Aufzucht dieser Jungtiere den Betrieb schon etwas.
Eine sehr gute Einstellung, die vielleicht so manchen Jungzüchter, gegenüber der etwas spätreiferen Rasse Braunvieh, zum Grübeln gebracht hat.

 

Nun ging die Reise weiter: zum Berghof der Familie Babel in Wald.
Dort angekommen gab es erstmal ein tolles Mittagessen.

Die Söhne von Herbert Babel des sehr bekannten Zuchtbetriebs starteten vor einigen Jahren in unterschiedliche Betriebszweige, dies erläuterte uns Simon Babel. Der Molkereifachmeister kümmert sich um die täglich anfallende Heumilch am Hof und veredelt diese zu täglich ca.150 kg Bergkäse. Sein weiterer Aufgabenpunkt ist das Brauen des eigenen Berghofbieres.
Sein Bruder Michael ist Koch und Hotelfachmann. Er leitet das Landhotel und die Gastwirtschaft. Der letzte im Bunde ist Tobias Babel, der Staatlich anerkannter Landwirtschaftsmeister führte uns nach der informativen Einleitung durch den Hof.
Tobias zeigte uns die Stallungen der 70 Milchkühe incl. Nachzucht.
Die Braunviehkühe werden seit 2015 in einem Boumatic Doppelboxenmelkroboter gemolken.
Der sehr erfolgreiche Silage-freie Milchviehbetrieb erzielte eine Jahresleistung von 8500kg pro Kuh und Jahr. Bei ansprechenden Inhaltsstoffen entstehen hervorragende Ausgangsprodukte. Von Bergkäse über Joghurt bis hin zu Cremes und Pflegelotionen ist im Verkaufsladen alles zu haben. Der Familienbetreib setzt auf regionale Vermarktung und eine stetige Weiterentwicklung des Produktespektrums.
Im Schauraum, von dem aus die Herde beim Fressen, Liegen und Melken beobachtet werden konnte, wärmten wir uns bei einem Glühwein auf.
Abschließend ließen wir den sehr lehrreichen Tag auf dem Weihnachtsmarkt in Marktoberdorf ausklingen.

Von Jahr zu Jahr entwickelt sich dieser Ausflug immer positiver und die Vorstandschaft bedankt sich bei der sehr guten Resonanz und Teilnahme.
Bericht und Bilder: Johannes Immler

 

Jahresausflug der Jungzüchterclubs Auerberg und Füssen

Am 18.11 fand der gemeinsame Ausflug der beiden Jungzüchterclubs statt.

Das Ziel war die Bundesjungzüchterschau in Bad Waldsee.

 

Auf dem Weg dorthin wurden noch 2 interessante Betriebe besichtigt.

Den ersten Stopp machten wir beim Betrieb Albinger in Biberach der uns seinen Betrieb zeigte.

Dieser Betrieb wird biologisch bewirtschaftet und hat gut 220 Milchkühe.

Er stellte uns einige Interessante Braunvieh Kühe vor, unter anderem die Mutter des Stieres Bisto.

 

Beim zweiten Betrieb ging es mehr um die Melktechnik als um die Rinderzucht.

Dort waren wir zu Gast bei Schindele Reiner in Boos bei Reichau.

Der Betrieb investierte vor 2 Jahren in einen neuen Milchviehstall für 90 Kühe mit Jungviehseite.

Eine Besonderheit ist der Melkstand der Firma Melktechnik Illertal mit Interpuls Melktechnik, für die sich Schindele entschieden hat.

Manfred Deuring stellte uns dann vor Ort die Firma Melktechnik Illertal und die Besonderheiten der Interpuls Melkzeuge vor.

Am Abend ging es dann Richtung Bad Waldsee wo wir gegen 18 Uhr pünktlich zum Start des Schauwettbewerbs der Jungkühe eintrafen.

Nach anschließender Jungzüchterparty fuhren wir um 02:30 Uhr wieder heimwärts.

Bericht: Sprenzel Simon

 

Bilder: privat

 

Tierbeurteilungswettbewerb des JZC Oberallgäu-Nord

Am Abend des 12.07.2017 veranstaltete der Jungzüchterclub Oberallgäu Nord ihren alljährlichen Tierbeurteilungswettbewerb. Dieser fand heuer auf dem Betrieb Hindelang in Atzenried bei Kempten statt. Anfangs wurde eine Braunviehkuh ausführlich besprochen. Nun waren die Jungzüchter gefordert zwei Kühe zu bewerten, eine Erstlaktierende Vonker Tochter, eine mittelrahmig Kuh mit gutem Fundament und straffem Euter und eine sehr rahmige Huxoy-Tochter im zweiten Kalb mit gutem Becken schönem Fundament und tollem Euter. Anschließend galt es noch fünf Kühe zu Reihen, was für den ein oder anderen nicht ganz einfach war. Mit Einsetzen der Dämmerung ging der Wettbewerb dann zu Ende. In gemütlicher Runde und frischem Fleisch vom Grill erläuterte uns der Betriebsleiter Hindelang Peter noch einige Details zum Stallbau sowie der interessanten Betriebsentwicklung.

 

Am 5.09.2017 traf sich dann der Club zur Siegerehrung des Tierbeurteilungswettbewerbs in Wiggensbach. Vorrangehend gab es einen Vortrag von Schindele Ulrich über die aktuellen Stiere nach der Zuchtwertschätzung im August sowie aktuelles von der AHG. Im Anschluss wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs bekannt gegeben.

Die vielen wie folgt aus:

1.Platz: Zobel Christian

2.Platz: Läufle Florian

3.Platz: Lang Stefan

Jungzüchter Nightshow in Füssen, Rückholz

Das 30-jährigen Jubiläum feierte der Jungzüchterclub Füssen mit einer gelungenen Viehschau. Der Preisrichter Stefan Klocker aus Tirol vergab die Siegertitel, den Vorführwettbewerb richtete Gerlinde Halbartschlager aus Niederösterreich.

Den gelungenen Abschluss bildete die anschließende Party.

Die gesamte Berichterstattung der Viehschau des Allgäuer Bauernblattes erhalten Sie hier.

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Seite 2 hier

Berichterstattung aus dem Bayerischen Landwirtschaftlichem Wochenblatt

Bilder und Bericht: Josef Berchtold

 

 

Lindauer Jungzüchter beim Hoffest der Familie Arnold in Scheidegg

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Bild: Florian Maucher / Allgäuer Bauernblatt

Der Mensch denkt doch Petrus lenkt!! Mit diesem Sprichwort darf ich den vergangen Sonntag kurz und knapp umschreiben. An einem traumhaften Tag veranstaltete die Familie Arnold in Allmannsried bei Scheidegg ein gelungenes Hoffest, wo die gesamte Bevölkerung eingeladen war. Der Betriebsleiter und sehr engagierte Jungzüchter Ralf strukturierte seinen Milchviehbetrieb das letzte Jahr etwas um. Zur besseren Verständlichkeit aktivierte er die Lindauer Jungzüchter um an verschieden Stationen auch die „Nichtlandwirte“ aufzuklären. Der sehr modern gebaute „Alte“ Laufstall wurde etwas vergrößert. Die Umbaumaßnahme beinhaltete eine automatische Fütterung, Melk- und Spaltenroboter, sowie einen großen Laufhof. Da sich die Betriebsleiterfamilie vor einigen Jahren auf eine Bioschiene spezialisiert hat, ist ein sehr hochwertiges Produkt unabdingbar. „Eine problemlose Kuh mit hervorragender Milchleistung bei guten Inhaltsstoffen, das produziert nur eine Braune!“ da ist sich Junglandwirt Ralf sicher. Mit diesem Leitgedanken wünscht die Allgäuer Herdebuchgesellschaft ganz viel Erfolg und weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

 

Bericht und Bilder: Immler Johannes

 

Tierbeurteilungstag des Jungzüchterclubs Mindelheim

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Am 29.März 2017 lud der Vorstand der Mindelheimer Jungzüchter, Metz Michael, auf seinen Betrieb in Zusammenarbeit mit der Besamungsstation Greifenberg, der Schlachtvieh e.G und AHG zur Tierbeurteilung ein.

Geladen wurde auch eine Klasse des Berufsgrundschuljahres aus Mindelheim.

Zu Beginn stellte Michael Metz seinen Betrieb, die Metz Gbr vor. Anschließend wurde in Gruppen aufgeteilt um die Tierrasse Holstein, Fischer Tobias (BSG), Fleckvieh, Susanne Böhm (BSG), und Braunvieh, Lernbecher Niklas (AHG)zu Besprechen.

Nach der allgemeinen Besprechung der drei Rassen fand der Tierbeurteilungswettbewerb bei der Rasse Braunvieh statt.

Anschließend fand das Mittagessen statt, das durch die BSG, AHG und Schlachtvieh e.G ausgerichtet wurde.

Zum Abschluss dieser Veranstaltung informierten alle drei Institutionen über aktuelle Themen.

Bericht: NL

 

 

30 Jahre Jungzüchterclub Oberallgäu- Süd

Auf 30 Jahre Vereinsgeschichte kann der JZC OA-Süd in diesem Jahr zurückblicken und feierte sein Jubiläum am 8. April bei strahlendem Sonnenschein gebührend mit einer Viehschau samt Kälber- und Jungzüchterwettbewerb.

Veranstaltet wurde die Viehschau in Bihlerdorf/ Blaichach in der Halle von Garten-und Landschaftsbau Marcus Mägdefrau, die den perfekten Rahmen für dieses Ereignis bot.

Am Nachmittag konnten die Jüngsten beim Kälberwettbewerb ihr Können unter Beweis stellen. Stefanie Wenz und Florian Bach – beide ehemalige Vorstandsmitglieder des Clubs – bewerteten die Kinder, die alle stolz eine Rosette sowie eine Kälber-Weidschelle mit nach Hause nehmen durften.

Bestens verpflegt wurden die zahlreichen Zuschauer mit selbstgebackenen Kuchen, Kaffee, Wurst-, Steaksemmel und Getränken.

Beim Jungzüchterwettbewerb am Abend kürte dann Aaron Albinger aus Biberach mit Unterstützung von Ringman Nikolas Sauter in der vollbesetzten Halle die besten Rinder und Vorführer aus den Reihen des Clubs. Hierbei wurden die 46 Rinder in neun Gruppen eingeteilt.

Champion in der Kategorie „Jung“ wurde eine Payssli-Tochter aus dem Betrieb Egger Christian aus Rettenberg. Reserve-Champion wurde eine Cadence-Tochter aus dem Betrieb Fink Edmund, Oberstaufen. Den Sieg als bester Vorführer in der Kategorie „Jung“ konnte sich Thomas Socher aus Ofterschwang sichern. Reserve Vorführsieger wurde Fink Raphael aus Thalkirchdorf.

In der Kategorie „Alt“ gewann der Betrieb Herz GbR aus Rettenberg mit einer Jan-Tochter. Reserve-Champion wurde Jongleur-Tochter Leni von Hierl Moritz aus Rettenberg. Vorführsieger in der Kategorie „Alt“ wurde Matthias Herz aus Rettenberg. Reserve Vorführsieger wurde Höß Alexander aus Oberstaufen.

Königlichen Glanz brachte Beate Bühler, amtierende Baden-Württemberger Braunviehkönigin, als Ehrendame der Jubiläumsschau.

Im Anschluss an die Schau wurden die Gewinner der Tombola ausgelost. Hier lockten als Hauptpreis ein Zuchtkalb sowie viele weitere attraktive Preise wie Spermagutscheine oder ein Trettraktor.

Nachdem alle Preise verlost waren wurde bis zum frühen Morgen ausgiebig in der Jungzüchter-Bar gefeiert. Für beste Stimmung sorgte dabei das Quintett „Isch gli“.

Den Jungzüchtern aus OA-Süd kann man für diese rundum gelungene Veranstaltung nur großen Respekt zollen und gratulieren!

Ergebnisse Rinder

Ergebnisse Kälber

 

Tierbeurteilungslehrgang der Berufsschule Ostallgäu in Seeg

 

 

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Unter arktischen Temperaturen fand am 25. Januar in Hollen, Gemeinde Seeg, der diesjährige Tierbeurteilungstag statt.Vormittags wurden auf dem Betrieb Nägele die drei Rassen Braunvieh, Fleckvieh und Holstein nach dem gängigen Kriterienkatalog der linearen Beschreibung von den Berufsschülern unter zu Hilfenahme der Spezialisten von AHG und LfL beurteilt.Dabei wurden auch die Unterschiede bei den Beurteilungskriterien der verschiedenen Rassen erkenntlich – um nur ein Beispiel zu nennen: der sogenannte „Umdreher“ der den Abstand von Hüfthöcker zu Sitzbeinhöcker misst, findet nur beim Braunvieh Beachtung.Nachmittags stellte Sofi Waldmann den Jungzüchterclub vor, bei dem nicht nur das Fachliche im Vordergrund steht, sondern auch die Geselligkeit einen Stellenwert hat. Beitritte zu diesem Club sind erwünscht.Anschließend referierte Werner Schmid von der AHG über das Tätigkeitsgebiet dieser Gesellschaft. Beachtenswert hierbei ist, dass sich die Vermarktung der Rinder mittlerweile bis Nordafrika, Russland sowie Frankreich etabliert hat und somit ein großes Einzugsgebiet hat.Susanne Böhm von der Besamungsstation Greifenberg merkte an, dass man sich bei Zuchtwerten nicht nur von bloßen Zahlen, wie Gesamtzuchtwert oder Milchleistungswert leiten lassen soll. Ein gesundes Mittelmaß gibt langfristig den züchterischen Erfolg.Berthold Kirchmaier von der Erzeugergemeinschaft Schlachtvieh Allgäu w.V. informierte über den Tätigkeitsbereich dieser Vereinigung. So beliefert die Schlachtvieh EG auch McDonald`s nach dem sogenannte „Best Beef“ Programm, bei dem Landwirte aufgrund besonderer Haltungs- und Fütterungsmethoden nach einem Kriterienkatalog erhöhte Schlachtpreise erhalten.Zu bedenken gab er, dass die Gesellschaft die Landwirtschaft kritischer denn je beäugt und meist negativ belegt – das Tierwohl und die Tiergesundheit sind jedoch nach seinen Erfahrungen noch nie so hoch gewesen wie derzeit, was somit im Widerspruch steht.Deswegen ist die Offensive, die Landwirtschaft über die Medien ins positive Licht zu rücken, äußerst wichtig – nur ein Zusammenhalt der Landwirte in diesem Sinne kann dann beim Verbraucher wieder das verlorene Vertrauen wieder zurückgewinnen.Die Berufsschule Ostallgäu bedankt sich bei der AHG, Schlachtvieh EG, BSG als auch beim Jungzüchterclub Auerberg bzw. Ostallgäu die diesen Tag ermöglichten.Besonderer Dank gilt der Familie Nägele, die uns die widrigen Witterungsbedingungen mit Kuchen versüßten und Kaffee und Tee erwärmten.Josef Herz 

 Bilder: HH

 

 

 

Vom Bodensee ins tiefste Unterland

 

Wie jedes Jahr veranstaltete der JZC Lindau einen Jahresausflug, hierbei sind alle Mitglieder herzlich willkommen. Früh am Morgen ging es an einem sonnigen Samstag mit dem Bus Richtung Osterberg. Der Milchviehzuchtbetrieb der Familie Käufler war unser erstes Ausflugsziel. In dem Stallgebäude das 2012 neu erbaut wurde, werden 110 Milchkühe gemolken, die Herde setzt sich größtenteils aus Braunvieh und wenigen Holsteintieren zusammen. Mit einer Stallleistung von knappen 10,000 kg bei ordentlichen Inhaltsstoffen sind die Betriebsleiter Marcus und Ralf eindeutig zufrieden, jedoch kann überall noch ein wenig gefeilt werden. Gemolken wird in einem 16-ner Swing-Over-Melkstand im separaten Melkhaus, mit einer Leistung von 90 Tieren die Stunde kommt man gut vorwärts so Marcus. Die Flächenstruktur von 90 ha entspricht 45 ha Grünland und 45 ha Silomais, Wintergerste und Weizen. Diese Futtermittel werden zu 100% in Form einer TMR verfüttert. Die weibliche und männliche Nachzucht umfasst 150 Tiere. Der Ausbildungsbetrieb zieht so auch interessante Stierkälber groß, die später zur Mast bzw, als Zuchtbullen vermarktet werden. Da die Menge des zur Zucht vorgesehenen Nachwuchses größer ist als was zur Remontierung benötigt wird, werden jedes Jahr mehrere Herdbuchtiere auf den Absatzveranstaltungen der AHG veräußert, womit der Landwirtschaftliche Unternehmer sehr zufrieden ist. Nach der Hofbesichtigung stellte Ralf uns noch stolz interessante Spitzentiere vor, darunter eine Fitnessstarke Huxoy-Tochter im 4. Kalb. Hervor stach auch eine Wurl-Tochter mit überaus gutem Euter und vorbildlichem Fundament in 9. Laktation. Wobei er auch mit den „Frischen Kalbinnen“ gut zufrieden war, im Durchschnitt 32 kg und darüber im ersten Probemelken war keine Seltenheit.

   

Nach hervorragendem Mittagessen im Gasthof Sauer ging unser Tagesausflug weiter zum Hartmannhof in Bergenstetten.

 

Der Familienbetrieb hält 62 Milchkühe mit Nachzucht und bewirtschaftet Acker und Grünland. Diese Grundfuttermittel werden im Bestand über das Jahr aufgebraucht. Zuerst präsentierte der Betriebsleiter Christian Hartmann seinen 2014 neu erbauten Kälberstall. Der mit viel Platz, Licht und vor allem guter Belüftung hervorsticht. „Die Kälber wachsen richtig weg“ strahlte Christian, da vorher nur eine Kompromisslösung für die zukünftigen Hochleistungskühe bestand, wollte er etwas „Gescheites“, gesagt getan. Seither ist der Tierarzt in der „Kinderstube“ nur selten anzutreffen. Die tägliche Melkarbeit übernimmt der Roboter, so werden die Stallzeiten flexibler. Wie im Allgäuer Bauernblatt schon berichtet, vermarktet Christian Hartmann seit 4 Wochen die Hälfte seiner Milch selber über insgesamt 3 Milchautomaten. Diese Automaten stehen in einem Kooperationsmodel an Rewe Märkten. Um die Milch fachmännisch aufzubereiten, wird der Rohstoff in der dafür extra nach EU- Richtlinien gebauter Milchkammer, pasteurisiert und steril in 200 Liter Behälter abgefüllt. Diese Edelstahlgefäße werden zu den jeweiligen Märkten ausgefahren und ausgetauscht. Die leeren Tanks werden auf dem Hof gereinigt und steril vorbereitet. Der Zukunftsplan von Christian ist es die gesamte anfallende Rohmilch vor den verschiedenen Rewe-Filialen zu vermarkten. Diese unabhängige Form des Absatzes vom hochwertigen Nahrungsmittel fordert gewissen Mut, jedoch ist die gesamte Familie Hartmann guter Dinge das Projekt zu meistern.

Der gesamte Jungzüchterclub Lindau wünscht den Betrieben weiterhin so viel Erfolg und bedankt sich für den sehr informativen Tag. Die offenen vor allem ehrlichen Gespräche sind sehr zu schätzen. Außerdem ist es ist keine Selbstverständlichkeit gerade in dieser schwierigen Marktsituation Besuchergruppen auf die Betriebe zu lassen. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei den Betriebsleitern herzlich bedanken.

   

                                                                                                                                 Johannes Immler

 

Die 10 Jungzüchterclubs im Gebiet der AHG haben ein ereignisreiches Jahr hinter sich.

Auch dieses Jahr waren unsere 10 Jungzüchterclubs wieder sehr aktiv, die gemeinsamen Aktivitäten betrafen nicht nur Landwirtschaft und Tierzucht, sondern gingen auch darüber hinaus. Die Offenheit für neues und die Abwechslung ist vor allem in dieser Zeit ein wichtiger Punkt um über den Tellerrand hinaus blicken zu können und dem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen. Unter anderem werden auch gute Kontakte und Beziehungen zu anderen Berufskollegen im gesamten Landkreis aufrechterhalten. Zudem kann auch über gerade auf den einzelnen Betrieben anfallende Probleme diskutiert werden und eventuelle Lösungen erarbeitet werden. Auch bei Betriebsbesichtigungen mit dem jeweiligen Club, kann man eventuell gesehenes auf dem eigenen Betrieb anwenden. Zur Info für Nichtmitglieder: unsere Clubs freuen sich über jedes neue Mitglied.

 

 

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