Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktbericht vom 21.11.2019 Auktionhalle in Kempten

Gute Nachfrage nach Jungkühen

Die zweite Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 21.11. war bei trübem Herbstwetter nur durchschnittlich besucht. Dies täuschte aber über die in der Halle vorhandene Kaufkraft hinweg. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 98 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 5 weibliche Zuchtkälber.

Wenig Kaufinteresse bestand diesmal nach Deckstieren. Hier muss aber deutlich auch die Qualität der 8 aufgetriebenen Kandidaten mit ins Auge gefasst werden. Leider sind im letzten Jahr offensichtlich zahlreiche interessante, genomisch getestete Stierkälber nicht in die Aufzucht gegangen. Jedenfalls fehlen diese jetzt auf den Märkten. So konnten diesmal nur 3 Jungstiere an einen neuen Besitzer verkauft werden. Bestbezahlt war mit 2000 Euro ein Vanpari-Sohn aus einer sehr gut bewerteten und inhaltsstoffstarken Payboy-Tochter von Martin Keppeler, Friesenried-Blöcktach, der vom Betrieb Kaudinus, Kempten-Wegflecken aufgezogen und vorgestellt wurde. Mit einem gGZW von 118 und guten Exterieurzuchtwerten blieb er im Oberallgäuer Zuchtgebiet. Im Schnitt erlösten Jungstiere diesmal 1440 Euro und damit wieder über 110 Euro mehr als zuletzt.

Ganz anders die Situation bei den Jungkühen. Hier standen 98 Tiere im Angebot und wurden von Anfang an lebhaft nachgefragt. Am Ende konnten nicht alle Kaufwünsche bedient werden. Das Interesse kam hier vor allem aus auswärtigen Regionen. So blieb nur ein Drittel der Jungkühe im Verbandsgebiet, 40 Tiere wurden hingegen nach Österreich, Tschechien und Italien verkauft. Weitere 9 Jungkühe gingen nach Niedersachsen und auch Käufer aus Baden-Württemberg bedienten sich mit 14 Tieren. Am Ende kosteten Jungkühe mit 1628 Euro wieder 110 Euro mehr als bei der Vorauktion, die qualitätsbedingt preislich etwas nachgab. Den Tageshöchstpreis erzielte eine Hotspot-Tochter mit 5,7-jähriger Mutterleistung von 10900 kg Milch bei beachtlichen 9,3 Prozent Fett und Eiweiß. Sie blieb im Ostallgäuer Zuchtgebiet.

Sehr bescheiden fiel das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern aus. Nur fünf Tiere wurden angeboten. Allerdings waren diese überwiegend von einer Qualität, wie man sie sich häufiger im Auktionsangebot wünschen würde. So ging der Schnittpreis denn auch sprunghaft auf 350 Euro hoch, in der Spitze wurden 420 Euro notiert. Auch hier blieben Kaufwünsche unerfüllt.

 

Marktbericht vom 13.11.2019 in Buchloe

Hohe Verkaufsquote bei der Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle

 

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 13. November 2019 in der Buchloer Schwabenhalle standen 1 Bulle, 25 Kühe und Jungkühe und 6 Zuchtkälber zum Verkauf. Trotz schwachem Besuch und mittlerer Qualität im Angebot wurde der Markt zu zufriedenstellenden Preisen nahezu komplett geräumt.

Die 6 aufgetriebenen Zuchtkälber wurden rasch zu den aktuell situationsbedingt niedrigen Preisen verkauft. Das Höchstgebot erzielte ein sehr korrektes Vasmor x Emanuel-Kalb mit gutem Leistungshintergrund von der Hefele GbR, Gutenberg.

Von den vier gemeldeten Stieren wurde letztlich nur einer aufgetrieben und stand zum Verkauf. Dieser Hotspot x Vanpari-Sohn aus einer sehr inhaltsstoffstarken Mutterlinie, gezüchtet von Grabher Jürgen, Edelitz und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogen, zeigte sich gut entwickelt mit korrektem Fundament. Mit einem Zuschlag von 1500,-- € erzielte er einen zufriedenstellenden Preis und verbleibt im Zuchtgebiet.

Das Angebot beim weiblichen Großvieh war leider nur von mittlerer Qualität, so daß vor allem Käuferwünsche im gehobenen Segment zum Teil nicht erfüllt werden konnten. Bis auf 2 Jungkühe wurden alle Tiere zum gebotenen Preis abgegeben. Der erzielte Ø-Preis war der Qualität entsprechend in Ordnung. Den Tageshöchstpreis erzielte eine formschöne, mit bestem Euter ausgestattete Vox x Hacker-Tochter vom Zuchtbetrieb Leutherer Martin, Unterweiler.

 

Marktbericht vom 07.11.2019 in Kempten

Verhaltene Nachfrage nach Zuchtvieh – erfolgreiche erste Fresservermarktung

Die erste Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 7.11. lockte bei schönem Herbstwetter trotz umfangreichen Zuchttierangebotes zunächst nur begrenzt Kaufinteressenten und Besucher in die Allgäuhalle. Dies änderte sich dann aber bei der im Anschluss erstmals abgehaltenen Fresserversteigerung. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 3 Kühe, 110 Jungkühe, 6 Kalbinnen sowie 13 weibliche Zuchtkälber. Das Fresserangebot umfasste 9 Ochsen und 29 weibliche Tiere.

Wenig Bedarf bestand diesmal an Deckstieren. Allerdings wurde die Zuchtqualität der Kandidaten auch nicht in jedem Fall einem hohen Käuferanspruch gerecht. So konnten nur drei Jungstiere einem Abnehmer finden - zu einem Schnittpreis von 1327 Euro. Damit wurde der Preisanstieg der letzten Auktion wieder zurück genommen. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 1520 Euro der erstrangierte Amor-Sohn aus einer Juleng von Winfried Hipp, Ruderatshofen-Hiemenhofen, der von Max Klemp, Bad-Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Der formalistisch korrekte Stier ging mit gutem und sehr ausgeglichenem Zuchtwertprofil bei einem genomischen GZW von 123 nach Rheinland-Pfalz.

Bei den 107 angebotenen Jungkühen reichte die Qualität nicht ganz an die der Vorauktionen heran, was bei der Preisfindung ihren Niederschlag fand. So war diesmal auch nur eine Jungkuh in Wkl. 1 eingereiht. Diese Edition-Tochter mit 30 kg Tagesgemelk von Bernhard Vogler, Niedersonthofen-Gopprechts ging für 1980 Euro an einen Züchter im Oberallgäu. Den Tageshöchstpreis von 2240 Euro erzielte allerdings eine Anibal-Tochter mit 38 kg Tagesleistung von Stefan Achberger, Scheidegg-Rickenbach, die mit 28 weiteren Jungkühen nach Italien verkauft wurde. Zum Schnittpreis der Vorauktion fehlten diesmal qualitätsbedingt 40 Euro.

Auf sehr wenig Käuferinteresse trafen die 13 aufgetriebenen Zuchtkälber. Trotz zum Teil interessanter Abstammungen und guter Entwicklung waren die wenigen Käufer nicht bereit, mehr als 220 Euro auszugeben. Der überwiegende Teil der Kälber kostete exakt 200 Euro, so dass der Schnittpreis mit 193 Euro zwar wieder höher als zuletzt notierte, der Qualität diesmal aber trotzdem nicht gerecht wurde.

Erste Fresserversteigerung

Erfolgreich verlief im Anschluss der erstmalig abgehaltene Fressermarkt. Im Angebot standen weibliche Absetzer und Ochsen im Gewichtsbereich von 150 bis 300 kg. Diese Vermarktungsform wurde von der AHG erstmalig getestet, da Nutzkälber im normalen Tränkealter seit dem Frühjahr aufgrund der Blauzungenrestriktionen und der neuen Hemmnisse bei Langstreckentransporten zunehmend schwieriger abzusetzen waren und sind. Das Interesse an diesem neuen Marktsegment war groß und sowohl zahlreiche AHG Mitglieder nutzten diese Gelegenheit zum Verkauf ihrer Stehen gebliebenen Kälber, als auch viele Kaufinteressenten und Marktbeobachter scharten sich um den Versteigerungsring. Etablieren lässt sich diese Vermarktungsform jedoch nur, wenn dauerhaft ein ausreichendes Angebot vorhanden ist und auch der Absatz gesichert ist. Der Auftakt war jedenfalls gelungen und allseits hörte man zufriedene Stimmen. Aufgetrieben waren 29 weibliche Tiere und 9 Ochsen der Rassen Braunvieh x Weiß Blaue Belgier, Braunvieh x Fleckvieh, Fleckvieh und sonstige Rassen. Im Schnitt kosteten weibliche Fresser 528 Euro und die etwas leichteren Ochsen 446 Euro.

 

Marktbericht vom 24.10.2019 in Kempten

Die zweite Oktober-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten wird traditionell nach der Rückkehr des Alp- und Weideviehs in die heimischen Ställe mit einem Jungrinder- und Kalbinnenmarkt ergänzt. Dieses „Sonderangebot“ lockte auch am 24. Oktober bei schönem Herbstwetter wieder zahlreiche Besucher in die Allgäuhalle. Aufgetrieben waren 11 Stiere, 142 Jungkühe, 15 Kalbinnen, 103 Jungrinder sowie 16 weibliche Zuchtkälber.

Von den 12 vorgestellten Stieren reihte die Körkommission 7 in Wkl. 2 und 4 in Wkl. 3 ein. Allerdings war diesmal nur eine geringe Kauflust zu verspüren, so dass insgesamt nur 6 Kandidaten einen Abnehmer fanden. Bestbezahlt war mit 1760 Euro ein Vintage-Sohn aus einer Hanover-Tochter mit einer Erstlaktation von über 8000 kg und beachtlichen 9,2 Prozent Fett und Eiweiß. Der von Werner und Christine Brader, Dickenreishausen gezüchtete und von Hans Groß, Lauben vorgestellte Jungstier ging nach Oberbayern. Drei weitere Stiere gingen nach Nordrhein-Westphalen und einer nach Tschechien. Trotz geringer Verkaufsquote konnten die Deckstiere ihren Schnittpreis mit 1467 Euro gegenüber der Vorauktion wieder um über 100 Euro anheben.

Bei den Jungkühen hatten die Kaufinteressenten mit 142 Tieren eine große Auswahlmöglichkeit. Diese wurde rege genutzt und zog auch wieder Großeinkäufer aus Italien sowie der Tschechischen Republik an. Am Ende gingen 39 Jungkühe in diese beiden Länder. Der Schnittpreis pendelte sich 1558 Euro für Braunvieh-Jungkühe ziemlich exakt auf Vormarktniveau ein und verfestigte das seit längerem beobachtete Preisniveau. Teuerste Jungkuh war mit 2500 Euro die auf Platz 1 rangierte Vassli-Tochter von Markus Adelgoß, Rettenberg-Bichl, die mit über 34 kg Tagesgemelk nach Südtirol ging. Über 30 Jungkühe wurden auch wieder nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westphalen verkauft.

Umfangreich war diesmal auch wieder das Angebot an Jungrindern und Kalbinnen mit insgesamt 118 Tieren. Wie jedes Jahr im Frühjahr und Herbst lockte dieses spezielle Verkaufsangebot erneut zahlreiche Interessenten an, was die Ränge um den Versteigerungsring nach den Jungkühen wieder frisch belebte. Allerdings wurde diesmal vor allem bei den Jungrindern deutlich restriktiver geboten als noch im Frühjahr oder im letzten Herbst. So kosteten Kalbinnen mit 925 Euro zwar etwas mehr als im Frühjahr, Jungrinder wechselten jedoch mit 454 Euro deutlich günstiger den Besitzer. Die Jungrinder blieben großteils im Zuchtgebiet.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern war am Morgen das Angebot mit 16 Tieren zwar wieder etwas größer als zuletzt, allerdings war kaum Nachfrage vorhanden. Kaufinteressenten warteten hier wohl auf das große Angebot an Jungrindern, um den Bedarf zu decken und vorhandene Aufzuchtplätze zu füllen.

Marktbericht vom 16.10.2019 in Buchloe

Herbstauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Markt bei den Jungkühen zu zufriedenstellenden Preisen komplett geräumt

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 16.10.2019 in der Schwabenhalle standen 3 Stiere, 25 Jungkühe und 8 Kälber zum Verkauf. Bei witterungs- und jahreszeitlich bedingt schwachem Besuch war die Nachfrage bei Zuchtkälbern und Stieren gering. Bei den Jungkühen konnte der Bedarf dagegen nicht gedeckt werden.

Aufgrund der derzeit schwierigen Situation bei den Kälbermärkten und aktuell fehlender Kalbinnenexporte konnten nur 5 der 8 vorgestellten Kälber zu sehr geringen Preisen verkauft werden. Schwächen in den Pedigrees verschärften die schwierige Absatzlage.

Wenig Kaufinteresse bestand auch für die 3 gekörten Bullen. Trotzdem konnten die zwei erstrangierten Kandidaten noch zu einigermaßen zufriedenstellenden Preisen verkauft werden. Körsieger wurde ein schon etwas älterer gut entwickelter Stryker x Juleng-Sohn von Brugger Ludwig, Burk. Den Tageshöchstpreis erzielte ein von Gast Wolfgang, Lobach gezüchteter und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogener Cadence x Vasir-Sohn. Er überzeugte neben seiner ausgezeichneten Abstammung vor allem durch seine enorme Entwicklung.

Die zum Verkauf stehenden Jungkühe waren von ausgeglichen guter Qualität und auch überwiegend mit passendem Tagesgemelk. So entwickelte sich trotz schwachem Besuch ein sehr flotter Marktverlauf bei dem nicht alle Kaufinteressenten zum Zuge kamen. Das Preisniveau war zufriedenstellend. Alle Jungkühe wurden verkauft und blieben innerhalb Bayerns. Erstrangiert wurde eine korrekte Hipau x Valiant-Tochter vom Betrieb Häringer Hubert, Berghof mit 31 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit. Eine zweite Jungkuh vom selben Züchter, kurz gekalbt mit 32 kg Tagesgemelk, erzielte den Tageshöchstpreis. Beide Jungkühe ersteigerte ein Neukunde aus dem Landkreis Miesbach.

 

Marktbericht vom 10.10.2019 in Kempten

Großes Angebot bei verhaltenem Besuch

Die erste Oktoberauktion in Kempten bietet nach den Viehscheiden traditionell eine große Auswahl an Jungkühen und läutet die angebotsstarken Herbst- und Wintermärkte ein. Bei der letzten Versteigerung am 10. Oktober in der Allgäuhalle in Kempten. Bei leicht regnerischem und damit eigentlich gutem Auktionswetter waren elf Stiere, 8 Kühe, 109 Jungkühe, 8 Kalbinnen, ein Jungrind sowie 8 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Die Nachfrage nach Stieren für den Natursprung war im Gegensatz zur Vorauktion von sehr verhaltenem Käuferinteresse geprägt. Von den 11 aufgetriebenen Bullen wurden acht in Wertklasse 2 und drei Stiere in Wertklasse 3 eingereiht, wobei Fundamentkriterien und nicht ausreichende Pedigreeanforderungen hier ausschlaggebend waren. Bei mäßigem Besuch wurden von den aufgetriebenen Stieren nur 5 für durchschnittlich 1354 Euro verkauft.

Den Tageshöchstpreis von 1500 Euro erlöste ein Seasidlebloom-Sohn, der mit ordentlichen genomischen Werten und guter körperlicher Entwicklung überzeugen konnte. Er stammt aus einer Anibal-Tochter mit fast 11000 kg Höchstleistung und starker Exterieurbewertung aus der Zucht von Robert Hindelang Betzigau und wurde von Hans Gross aus Lauben vorgestellt.

Ebenfalls auf verhaltene Nachfrage trafen trotz bester Abstammungen die weiblichen Zuchtkälber. Von den acht aufgetriebenen wurden 7 für durchschnittlich 203 Euro verkauft. Teuerstes Kalb war die Kombination Aral aus einer Hegall-Tochter, die 300 Euro kostete und von der Holderied GbR aus Wolfertschwenden gezüchtet wurde. Ein Grund dürfte die mangelnde Bereitschaft der Aufzuchtbetriebe aufgrund der derzeitigen Transporthemmnisse beim Kälber- und Zuchtviehexport sein und lies so manchen Kaufinteressenten zu Hause bleiben. Hier bedarf es dringend überregionaler und praxisorientierter Lösungen um die mehr als angespannte Situation bei den Betrieben und Vermarktern zu lösen.

Erfreulicher gestaltete sich dagegen der Jungkuhmarkt. Mit 109 Jungkühen war das Angebot im Gegensatz zum Vormarkt weniger umfangreich, aber von ordentlicher Qualität, sodass diese attraktive Auswahlmöglichkeit zahlreiche Kaufinteressenten anlockte und die Erfüllung vieler Kaufaufträge ermöglichte.

21 Kühe wechselten nach Norddeutschland, weitere 18 Jungkühe traten die Reise über den Brenner an. Ins württembergische Gebiet wurden 11 Tiere vermarktet. Auch ein Käufer aus Luxemburg erstand drei Tiere, darunter die teuerste Kuh des Tages mit 2160 Euro. Hierbei handelt es sich um Harley-Tochter, die 28,3 kg Tagesgemelk und bestes Exterieur aufweisen konnte. Die melkrobotergewohnte Jungkuh stammte aus der Zucht von Paul Schneider Opfenbach. Der durchschnittliche Erlös pendelte sich bei 1557 Euro ein. Die Käufer bezahlen qualitätsorientiert, so erreichen leistungs- und exterieurstarke Tiere regelmäßig die 2000er Grenze.

Marktbericht vom 11.09.2019 in Buchloe

Septemberauktion in der Buchloer Schwabenhalle mit zu wenig Angebot an leistungsstarken Jungkühen

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 11. September 2019 standen 6 Stiere, 20 Jungkühe und 14 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei ordentlichem Besuch wurde in allen Gattungen flott gesteigert und die erzielten Preise waren meist zufriedenstellend. Bis auf einen Bullen und zwei Kälber wurde der Markt komplett geräumt.

Die aufgetriebenen Zuchtkälber waren von mittlerer Qualität. Aufgrund der derzeit fehlenden Kalbinnenexporte und der aktuellen Misere bei den Nutzkälbermärkten waren die Verkaufserlöse entsprechend gering. Die Preisspanne bewegte sich von 100,-- € bis 340,-- €. Zwei Kälber wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Das Höchstgebot erzielte ein Salomon x Payssli-Kalb vom Betrieb Frank Carl und Brigitte, Beckstetten.

Von den 6 aufgetriebenen Bullen wurden fünf in Wkl. II und einer in Wkl. III gekört. Die Wkl. II-Stiere wurden alle zu zufriedenstellenden Preisen verkauft. Lediglich der Wkl. III-Bullen bekam kein passendes Gebot. Körsieger wurde ein Hochdorf x Huray-Sohn mit sehr hohen genomischen Zuchtwerten vom Betrieb Dempf Otto und Alexander, Immelstetten. Den Tageshöchstpreis erzielte ein Bender x Eaton-Sohn mit überragenden genomischen Exterieur-Zuchtwerten vom Betrieb Ostenried, Leinau.

Für die Nachfrage zu knapp war das Angebot bei den Jungkühen. Vor allem fehlten leistungsstarke Tiere im gehobenen Segment. Ein Drittel der Jungkühe musste wegen knapper Milchmenge oder Melkbarkeit in Wkl. II min. eingestuft werden. Dies wirkte sich auf den erzielten Gesamtdurchschnittspreis natürlich entsprechend negativ aus. Der Ø-Preis der regulären Wkl. II-Jungkühe lag bei guten 1643,-- €. Das Höchstgebot erzielte eine gut entwickelte, korrekte Bio-Jungkuh mit 32,5 kg Tagesgemelk vom Betrieb Schindele Richard, Unterthingau. Vier Jungkühe wurden von einem Aufkäufer aus Südtirol ersteigert.

Marktbericht vom 05.09.2019 in Kempten

1. Septemberauktion in der Allgäuhalle mit steigendem Angebot und zufriedenstellenden Preisen

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 05.09.2019 stand mit 16 Stieren, 7 Kühen, 134 Jungkühen und 27 Zuchtkälbern in allen Gattungen ein deutlich höheres Angebot als bei den Vormärkten zum Verkauf. Bei gutem Besuch wurde sehr rege gesteigert und die Verkaufserlöse waren meist zufriedenstellend.

Die Gebote bei den Zuchtkälbern kamen sehr qualitätsbezogen. Die Preisspanne bewegte sich von 120,-- € bis 580,-- €. 7 Kälber bekamen kein Gebot oder wurden zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. Den Tageshöchsterlös erzielte ein sehr wüchsiges, korrektes Piero x Voice-Kalb vom Zuchtbetrieb Gögler Richard, Wagenbühl.

Auch bei den Deckbullen war vor allem Qualität gefragt. So konnten nur 9 der 16 gekörten Stiere verkauft werden. Für die verkauften Bullen waren die Preise gut bis zufriedenstellend. Körsieger wurde ein sehr gut entwickelter Vassli x Preset-Sohn. Er bestach vor allem durch enorm hohe Inhaltstoffe bei der Mutterleistung. Gezüchtet vom Betrieb Brader Werner und Christine, Dickenreishausen und im Betrieb Groß Hans, Lauben bestens aufgezogen, erzielte er auch verdientermaßen den Tageshöchstpreis.

Das deutlich höhere Angebot an Kühen und Jungkühen konnte weder in der Leistung noch im Exterieur das Niveau der Vormärkte erreichen. Trotzdem wurde der Markt bis auf 8 Tiere zu weitgehend zufriedenstellenden Preisen geräumt. Vor allem 2 Aufkäufer aus Italien und Kaufaufträge aus Norddeutschland und Niederbayern belebten das Marktgeschehen. Eine vom Betrieb Schöllhorn Gebhard, Haslach, gezüchtete und von Hierl Florian, Bühl aufgezogene Zeladin x Prejula-Tochter erreichte mit 2.140,-- € den höchsten Zuschlag. Neben ihrem perfekten Exterieur bestach diese Jungkuh mit 32 kg Tagesgemelk bei sehr guter Melkbarkeit. Sie verbleibt im Zuchtgebiet.

Marktbericht vom 14.08.2019 in Buchloe

Augustauktion in der Schwabenhalle – Hohe Verkaufsquote bei meist zufriedenstellenden Preisen

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Buchloer Schwabenhalle standen 2 Stiere, 34 Jungkühe und 5 Zuchtkälber zum Verkauf. Der Besuch war für die Jahreszeit gut. Vor allem bei den Jungkühen wurde rege gesteigert. Die erzielten Preise waren meist zufriedenstellend.

Die 5 aufgetriebenen Zuchtkälber wurden alle flott zu aktuell passenden Preisen versteigert. Die Preisspanne bewegte sich von 140,-- € bis 260,-- €.

Von den zwei gekörten Bullen konnte nur ein gut entwickelter, genetisch hornloser Vinland x Salomon-Sohn vom Zuchtbetrieb Dempf, Immelstetten zu einem guten Preis verkauft werden. Der zweite Stier ohne genomische Zuchtwerte und etwas schwächeren Inhaltsstoffen in der Mutterleistung bekam kein adäquates Gebot.

Die Jungkühe waren in der Qualität überwiegend gut und erreichten ein Ø-Tagesgemelk von 28 kg. Für die mittlere Qualität der Tiere waren die erzielten Preise in Ordnung. Für das eine oder andere Tier im gehobenen Segment hätte man sich teilweise bessere Preise gewünscht. Auch leistungsschwächere Jungkühe und Tiere mit Mängeln mussten günstig abgegeben werden. Trotzdem wurde der Markt bis auf eine Jungkuh komplett geräumt. Die erstrangierte Vanpari x Vincent-Tochter vom Biobetrieb Schindele, Unterthingau erzielte mit 1.900,-- € verdientermaßen den Tageshöchstpreis. Erfreulicherweise waren nur noch wenige Tiere aufgrund ihres aktuellen Blauzungenstatus nicht in alle Gebiete verkäuflich.

Marktbericht vom 08.08.2019 in Kempten

Leistungsstarke Jungkühe gut nachgefragt

Immer noch lasten die Restriktionen aufgrund der Blauzungenfälle in Baden-Württemberg Anfang des Jahres schwer auf dem Handel mit Zucht- und Nutzvieh. Da vermarktungsaktive Betriebe aber schnell reagiert und soweit Impfstoff verfügbar war, ihre Tiere geimpft haben, werden inzwischen die meisten Tiere mit gültigem Impfstatus angeboten und können frei aus der Restriktionszone heraus verkauft werden. Bei der August-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 8.8. in der Allgäuhalle in Kempten waren dies wieder über 70 Prozent der Jungkühe. Bei gutem Besuch waren 10 Stiere, 2 Kühe, 104 Jungkühe, 1 Kalbin und 19 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Bei den Zuchtstieren waren von den 10 aufgetriebenen Kandidaten 9 zum Verkauf nach der Körung zugelassen. An der Spitze rangierte ein Cadura-Sohn aus einer gut bewerteten Juhus-Tochter mit 5 Kälbern und knapp 9000 kg Milch bei über 4,5 Prozent Fett und über 4,0 Prozent Eiweiß von Hubert Epp, Bad Grönenbach-Herbisried. Mit einem genomischen GZW von 113 punktete er insbesondere mit starker Inhaltstoffvererbung und sehr guten Exterieurzuchtwerten. Mehrere Bieter hatten großes Interesse und so ging er schließlich zum Tageshöchstpreis von 2200 Euro in einen Ostallgäuer Zuchtbetrieb. Im Schnitt wurden die Deckstiere mit 1534 Euro wieder um 58 Euro teurer gehandelt, als beim letzten Mal.

Mit 113 Jungkühen hatten die zahlreich anwesenden Auktionsbesucher für eine Sommerauktion eine gute Auswahl an leistungsstarken Jungkühen, die bei 29 kg Durchschnittsleistung bekanntermaßen auch höchste Inhaltsstoffgehalte mitbringen. Das Kaufinteresse war insbesondere auch aus der Region wieder deutlich größer als zuletzt, so dass der Schnittpreis mit 1617 Euro für braune Jungkühe um 119 Euro anzog. Da die Wertklasse 1 diesmal unbesetzt blieb, ging der Tageshöchstpreis mit 2100 Euro an eine in Wertklasse 2 vorrangierte Harley-Tochter mit knapp 33 kg Tagesleistung von Leonhard Bufler, Petersthal. Sie blieb, wie die meisten Jungkühe, im Zuchtgebiet. Im Kaufauftrag wurden zudem wieder 19 Tiere nach Südtirol und Nordrhein-Westfalen verkauft.

Die 19 aufgetriebenen weiblichen Zuchtkälber entsprachen dem vergleichsweise niedrigen Angebotsumfang der vergangenen Märkte. Bei qualitätsorientiertem Bietverhalten der Kaufinteressenten erlösten diese mit 286 Euro nochmals leicht über dem Schnittpreis der Vorauktion. In der Spitze wurden mehrfach bis 420 Euro bezahlt.

Marktbericht vom 18.07.2019 in Kempten

Milchprinzessin zu Besuch

Bei wiederum hochsommerlichem Wetter veranstaltete die Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 18.7. in der Allgäuhalle in Kempten ihre Juli-Auktion. Der Besucherandrang war abgesehen von zwei Berufsschulklassen überschaubar, so dass das Marktgeschehen im wesentlich von Kaufaufträgen getragen war. Als frisch vor gut 2 Monaten ins Amt gewählte bayerische Milchprinzessin stattete Miriam Weiß aus Betzigau der AHG–Auktion als wichtigen Umschlagplatz für Zuchtvieh und Milchkühe im süddeutschen Raum Ihren Besuch ab. Aufgetrieben waren 6 Stiere, 2 Kühe, 96 Jungkühe und 17 weibliche Zuchtkälber.

Mit nur 6 aufgetriebenen Jungstieren hielt sich das Angebot in dieser Kategorie in Grenzen und konnte auch vollständig abgesetzt werden. Spitzenstier und auch teuerster Kandidat des Tages war ein eleganter Cadence-Sohn aus einer Huray-Tocher mit über 12800 kg Durchschnittsleistung im 6,9 jährigen Schnitt bei 3,84 % Eiweiß und 3,90 % Fett aus der Zucht von Donat Hindelang, Rettenberg-Greggenhofen, der von Max Klemp, Bad-Grönenbach vorgestellt wurde. Mit genomischem GZW von 120, fehlerfreien funktionalen Merkmalen sowie einem Euterzuchtwert von 112 ging er für 1700 Euro ins Unterallgäu. Im Schnitt wurden die Deckstiere mit 1485 Euro wieder um 165 Euro über dem Vormarktniveau gehandelt, wobei kein Kandidat unter 1350 Euro blieb.

Bei den Jungkühen konnten die Kaufinteressenten aus einem für eine Sommerauktion breiten Angebot von 96 Tieren auswählen. 80 Prozent davon hatten bereits einen BTV8-Impfstatus und konnten damit frei in alle Richtungen verkauft werden. Dies wurde auch reichlich genutzt. So gingen 21 Jungkühe nach Niedersachsen und Nordrhein-Westphalen sowie 12 Tiere nach Südtirol. Trotz hohem Leistungsniveau von 28,5 kg Tagesgemelk konnte der Schnittpreis der Vorauktion um 67 Euro nicht gehalten werden und schloss am Ende bei 1498 Euro. Zu sehen ist hierbei aber auch, dass die Exterieurqualitäten nicht ganz das Vormarktniveau erreichten. Die einzige 1er Jungkuh, eine Viper-Tochter mit knapp 33 kg Leistung von der Angerer GbR in Wertach, erhielt zum Auftakt das höchste Tagesgebot von 2000 Euro und ging nach Südtirol. Dasselbe Gebot wurde auch für eine Falk-Tochter mit über 36 kg von Daniel Weber, Görisried abgegeben, die ebenfalls über den Brenner wechselte.

Begrenzt war mit 17 Tieren erneut das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern. Mit 281 Euro im Schnitt wurden diese wieder um 39 Euro teurer gehandelt, wie vor drei Wochen. Für die besseren Zuchtkälber wurde mehrfach bis 400 Euro geboten.

Marktbericht vom 03.07.2019 in Buchloe

Leicht positiver Trend bei den Auftriebszahlen der Juli-Auktion in der Buchloer Schwabenhalle

Bei der Juli-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft war der Auftrieb mit 6 Stieren, 28 Jungkühen und 5 Zuchtkälbern etwas höher als bei den Vormärkten. Trotz schwachem Besuch wurde das Angebot bei den weiblichen Tieren fast komplett geräumt. Zwei Drittel der Tiere waren aufgrund ihres aktuellen Blauzungenstatus wieder in alle Gebiete verkäuflich.

Alle 5 Zuchtkälber wurden zu ordentlichen Preisen sehr qualitätsbezogen versteigert.

Das Angebot bei den Stieren wurde geprägt von zwei Piero x Blooming-Söhnen mit überragenden genomischen Exterieur-Zuchtwerten. Gezüchtet wurden die Zwillinge von Rietzler Xaver, Willofs und vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim bestens aufgezogen. Der erstrangierte Bulle erzielte mit 2.000,-- € auch verdientermaßen den Tageshöchstpreis. Ansonsten bestand wenig Nachfrage nach Deckbullen. Außer den beiden Ausnahmebullen konnte nur noch ein weiterer Bulle verkauft werden.

Die zum Verkauf stehenden Jungkühe erreichten nicht ganz das Leistungsniveau der Vormärkte, waren aber sonst von sehr ordentlicher Qualität. 4 Jungkühe wurden in WKL. II+ bewertet, die restlichen alle in WKL. II. Die erzielten Preise waren qualitätsbezogen meist in Ordnung. Zwei Jungkühe wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. An der Spitze des Angebotes stand eine Hercules  x Glarus-Tochter vom Zuchtbetrieb Ostenried, Leinau. Neben ihrem Exterieur und ihrer guten Entwicklung konnte sie mit 33,1 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit überzeugen. Sie erzielte mit 2000,-- € auch den Tageshöchstpreis und bleibt im Zuchtgebiet.

 

Marktbericht vom 27.06.2019 in Kempten

Ruhiger Sommermarkt mit günstiger Einkaufsgelegenheit

Bei hochsommerlichen Temperaturen veranstaltete die Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 27. Juni in der Allgäuhalle in Kempten ihren zweiten Junimarkt in der Allgäuhalle in Kempten. Angesichts der Wetterlage hielt sich der Besuch genauso in Grenzen wie das Angebot an Zuchttieren. Belastend für die Marktlage sind zudem die nach wie vor enormen und kaum verständlichen Vermarktungseinschränkungen durch die Sperrgebietsausweisung aufgrund der Blauzungenfälle im westlichen Baden-Württemberg. Beachtlich ist allerdings, dass bereits rund dreiviertel der aufgetriebenen weiblichen Tiere einen gültigen Impfschutz aufwiesen und damit uneingeschränkt gehandelt werden konnten. Andererseits zeigt dies aber auch, dass Tiere ohne Impfstatus kaum noch angeboten werden und stattdessen in den heimischen Ställen bleiben. Das Angebot verdeutlicht dies. Aufgetrieben waren 7 Stiere, 3 Kühe, 65 Jungkühe, 3 Kalbinnen und 11 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Stieren war das Angebot mit 7 Tieren überschaubar und angesichts von 25 Anmeldungen im Katalog doch erstaunlich gering. Nachfrage war nach der insgesamt recht passenden Kollektion vorhanden, wenngleich keine Spitzenpreise geboten wurden. Dennoch erhielt jeder Jungstier in Wkl. 2 ein Gebot, nicht alle wurden aber zum Gebotspreis abgegeben. Am Ende lag der Schnittpreis mit 1320 Euro geringfügig über der Vorauktion und bot für die Kaufinteressenten insgesamt eine günstige Einkaufsgelegenheit. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1500 Euro ein Vermunt-Sohn aus einer gut bewerteten Payssli-Tochter mit mehrjährigem Schnitt von 9800 kg Milch bei 8,0 Prozent Inhaltsstoffen von Florian Bach, Wagneritz, der von Max Klempt, Bad-Grönenbach vorgestellt wurde. Er ging ins angrenzende württembergische Allgäu

Etwas gedämpftes Kaufinteresse war bei den 65 angebotenen Jungkühen in der Allgäuhalle vorhanden, was neben den eingangs erwähnten Gründen sicher auch mit an den hochsommerlichen Temperaturen lag, denn für die Ernte des zweiten Schnitts war das Wetter ideal. So wurden viele der im Ring vorgestellten Tiere auch im Kaufauftrag gehandelt, der für zahlreiche Käufer schon lange eine äußerst zuverlässige und einfache Bezugsquelle für gute Jungkühe in Zuchtqualität ist. Am Ende fehlten zur Vorauktion aber gut 100 Euro, so dass die Käufer angesichts der ansprechenden Qualität der Jungkühe eine günstige Erwerbsmöglichkeit vorfanden. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2100 Euro eine schnittige Harley-Tochter mit sehr gefälligem Euter und 34 kg Tagesgemelk von Hubert Denz, Oberstaufen-Höfen, die im Kaufauftrag ins Ostallgäu ging. Nach Südtirol wurden wieder insgesamt 10 Tiere verkauft.

Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern hielt sich das Angebot mit nur 11 Tieren wie schon vor drei Wochen sehr in Grenzen. Da Spitzenkälber fehlten, konnte das Preisniveau der vorhergehenden Auktion nicht gehalten werden.

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Marktbericht vom 29.05.2019 in Buchloe

Maiauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Buchloer Schwabenhalle

Durch die aktuell verschärften Restrektionen wegen der Blauzungenproblematik und die daraus entstandene allgemeine Verunsicherung bei den Züchtern wurden nur sehr wenig Tiere in allen Gattungen aufgetrieben.

Zum Verkauf standen 2 Bullen, 16 Jungkühe und 5 Kälber. Trotz idealem Auktionswetter war die Halle nur mäßig gefüllt. In allen Gattungen wurde etwas verhalten gesteigert. Trotzdem wurde der Markt bis auf eine Jungkuh zu einigermaßen zufriedenstellen Preisen komplett geräumt.

Die Zuchtkälber waren von durchschnittlicher Qualität und erzielten passende Preise.

Beide in Wertklasse zwei gekörten Stiere, aus der Zucht von Ostenried, Leinau, waren überdurchschnittlich gut entwickelt und hatten gute Pedigrees. Den Höchsterlös erzielte ein Bisto x Anibal-Sohn mit durchwegs guten genomischen Zuchtwerten.

Bei den Jungkühen passte meist die Milchmenge und Melkbarkeit, jedoch im Exterieur oder Euter wies die eine oder andere doch Mängel auf. Die Preise waren der Qualität und der derzeitigen Situation entsprechend in Ordnung. Die erstrangierte Huray x Glarus-Tochter vom Betrieb Ostenried, Leinau erzielte verdientermaßen den Tageshöchstpreis.

 

Marktbericht vom 06.06.2019 in Kempten

Jungkühe gut verkauft

Ideales Auktionswetter herrschte bei der letzten Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 6. Juni in der Allgäuhalle in Kempten: nach der kurzen Hitzeperiode hatten sich die Temperaturen über Nacht wieder merklich abgekühlt. Gedämpft durch die allgemeine Stimmungslage, unter anderem durch die aktuell dramatische Blauzungenproblematik, hielt sich der Auftrieb jedoch vergleichsweise in Grenzen. Dennoch hatten bereits mehr als 60 Prozent der Jungkühe einen Blauzungen-Impfstatus und konnten deshalb auch außerhalb des Restriktionsgebietes verkauft und auch exportiert werden. Zuchtbetriebe, die auf den Jungkuhverkauf angewiesen sind haben vor allem im südlichen AHG-Gebiet sehr schnell auf die Impfnotwendigkeit reagiert – vorausgesetzt, Impfstoff war und für sie verfügbar. Dies war aber bei weitem nicht überall der Fall, denn diese Tiere fehlen nun zum Teil auf den Märkten. Entsprechend war der Auftrieb mit 8 Stieren, 1 Kuh, 70 Jungkühen und 10 weiblichen Zuchtkälbern begrenzt. 

Nochmals geringer als bei der Vorauktion war das Angebot bei den Zuchtstieren mit acht Kandidaten. Da auch die Qualität streute und entsprechendes Kaufinteresse nicht in ausreichendem Umfang vorhanden war, konnten nur fünf der Jungstiere den Besitzer wechseln. Zudem ging der Schnittpreis nochmals um 72 Euro auf 1312 Euro zurück. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1620 Euro der erstrangierte Hidalgo-Sohn aus der Zucht von Bernhard Vogler, Niedersonthofen-Gopprechts, der von Max Klemp, Bad Grönenbach vorgestellt wurde und mit guter körperlicher Entwicklung beeindruckte. Aus einer Vasir-Tochter mit inzwischen sechs Kälbern und 9400 kg Durchschnittleistung bei 8,1 Prozent Fett und Eiweiß stammend ging der mit genomischem MW 114 und sehr guten Exterieurzuchtwerten getestete Jungstier ins Ostallgäu.

Das für den Marktort Kempten vergleichsweise überschaubare Angebot bei den Jungkühen überzeugte einerseits mit einem sehr hohen Leistungsniveau von 29 kg Tagesgemelk, bewegte sich hingegen bei den körperlichen Qualitäten nur im Durchschnitt. Wie schon erwähnt hatte aber ein hoher Anteil der Verkaufstiere bereits einen gültigen Impfstatus gegen den Blauzungen-Virusstamm BTV8, was auch wieder italienische Käufer anzog. Dies sorgte für entsprechende Nachfrage und letztendlich einen deutlichen Preisschub von 142 Euro zur Vorauktion. Das höchste Auktionsgebot wurde mit 2200 Euro gleich zweimal abgegeben, einmal für die Tochter eines Point-Sohnes von Thomas Lang, Betzigau mit 33 kg Tagesleistung und zum anderen für eine Puck-Tochter mit 31 kg von Martin Köberle, Burgberg-Oberortwang. Beide Jungkühe gingen über den Brenner, wie auch für 2160 Euro die an erster Stelle in Wkl. 1 rangierte Vox-Tochter von Peter Kirchmann, Stiefenhofen-Holzleute mit 30 kg Tagesgemelk. Insgesamt wurden 25 Jungkühe nach Südtirol bzw. Oberitalien verkauft.

Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern war das Angebot mit nur 10 Tieren erneut überschaubar. Das Preisniveau kletterte hingegen gegenüber der Vorauktion mit im Schnitt 290 Euro nochmals um 30 Euro nach oben, wobei die Preisspreizung kleiner war als sonst üblich.

Marktbericht vom 16.05.2019 in Kempten

Blauzunge dämpft Marktstimmung

Die Mai-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 16.5. war geprägt von den Ereignissen rund um die Blauzungenkrankheit. Zum einen war dies der letzte Zuchtviehmarkt, bei dem nicht geimpfte Tiere noch mit einem negativen PCR-Ergebnis auch nach außerhalb des Restriktionsgebietes in Deutschland verkauft werden konnten. Zum anderen fand parallel in der Schwabenhalle in Buchloe ein außerordentlicher Nutzkälbermarkt statt, um unter denselben, auslaufenden Bedingungen noch möglichst viele Kälber absetzen zu können. Aufgetrieben waren in Kempten insgesamt 12 Stiere, 2 Kühe, 98 Jungkühe und 13 weibliche Zuchtkälber.

12 aufgetriebene Stiere sind für eine Mai-Auktion in Kempten im Vergleich zu den Vorjahren ein knappes Angebot. Andererseits konnte beim vorhergehenden Markttermin ein umfangreicheres Angebot nicht abgesetzt werden. Grundsätzlich ist neben dem anwesenden Kaufinteresse hier natürlich immer auch die Zuchtqualität kaufentscheidend. Beide Faktoren passten diesmal wieder besser zusammen, was sich zum einen in der hohen Verkaufsquote von über 90 Prozent ausdrückte (ein Stier kam nicht zum Verkauf) und zum anderen im etwas höheren Schnittpreis von 1384 Euro. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1800 Euro ein Blooming-Sohn mit gGZW 120 aus einer Feuerstein-Tochter mit über 11000 kg Erstlaktation, der von Erich Kaudinus, Kempten-Wegflecken aufgezogen und vorgestellt wurde. Er ging nach Nordrhein-Westfalen.

Bei den Jungkühen hatten Kaufinteressenten reichlich Auswahl unter 98 Tieren mit im Schnitt 28,6 kg Tagesleistung. Gleich zum Auftakt setzte die in Wertklasse 1 auf Platz 1 rangierte Huvi-Tochter aus einer Hussli mit 9 Kälbern und über 11500 kg Durchschnittleistung bei über 7,5 Prozent Fett- und Eiweiß die Messlatte hoch und ging für 2500 Euro aus dem Ring. Die von Reinhold Lochbihler, Durach-Oberhof gezüchtete und von Markus Gerle, Untrasried aufgezogene Jungkuh wurde mit einer Tagesleistung von 33 kg nach Südtirol verkauft. Dies war möglich, da sie bereits einen wirksamen Impfschutz gegen Blauzunge nachweisen konnte und damit keinerlei Handelsrestriktionen unterlag. Insgesamt wurden 18 Jungkühe, die alle schon frühzeitig gegen Blauzunge geimpft wurden, nach Südtirol verkauft. Weitere 16 Jungkühe gingen nach Norddeutschland. Im Schnitt konnte das Preisniveau der Vorauktion um 40 Euro nicht ganz gehalten werden.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern war das Angebot mit nur 13 Tieren überschaubar. Das Preisniveau ging gegenüber der Vorauktion mit im Schnitt 260 Euro um 17 Euro nach oben, wobei der Höchstpreis bei 400 Euro lag.

Marktbericht vom 25.04.2019 in Kempten

Traditionell mit Jungrindern und Kalbinnen

Die zweite Aprilauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten ist zum Weideauftakt traditionell mit einem speziellen Jungrinder- und Kalbinnen-Angebot ergänzt. Am 25. April sorgte dies wieder für ein attraktives Zusatzangebot, das für entsprechende Besucherresonanz sorgte. Das Angebot war diesmal insbesondere bei Kalbinnen etwas umfangreicher als noch im letzten Jahr. Aufgetrieben waren insgesamt 19 Stiere, 92 Jungkühe, 20 Kalbinnen, 64 Jungrinder und 23 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren war der Auftrieb mit 19 Tieren für die Jahreszeit eigentlich angemessen, allerdings hielt sich das Kaufinteresse insbesondere bei Stieren der Wkl. 3 dann in Grenzen. Auch waren die Verkäufer mehrmals mit den Geboten nicht zufrieden. So wurden am Ende nur 9 Jungstiere abgerechnet und auch der Schnittpreis verfehlte mit 1360 Euro das Vormarktniveau um 119 Euro. Den Spitzenpreis des Tages erzielte mit 1840 Euro ein Anibal-Sohn aus einer Payssli-Tochter mit 4 Kälbern und über 10000 kg Durchschnittleistung aus der Zucht von Herbert Kiechle, Durach-Laufen, der von Max Klemp, Bad-Grönenbach vorgestellt wurde. Er ging mit genomischen GZW 116 ins Unterallgäu.

Die 92 aufgetriebenen Jungkühe waren mit knapp 29 kg Tagesleistung erneut sehr leistungsstark und auch gut nachgefragt. Bei etwas knapperem Angebot als zuletzt hatten die Kaufinteressenten dennoch reichlich Auswahl und quittierten dies mit guter Nachfrage, die sich mit 1569 Euro Schnittpreis nur knapp um 19 Euro unter der Vorauktion einordnete. Das höchste Tagesgebot wurde gleich zum Auftakt für die einzige 1er Jungkuh, eine Anibal-Tochter aus einer Prohuvo mit über 10000 kg mehrjähriger Leistung bei herausragenden 9,1 Prozent Fett und Eiweiß aus dem Zuchtbetrieb Kleinheinz in Rettenberg abgegeben. Die vom Betrieb Wenz in Bolsterlang vorgestellte Jungkuh ging für 2340 Euro ins württembergische Allgäu. Anhaltend hoch war auch wieder die Nachfrage aus norddeutschen Regionen. Dorthin wurden 23 Jungkühe verladen.

Interessant war für zahlreiche Käufer diesmal wieder das Angebot der insgesamt 84 Jungrinder und Kalbinnen. Auch haben einige Zuchtbetriebe vor allem die Vermarktungssparte der Jungrinder als interessante, wenig aufwändige Verkaufsmöglichkeit entdeckt und nutzen dieses Auktionsangebot inzwischen regelmäßig. Zukünftig könnte diese Angebotsvariante als Ergänzung oder Alternative zu den Zuchtkälbern durchaus noch interessanter werden. Zum Vorjahr hat sich dieses Mal das Marktumfeld allerdings doch deutlich geändert, so dass die sehr guten Preise vor allem im letzten Frühjahr, aber auch teilweise noch im Herbst nicht mehr ganz erreicht wurden. Dennoch konnten unter Berücksichtigung von Alter und Qualität mit 638 Euro bzw. 898 Euro beim Braunvieh angemessene Preise erzielt werden. So ging das Spitzengebot für ein erst 3-monatiges Blooming-Jungrind aus einer langlebigen und leistungsstarken Vasir-Mutter mit GZW 120 vom Betrieb Hefele, Oberostendorf-Gutenberg bis auf 2000 Euro.

Etwas nachgelassen im Preis haben diesmal auch wieder die weiblichen Zuchtkälber, von denen 23 Tiere angeboten wurden. Diese erlösten im Schnitt 243 Euro, wobei aber auch fast alle Kälber verkauft wurden und knapperer Kälber hier den Schnitt drückten. Den Höchstpreis erzielte andererseits mit 520 Euro eine Vidal Pp-Tochter aus einer langlebigen Eukos-Mutter mit 10100 kg Durchschnittleistung bei 8,8 Prozent Fett- und Eiweiß von Christian Albrecht, Altusried-Bergs.

Marktbericht vom 17.04.2019 in Buchloe

Aprilmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle mit hervorragenden Preisen für die Jungkühe

Beim Zuchtviehmarkt am 17. April 2019 standen leider nur ein Zuchtkalb, 17 Jungkühe und 6 Bullen zum Verkauf. Während für Stiere kaum Bedarf bestand, konnte die Nachfrage bei den weiblichen Tieren in keinster Weise gedeckt werden.

Das einzige weibliche Zuchtkalb wurde unmittelbar vor den Deckbullen zu einem der Qualität entsprechendem Preis versteigert.

Die sechs gekörten Bullen waren zwar alle gut entwickelt, hatten jedoch meist diverse Mängel in den Pedigrees. So wurde nur ein Stier zum gebotenen Preis verkauft.

Viel zu knapp war das Angebot bei den Jungkühen. Dies führte zu einem sehr flotten Marktverlauf und entsprechend hohen Preisen. Mit einem Durchschnittspreis von 1751,-- € wurde eine Spitzenwert erreicht. Den Tageshöchstpreis erzielte eine formstarke Emerog x Glenn-Tochter vom Zuchtbetrieb Ostenried, Leinau.

Marktbericht vom 04.04.2019 in Kempten

Jungkühe gut gefragt

„Business as usual“ – so könnte die Überschrift der letzten Zuchtviehauktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 4. April in der Allgäuhalle in Kempten ebenfalls lauten. Bei normalem Besuch entwickelte sich trotz der erschwerten Bedingungen der Blauzungen-Restriktionszone (alle Tiere waren negativ untersucht) ein unspektakulärer Markt mit ordentlichem Preisniveau. Wie schon bei den Versteigerungen zuvor, war ein Verkauf ins benachbarte Ausland deshalb nicht möglich. Aufgetrieben waren 25 Stiere, 6 Kühe, 114 Jungkühe und 26 weibliche Zuchtkälber.

Groß war mit 25 Tieren der Auftrieb diesmal bei den Zuchtstieren. Die Züchter und Aufzüchter haben sich auf die saisonal zum Frühjahr deutlich anziehende Nachfrage in den letzten Jahren gut angepasst. Dieser Mengenanstieg läuft aber nicht automatisch parallel mit der Qualität der Jungstiere. So war diesmal nicht jeder Verkäufer mit dem Gebot in den hinteren Rangierungen zufrieden oder ein Käuferinteresse blieb sogar ganz aus. Am Ende wurden deshalb nicht alle Stiere verkauft und auch der Schnittpreis lag zum Schluss mit 1479 Euro um 94 Euro unter dem des guten Vormarktes. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1960 Euro ein gut entwickelter Seasidebloom-Sohn aus einer leistungsstarken Huray-Tochter mit 6 Kälbern und 11800 kg bei 4,6 % Fett und 3,9 % Eiweiß von Daniel Weber, Görisried. Der genomisch mit 116 GZW und ansprechenden Exterieur-Zuchtwerten getestete Kandidat aus der Kuh-Familie des Memminger Vererbers Hobbit blieb im Ostallgäuer Zuchtgebiet.

Bei den Jungkühen fehlte diesmal die absolute Spitze, weshalb die Wertklasse 1 unbesetzt blieb. Dennoch zeigten die 114 Tiere eine hohe Leistungsveranlagung, was im Tagesschnitt von knapp 29 kg zum Ausdruck kam. Die Kaufinteressenten honorierten dies mit einer guten Nachfrage, die gegenüber der Vorauktion wieder deutlich anzog. So kletterte auch das Preisniveau wieder um 119 Euro auf im Schnitt 1588 Euro für braune Jungkühe. Groß war auch wieder die Nachfrage aus verschiedenen Regionen Norddeutschlands, insbesondere Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wohin am Tagesende 32 Tiere - und damit deutlich mehr als jede vierte Jungkuh - verladen wurden. Die bestbezahlte Jungkuh, eine Puck-Tochter mit 31,4 kg Tagesgemelk und Bio-Status von Josef Gabler, Oy-Mittelberg-Unterschwarzenberg ging hingegen für 2200 Euro in den Landkreis Günzburg.

Aus einer Bestandsauflösung kamen 5 Kühe mit zum Teil mehreren Kälbern zum Verkauf.

Deutlich mehr Interesse als zuletzt bestand an den 26 angebotenen weiblichen Zuchtkälbern. Zum Auftakt des Versteigerungstages machten diese einen Preissprung um 83 Euro auf im Schnitt ordentliche 294 Euro. Hier reichte die Gebotsspitze bis 440 Euro, die bessere Hälfte wurde für durchschnittlich 384 Euro gehandelt. Alle verkauften Kälber blieben im Zuchtgebiet.

Marktbericht vom 20.03.2019 in Buchloe

Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Buchloer Schwabenhalle - knappes Angebot mit zufriedenstellenden Preisen

Bei der Auktion am 20.03.2019 stand mit 4 Stieren, 24 Jungkühen und 14 Zuchtkälbern, wohl bedingt durch die Blauzungenproblematik, ein sehr kleines Angebot zum Verkauf. In allen Kategorien wurde flott und qualitätsbezogen gesteigert. Die erzielten Preise waren weitgehend zufriedenstellend.

Die aufgetriebenen Zuchtkälber waren fast durchwegs korrekt und gut entwickelt. Gefragt waren vor allem Kälber mit exporttauglichen Pedigrees. Den Tageshöchsterlös erzielte ein sehr rahmiges Bisto x Ettal-Kalb mit gutem Leistungshintergrund vom Zuchtbetrieb Emilius Klement, Rehbichl. Nur zwei Kälber wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben.

Die vier zum Verkauf stehenden Deckbullen waren zwar gut entwickelt, hatten jedoch diverse Schwächen in den Pedigrees. Trotzdem erzielten die drei verkauften Stiere mit Ø 1383,-- € ein gutes Ergebnis. Ein sehr schwerer Bulle wurde zum gebotenen Preis nicht abgegeben.

Das sehr kleine Angebot an Jungkühen wurde flott zu ordentlichen Preisen versteigert. Nur ein Tier mit erhöhtem Zellgehalt fand kein passendes Gebot. Mit Ø 28,2 kg Tagesgemelk wurde ein ordentlicher Wert erreicht. Auch exterieurmäßig konnten die Jungkühe durchwegs gefallen. Die erstgereihte Jeremias x Ettal-Tochter vom Zuchtbetrieb Moser Stefan, Mindelau erzielte verdientermaßen den Tageshöchstpreis. Alle Tiere verblieben innerhalb Bayerns. Leider konnten wegen des knappen Angebotes nicht alle Käuferwünsche erfüllt werden. Für die nächsten Märkte wäre trotz der Blauzungenrestrektionen ein deutlich höheres Angebot wünschenswert.

Marktbericht vom 21.02.2019 in Kempten

Leistungsstarke Jungkühe gut abgesetzt

Bereits zum zweiten Mal hielt die Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 21. Februar in der Allgäuhalle in Kempten eine Zuchtviehauktion unter den erschwerten Bedingungen der Blauzungen-Restriktionszone ab. Wie schon beim ersten Mal klappten die Einzeltieruntersuchungen im Vorfeld reibungslos. Zwar bestand immer noch keine Möglichkeit des Verkaufs ins Ausland, insbesondere nach Italien, dennoch wurden die angebotenen Zuchttiere gut nachgefragt. Aufgetrieben waren 12 Stiere, 8 Kühe, 135 Jungkühe und 17 weibliche Zuchtkälber.

Bei den 12 vorgestellten Zuchtstieren war diesmal die Qualitätsspitze etwas dünn besetzt, Großteils reihten sich die Kandidaten im Mittelfeld ein. Dennoch zog die Nachfrage aufgrund des nahenden Frühjahrs spürbar an, so dass jeder Jungstier einen Käufer fand. Im Schnitt legten die Zuschlagspreise sogar um 50 Euro auf 1457 Euro zu. Bestbezahlt war der an erster Stelle rangierte Anton-Sohn aus einer Blooming-Tochter mit über 10000 kg Durchschnittsleistung bei 3,61 % Eiweiß von Stefan Finkel, Ofterschwang-Sigishofen, der von Max Klemp, Bad Grönenbach aufgezogen wurde. Mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von 122 und sehr guten Exterieur-Zuchtwerten blieb er für 2060 Euro im Oberallgäuer Zuchtgebiet.

Sehr leistungsstark präsentierten sich die 135 vorgestellten Jungkühe mit einem mittleren Tagesgemelk von knapp 29 kg. Da sowohl die regionale, aber vor allem auch die überregionale Nachfrage sehr gut war, entwickelte sich ein reger Auktionsverlauf, der den Verkäufern am Ende ein Preisplus von 30 Euro zur Vorauktion bescherte. Bis auf zwei Tiere wurden alle Jungkühe verkauft, 36 davon nach Norddeutschland. Hier suchten sich insbesondere zwei Betriebsleiter mit großen Milchviehbetrieben aus Ostfriesland zusammen 16 sehr gute Braunviehtiere aus, für die sie auch entsprechend zu bezahlen bereit waren. Damit dürften braune Rinder auf den schwarz-weiß geprägten Marschweiden zukünftig sicherlich ein Blickfang werden. Die erstrangierte und bestbezahlte Jungkuh, eine Payssli-Tochter mit 33 kg Tagesgemelk von Johann Hailand, Aitrang blieb allerdings für 2320 Euro im Unterallgäuer Zuchtgebiet.

Wieder besser nachgeragt und damit auch besser bezahlt als bei der Vorauktion waren weibliche Zuchtkälber, wobei mit 17 Tieren auch das Angebot kleiner war. Da der Schnittpreis um 34 Euro anzog, wurde die 300 Euro–Marke wieder leicht übertroffen.

Marktbericht vom 13.02.2019 in Buchloe

Februarauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle mit zufriedenstellender Qualität und angepassten Preisen

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 13. Februar 2019 standen 5 Stiere, 2 Mehrkalbskühe, 28 Jungkühe und 19 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei gutem Besuch wurde der Großteil der angebotenen Zuchttiere zu der Qualität entsprechend passenden Preisen flott versteigert.

Die derzeitige Verunsicherung der Aufzüchter durch die Blauzungenproblematik schlug sich bei den Zuchtkälbern bei der Nachfrage und den erzielten Preisen nieder. Trotzdem wurden nur 4 Kälber zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Die Preisspanne bewegte sich von 120,-- € bis 420,-- €. Den Höchsterlös erzielte ein korrektes, gut entwickeltes Volterra x Harley-Kalb mit sehr guten Leistungsdaten vom Zuchtbetrieb Diebolder Max, Kilbrackhof.

Gute Nachfrage bestand nach Deckstieren. Alle 5 angebotenen Bullen konnten zu ordentlichen Preisen abgesetzt werden. Körsieger wurde ein von Brugger Markus, Ungerhausen, gezüchteter Castle x Payboy-Sohn. Dieser Stier wurde vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim bestens aufgezogen und zum Verkauf angeboten. Seine genomischen Zuchtwerte liegen durchwegs auf Prüfbullenniveau. Auch durch sein Exterieur und seine gute Entwicklung konnte der Bulle überzeugen. Vom Zuchtverband ersteigert, wird er als Deckbulle im Sommer auf einem Weidehof zum Einsatz kommen.

Trotz fehlender ausländischer Kunden wurde das Angebot bei den Jungkühen flott zu ordentlichen Preisen fast komplett abgesetzt. Alle Jungkühe wurden in Wertklasse 2 bewertet. Der Ø-Preis für die Tiere ohne Beanstandungen lag bei 1600,-- €. Erstrangiert wurde eine sehr rahmige, korrekte King x Showdown-Tochter vom Zuchtbetrieb Ostenried, Leinau. Den Tageshöchstpreis erzielte eine robotergewöhnte Harley x Juleng-Tochter mit 32,5 kg Tagesgemelk vom Zuchtbetrieb Hailand Johann, Aitrang. Kein passendes Angebot bekamen leider die beiden Mehrkalbskühe.

Marktbericht vom 31.01.2019 in Kempten

Flotter Markt trotz Blauzunge

Eine Herausforderung war die letzte Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 31. Januar in der Allgäuhalle in Kempten - war doch rund eine Woche zuvor das westliche AHG-Gebiet unerwartet in die 150 km umfassende Blauzungen-Restriktionszone gefallen. Damit war der Handel nach außerhalb der Restriktionszone durch zusätzliche Auflagen extrem erschwert und ins Ausland gänzlich unmöglich. Mit hohem logistischem Aufwand gelang es den AHG Verantwortlichen aber innerhalb kürzester Zeit die Beschickerbetriebe zu informieren und eine Untersuchungslogistik auf Virusfreiheit der Verkaufstiere auf die Beine zu stellen. So verlief die Auktion am Ende für Marktbeteiligte und -beobachter auffallend normal bei sogar deutlich höherem Zuchtviehangebot. Aufgetrieben waren 15 Stiere, 3 Kühe, 173 Jungkühe, 9 Kalbinnen und 27 weibliche Zuchtkälber.

Bei den 15 aufgetriebenen Stieren fand sich diesmal eine breite Qualitätspalette in puncto Exterieur und Zuchtwerten, wobei aber alle Stiere genomisch untersucht waren. So waren die Wertklassen 2 und 3 auch zu etwa gleichen Teilen besetzt. Erstrangiert lief ein wüchsiger und korrekter Vassli-Sohn aus einer Pablo-Tochter von der Walcher GbR in Memmingen-Steinheim, der mit gGZW 120 und +1020 kg Milch auffiel. Er ging auch zum Höchstpreis von 1840 Euro aus dem Ring und wurde nach Baden-Württemberg verkauft. Im Schnitt kosten die verkauften Jungstiere 1407 Euro und damit auch qualitätsbedingt gut 100 Euro weniger als zuletzt.

Blauzunge und großes Jungkuhangebot – das kann nicht gut gehen, dachte sich mancher Marktbeobachter wohl im Vorfeld der Auktion, denn immerhin fehlten die sonst treuen italienischen Kunden, da ein Verbringen nach außerhalb des Bundesgebietes aus der Restriktionszone heraus nicht mehr möglich war. Dass es dann anders kam, überraschte doch viele. Von Anfang an waren die leistungs- und exterieurmäßig ansprechenden Jungkühe gut nachgefragt, was nicht zuletzt an den zahlreichen, gezielt eingeholten Kaufaufträgen lag. So war es auch leichter die Lieferwünsche aus dem Norden mit zum Teil größeren Partien zu erfüllen. Nach der Auktion wurden denn auch knapp 40 Tiere Richtung Norden verladen, weitere nennenswerte Stückzahlen gingen in fernere Regionen Bayerns oder nach Baden Württemberg. Aber auch die regionale Nachfrage konnte gut bedient werden. Am Ende waren die braunen Jungkühe dann trotz doppelt so großem Angebot mit 1594 Euro sogar 57 Euro teurer als zuletzt. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2620 Euro eine Blooming-Tochter mit 34 kg Tagesgemelk von Florian Reichenbach, Ruderatshofen-Immenhofen, die im Zuchtgebiet blieb.

Verhaltene Nachfrage herrschte zum Auktionsauftakt hingegen noch bei den 27 weiblichen Zuchtkälbern. Nachdem drei Wochen zuvor das extrem begrenzte Angebot noch sehr hochpreisig gehandelt wurde, ging der Schnittpreis diesmal wieder deutlich zurück. Dennoch wurden Spitzengebote bis 500 Euro abgegeben und mehrfach die 400 Euro-Marke übertroffen. Einige Kälber gingen ins Traunsteiner Gebiet. Angesichts der schrumpfenden Nachzucht werden diese heute günstigen Kälber in gut zwei Jahren sicher als Jungkühe sehr begehrt sein.

Marktbericht vom 16.01.2019 in Buchloe

Januarauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Passende Qualität aber etwas verhaltene Nachfrage

Beim ersten Zuchtviehmarkt 2019 in der Schwabenhalle standen 11 Zuchtkälber, 4 Stiere und 40 Jungkühe zum Verkauf. Trotz günstiger Witterung und gutem Besuch war die Nachfrage vor allem bei den Jungkühen etwas verhalten.

Die Zuchtkälber waren von guter Qualität und wurden sehr qualitätsbezogen verkauft. Die Preisspanne bewegte sind von 100,-- € bis 500,-- €. Den Höchsterlös erzielte ein Aviator x Pathos-Kalb vom Zuchtbetrieb Immerz Bernhard, Warmisried.

Von den 4 gekörten Bullen konnten nur die ersten beiden zu guten Preisen versteigert werden. Zwei schon etwas ältere Stiere mit entsprechend hohen Gewichten erzielten leider keine ausreichenden Gebote und wurden dem zufolge nicht abgegeben. Körsieger wurde ein Amor x Vinner-Sohn aus einer leistungsstarken, langlebigen Mutterlinie. Neben seiner guten Entwicklung überzeugte er durch sehr ausgewogene genomische Zuchtwerte. Dieser Bulle wurde vom Betrieb Riedle Wolfgang, Ottobeuren gezüchtet und vom Stieraufzüchter Ellenrieder Johann, Kirchheim am Markttag bestens präsentiert.

Das diesmal etwas höhere Angebot bei den Jungkühen war von sehr ordentlicher Qualität. Obwohl eine absolute Spitze fehlte, konnten doch 7 Tiere der WKL. II von der Bewertungskommission vorgezogen werden. Nur 5 Jungkühe wurden in WKL. II- gereiht und dies meist aufgrund einer zu knappen Milchleistung. Trotz des passenden Angebotes war das Kaufverhalten eher zögerlich und die erzielten Preise nicht immer zufriedenstellend. 3 Tiere wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. 46 % der verkauften Tiere wurden im Kaufauftrag ersteigert. Alle verkauften Tiere bleiben in Bayern oder Baden-Württemberg. Den Tageshöchstpreis erzielte eine Juleng x Jojo-Tochter vom Zuchtbetrieb Velle Thomas, Schwangau.

Marktbericht vom 10.01.2019 in Kempten

Schneechaos zum Jahresauftakt

Das Jahr begann heftig für die Zuchtviehauktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten mit dem Auftaktmarkt am 10. Januar in der Allgäuhalle. Heftige Schneefälle und schwierige Straßenverhältnisse belasteten das Marktgeschehen und im Vorfeld erkundigte sich mancher Beschicker, ob die Auktion überhaupt stattfindet. So war auch die Ausfallquote in allen Kategorien diesmal besonders hoch. Dennoch wurden 9 Stiere, 1 Kuh, 107 Jungkühe, 3 Kalbinnen und 3 weibliche Zuchtkälber angeliefert.

Wieder gute Qualität, so lautet das Urteil der Körkommission zusammengefasst für die 9 Jungstiere, denn 8 wurden in Wkl. 2 eingereiht. Wie für alle Kategorien war aber witterungsbedingt der Besuch eingeschränkt und die Nachfrage deshalb etwas reduziert. Dennoch wurden 8 Stiere verkauft, der bestbezahlte für 1760 Euro in die Pfalz. Dies war ein Vintage-Sohn aus einer leistungs- und inhaltsstoffstarken Platin-Tochter von Richard Königsberger, Untergermaringen mit genomischem Milchwert 118 und insbesondere auch Euterzuchtwert 117. Aufgezogen und vorgestellt wurde er von Hans Groß, Lauben. Unterm Strich wurden Zuchtstiere aber 106 Euro günstiger als zuletzt gehandelt. 5 Stier gingen Richtung Norden.

Ähnlich war das Bild bei den Jungkühen. Witterungsbedingt fielen eigene Käufer vielfach aus, was aber durch potente Käufer aus Italien und Kaufaufträge aus nördlichen Gefilden großteils ausgeglichen wurde. So gingen von den 100 verkauften Jungkühen knapp zwei Drittel entweder nach Norden oder nach Italien. Aufgrund der schwierigen Schneeverhältnisse in Tirol mussten diese Tiere aber einen größeren Umweg beim Transport nehmen. Spitzenjungkuh des Marktes war mit 2020 Euro eine Nirvana-Tochter aus einer Payoff mit 32 kg Tagesleistung vom Betrieb Herz in Wagneritz. Sie ging nach Italien. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurden Jungkühe Im Schnitt nur 10 Euro niedriger gehandelt als bei der Vorauktion.

Ein Rekordpreisniveau konnte bei den weiblichen Zuchtkälbern am Ende notiert werden. Stolze 473 Euro betrug der Schnitt. Allerdings waren auch nur 3 Kälber im Angebot, diese jedoch von überdurchschnittlicher Qualität. Zuchtkälber werden knapp, und am Markt spiegelt sich das wider.