Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktbericht vom 09.01.2020 in Kempten

Umfangreiches Jungkuhangebot zum Jahresanfang

Schönstes, frühlingshaftes Wetter präsentierte sich den Besuchern und Beschickern der ersten Zuchtviehauktion des neuen Jahres der AHG in der Allgäuhalle in Kempten - ganz anders als vor genau einem Jahr, als heftige Schneefälle und schwierige Straßenverhältnisse das Marktgeschehen stark belasteten. Zahlreiche Besucher nutzen dies, um dem Marktgeschehen beizuwohnen. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 140 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 18 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Jungstieren war das Angebot mit 8 Tieren überschaubar und in der Qualität breit gestreut. Nicht jeder Kandidat fand deshalb einen neuen Besitzer. Erneut zeigte sich, dass viele gut typisierte Stierkälber offensichtlich nicht den Weg in die Aufzucht und dann auf die Auktionen fanden – Nachfrage nach diesen Qualitäten wäre jedenfalls vorhanden. So erlöste der Spitzenstier des Marktes, ein sehr gut entwickelter Vanpari-Sohn aus einer Puck-Tochter, am Ende mit 1720 Euro auch den Spitzenpreis. Mit einem genomischen GZW von 120 und auch sehr ansprechenden Exterieurzuchtwerten ging der von Hans Groß, Lauben vorgestellte und von Stefan Hartmann in Ottobeuren Ollarzried gezüchtete Kandidat ins baden-württembergische Allgäu.

Bei den Jungkühen konnte die Qualität diesmal nicht ganz mit dem herausstechenden Angebot der vorhergehenden Weihnachtsauktion mithalten. Dennoch hatten die Kaufinteressenten eine breite Auswahl unter den 140 leistungsstarken Jungkühen. Dies nutzte auch wieder ein Großaufkäufer aus Italien mit über 30 Tieren. Weitere Partien wurden in Richtung Norden nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verkauft. So auch die Spitzenjungkuh des Tages, eine Harvard-Tochter mit über 33 kg Tagesgemelk von Stefan Finkel, Ofterschwang-Sigishofen, die beim Zuschlag von 2240 Euro aus dem Ring ging. Unterm Strich konnten Braunviehjungkühe mit 1622 Euro das Preisniveau der Vorauktion knapp halten.

Ebenfalls nicht ganz an die Qualität der Vorauktion kamen die 18 aufgetriebenen Zuchtkälber heran. So war klar, dass auch das sehr gute Preisniveau vom letzten Mal nicht zu halten war. Am Ende landeten die braunen Kuhkälber dann bei knapp 270 Euro. In der Spitze wurden für die besseren Kälber bis 400 Euro geboten. Fast alle Kälber wurden verkauft, 5 gingen nach Nordrhein-Westfalen.

Marktbericht vom 11.12.2019 in Buchloe

Dezemberauktion in der Buchloer Schwabenhalle – knappes Angebot mit passenden Preisen.

Bei der Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 11. Dezember 2019 in der Schwabenhalle standen 1 Bulle, 27 Kühe und Jungkühe und 3 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei schwachem Besuch waren sowohl die Auftriebszahlen als auch die Qualität nicht befriedigend. Die erzielten Preise waren für die angebotene Qualität in Ordnung.

Die drei Zuchtkälber waren korrekt und gut entwickelt und wurden alle zu aktuell passenden Preisen verkauft.

Der einzige Bulle war im Exterieur und in seiner Entwicklung gut, hatte jedoch diverse Schwächen im Pedigree und bekam wohl deshalb auch kein ausreichendes Gebot.

Leider konnten die aufgetriebenen Kühe und Jungkühe nur zum Teil den Ansprüchen der Käufer genügen. Es fehlte vor allem an leistungsstarken, funktionellen Jungkühen:

Deshalb war wohl auch der Marktverlauf trotz der derzeit guten Nachfrage eher zögerlich. Zum wiederholten Male konnten so Käuferwünsche im gehobenen Segment nicht erfüllt werden. Die erzielten Preise waren in Anbetracht der Qualität gut. Vier schwächere Tiere wurden zum Zuschlagspreis nicht abgegeben. Die beiden erstrangierten Jungkühe, eine Puck x Visconti-Tochter von Reichenbach Florian, Immenhofen und eine Cadi x Ebay-Tochter von Leutherer Martin, Unterweiler erzielten beide den Tageshöchstpreis. Beide überzeugten mit besten Eutern, einer guten Entwicklung und sehr korrekten Fundamenten.

Marktbericht vom 05.12.2019 in Kempten

Spitzenjungkühe im Angebot

Die erste Dezemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 5.12. war bei sonnig-kaltem Vorwinterwetter sehr gut besucht. Dies passte zum Angebot, denn bei den Jungkühen fanden die Käufer interessante Tiere vor. Aufgetrieben waren 10 Stiere, 3 Kühe, 119 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 9 weibliche Zuchtkälber.

Nur zwei in Wkl. 2 eingestufte Jungstiere von 10 aufgetriebenen Kandidaten deutete schon an, dass die Qualität insgesamt nicht ganz mit dem sonst üblichen Angebot mithalten konnte. Insbesondere was die genomische Zuchtwertqualität anbetrifft, gingen in der Vergangenheit deutlich bessere Zuchttiere nicht in die Aufzucht. Dennoch war die Nachfrage groß und so wurde der Großteil der Stiere verkauft. An der Spitze lief ein überragend entwickelter Seasideray-Sohn aus einer Verdi mit über 9500 Durchschnittsleistung bei 4,42 % Fett und 4,24 % Eiweiß von Franz Haas, Hergatz-Engelitz. Er ging für 2200 Euro ins Zillertal/Tirol. In Anbetracht der Qualität waren die Zuchtstiere mit 1543 Euro (+103 Euro zur Vorauktion) gut bezahlt.

Freude bereitete den Kaufinteressenten und Marktbeobachtern der Anblick der 119 aufgetriebenen Jungkühe. Da auch großes Kaufinteresse in der Allgäuhalle vorhandenen war, passte dies gut zusammen. Am Ende konnten die Kaufwünsche nicht vollständig bedient werden. Die hohe Kaufpotenz der anwesenden Italiener verhinderte, dass manche gute Jungkuh im Gebiet gehalten werden konnte. So erlösten die drei 1er-Jungkühe im Schnitt über 2500 Euro! Das höchste Tagesgebot erhielt dabei eine feine und elegante Aniray-Tochter mit herausragendem Euter und 32 kg Tagesgemelk von Franz Müller, Agathazell, die aus einer Vanpari mit mehrjähriger Durchschnittsleitung von über 11000 kg, 4,44 % Fett und 3,94 % stammt. Sie ging für 2800 Euro nach Südtirol. Insgesamt wurden über 50 Jungkühe zu überdurchschnittlichen Preisen über den Brenner verkauft. Der Schnittpreis lag insgesamt bei sehr guten 1753 Euro für Braunvieh-Jungkühe, ein Plus von 125 Euro zur Vorauktion.

Anders hingegen die Situation bei den weiblichen Zuchtkälbern. Allein der Auftrieb von nur 9 Tieren deutet, wie bei allen Auktionen in den letzten Monaten, schon darauf hin, dass es offensichtlich kaum noch überzählige, verkäufliche Zuchtkälber in den Zuchtbetrieben gibt. In spätestens zwei Jahren wird dieser Mangel dann auch beim Großvieh zutage treten. Da die Qualität auch nicht an die der Vorauktion heranreichte ging der Schnittpreis deutlich auf 266 Euro zurück.

Marktbericht vom 21.11.2019 in Kempten

Gute Nachfrage nach Jungkühen

Die zweite Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 21.11. war bei trübem Herbstwetter nur durchschnittlich besucht. Dies täuschte aber über die in der Halle vorhandene Kaufkraft hinweg. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 98 Jungkühe, 2 Kalbinnen sowie 5 weibliche Zuchtkälber.

Wenig Kaufinteresse bestand diesmal nach Deckstieren. Hier muss aber deutlich auch die Qualität der 8 aufgetriebenen Kandidaten mit ins Auge gefasst werden. Leider sind im letzten Jahr offensichtlich zahlreiche interessante, genomisch getestete Stierkälber nicht in die Aufzucht gegangen. Jedenfalls fehlen diese jetzt auf den Märkten. So konnten diesmal nur 3 Jungstiere an einen neuen Besitzer verkauft werden. Bestbezahlt war mit 2000 Euro ein Vanpari-Sohn aus einer sehr gut bewerteten und inhaltsstoffstarken Payboy-Tochter von Martin Keppeler, Friesenried-Blöcktach, der vom Betrieb Kaudinus, Kempten-Wegflecken aufgezogen und vorgestellt wurde. Mit einem gGZW von 118 und guten Exterieurzuchtwerten blieb er im Oberallgäuer Zuchtgebiet. Im Schnitt erlösten Jungstiere diesmal 1440 Euro und damit wieder über 110 Euro mehr als zuletzt.

Ganz anders die Situation bei den Jungkühen. Hier standen 98 Tiere im Angebot und wurden von Anfang an lebhaft nachgefragt. Am Ende konnten nicht alle Kaufwünsche bedient werden. Das Interesse kam hier vor allem aus auswärtigen Regionen. So blieb nur ein Drittel der Jungkühe im Verbandsgebiet, 40 Tiere wurden hingegen nach Österreich, Tschechien und Italien verkauft. Weitere 9 Jungkühe gingen nach Niedersachsen und auch Käufer aus Baden-Württemberg bedienten sich mit 14 Tieren. Am Ende kosteten Jungkühe mit 1628 Euro wieder 110 Euro mehr als bei der Vorauktion, die qualitätsbedingt preislich etwas nachgab. Den Tageshöchstpreis erzielte eine Hotspot-Tochter mit 5,7-jähriger Mutterleistung von 10900 kg Milch bei beachtlichen 9,3 Prozent Fett und Eiweiß. Sie blieb im Ostallgäuer Zuchtgebiet.

Sehr bescheiden fiel das Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern aus. Nur fünf Tiere wurden angeboten. Allerdings waren diese überwiegend von einer Qualität, wie man sie sich häufiger im Auktionsangebot wünschen würde. So ging der Schnittpreis denn auch sprunghaft auf 350 Euro hoch, in der Spitze wurden 420 Euro notiert. Auch hier blieben Kaufwünsche unerfüllt.

 

Marktbericht vom 13.11.2019 in Buchloe

Hohe Verkaufsquote bei der Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle

 

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 13. November 2019 in der Buchloer Schwabenhalle standen 1 Bulle, 25 Kühe und Jungkühe und 6 Zuchtkälber zum Verkauf. Trotz schwachem Besuch und mittlerer Qualität im Angebot wurde der Markt zu zufriedenstellenden Preisen nahezu komplett geräumt.

Die 6 aufgetriebenen Zuchtkälber wurden rasch zu den aktuell situationsbedingt niedrigen Preisen verkauft. Das Höchstgebot erzielte ein sehr korrektes Vasmor x Emanuel-Kalb mit gutem Leistungshintergrund von der Hefele GbR, Gutenberg.

Von den vier gemeldeten Stieren wurde letztlich nur einer aufgetrieben und stand zum Verkauf. Dieser Hotspot x Vanpari-Sohn aus einer sehr inhaltsstoffstarken Mutterlinie, gezüchtet von Grabher Jürgen, Edelitz und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogen, zeigte sich gut entwickelt mit korrektem Fundament. Mit einem Zuschlag von 1500,-- € erzielte er einen zufriedenstellenden Preis und verbleibt im Zuchtgebiet.

Das Angebot beim weiblichen Großvieh war leider nur von mittlerer Qualität, so daß vor allem Käuferwünsche im gehobenen Segment zum Teil nicht erfüllt werden konnten. Bis auf 2 Jungkühe wurden alle Tiere zum gebotenen Preis abgegeben. Der erzielte Ø-Preis war der Qualität entsprechend in Ordnung. Den Tageshöchstpreis erzielte eine formschöne, mit bestem Euter ausgestattete Vox x Hacker-Tochter vom Zuchtbetrieb Leutherer Martin, Unterweiler.

 

Marktbericht vom 07.11.2019 in Kempten

Verhaltene Nachfrage nach Zuchtvieh – erfolgreiche erste Fresservermarktung

Die erste Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 7.11. lockte bei schönem Herbstwetter trotz umfangreichen Zuchttierangebotes zunächst nur begrenzt Kaufinteressenten und Besucher in die Allgäuhalle. Dies änderte sich dann aber bei der im Anschluss erstmals abgehaltenen Fresserversteigerung. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 3 Kühe, 110 Jungkühe, 6 Kalbinnen sowie 13 weibliche Zuchtkälber. Das Fresserangebot umfasste 9 Ochsen und 29 weibliche Tiere.

Wenig Bedarf bestand diesmal an Deckstieren. Allerdings wurde die Zuchtqualität der Kandidaten auch nicht in jedem Fall einem hohen Käuferanspruch gerecht. So konnten nur drei Jungstiere einem Abnehmer finden - zu einem Schnittpreis von 1327 Euro. Damit wurde der Preisanstieg der letzten Auktion wieder zurück genommen. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 1520 Euro der erstrangierte Amor-Sohn aus einer Juleng von Winfried Hipp, Ruderatshofen-Hiemenhofen, der von Max Klemp, Bad-Grönenbach aufgezogen und vorgestellt wurde. Der formalistisch korrekte Stier ging mit gutem und sehr ausgeglichenem Zuchtwertprofil bei einem genomischen GZW von 123 nach Rheinland-Pfalz.

Bei den 107 angebotenen Jungkühen reichte die Qualität nicht ganz an die der Vorauktionen heran, was bei der Preisfindung ihren Niederschlag fand. So war diesmal auch nur eine Jungkuh in Wkl. 1 eingereiht. Diese Edition-Tochter mit 30 kg Tagesgemelk von Bernhard Vogler, Niedersonthofen-Gopprechts ging für 1980 Euro an einen Züchter im Oberallgäu. Den Tageshöchstpreis von 2240 Euro erzielte allerdings eine Anibal-Tochter mit 38 kg Tagesleistung von Stefan Achberger, Scheidegg-Rickenbach, die mit 28 weiteren Jungkühen nach Italien verkauft wurde. Zum Schnittpreis der Vorauktion fehlten diesmal qualitätsbedingt 40 Euro.

Auf sehr wenig Käuferinteresse trafen die 13 aufgetriebenen Zuchtkälber. Trotz zum Teil interessanter Abstammungen und guter Entwicklung waren die wenigen Käufer nicht bereit, mehr als 220 Euro auszugeben. Der überwiegende Teil der Kälber kostete exakt 200 Euro, so dass der Schnittpreis mit 193 Euro zwar wieder höher als zuletzt notierte, der Qualität diesmal aber trotzdem nicht gerecht wurde.

Erste Fresserversteigerung

Erfolgreich verlief im Anschluss der erstmalig abgehaltene Fressermarkt. Im Angebot standen weibliche Absetzer und Ochsen im Gewichtsbereich von 150 bis 300 kg. Diese Vermarktungsform wurde von der AHG erstmalig getestet, da Nutzkälber im normalen Tränkealter seit dem Frühjahr aufgrund der Blauzungenrestriktionen und der neuen Hemmnisse bei Langstreckentransporten zunehmend schwieriger abzusetzen waren und sind. Das Interesse an diesem neuen Marktsegment war groß und sowohl zahlreiche AHG Mitglieder nutzten diese Gelegenheit zum Verkauf ihrer Stehen gebliebenen Kälber, als auch viele Kaufinteressenten und Marktbeobachter scharten sich um den Versteigerungsring. Etablieren lässt sich diese Vermarktungsform jedoch nur, wenn dauerhaft ein ausreichendes Angebot vorhanden ist und auch der Absatz gesichert ist. Der Auftakt war jedenfalls gelungen und allseits hörte man zufriedene Stimmen. Aufgetrieben waren 29 weibliche Tiere und 9 Ochsen der Rassen Braunvieh x Weiß Blaue Belgier, Braunvieh x Fleckvieh, Fleckvieh und sonstige Rassen. Im Schnitt kosteten weibliche Fresser 528 Euro und die etwas leichteren Ochsen 446 Euro.

 

Marktbericht vom 24.10.2019 in Kempten

Die zweite Oktober-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten wird traditionell nach der Rückkehr des Alp- und Weideviehs in die heimischen Ställe mit einem Jungrinder- und Kalbinnenmarkt ergänzt. Dieses „Sonderangebot“ lockte auch am 24. Oktober bei schönem Herbstwetter wieder zahlreiche Besucher in die Allgäuhalle. Aufgetrieben waren 11 Stiere, 142 Jungkühe, 15 Kalbinnen, 103 Jungrinder sowie 16 weibliche Zuchtkälber.

Von den 12 vorgestellten Stieren reihte die Körkommission 7 in Wkl. 2 und 4 in Wkl. 3 ein. Allerdings war diesmal nur eine geringe Kauflust zu verspüren, so dass insgesamt nur 6 Kandidaten einen Abnehmer fanden. Bestbezahlt war mit 1760 Euro ein Vintage-Sohn aus einer Hanover-Tochter mit einer Erstlaktation von über 8000 kg und beachtlichen 9,2 Prozent Fett und Eiweiß. Der von Werner und Christine Brader, Dickenreishausen gezüchtete und von Hans Groß, Lauben vorgestellte Jungstier ging nach Oberbayern. Drei weitere Stiere gingen nach Nordrhein-Westphalen und einer nach Tschechien. Trotz geringer Verkaufsquote konnten die Deckstiere ihren Schnittpreis mit 1467 Euro gegenüber der Vorauktion wieder um über 100 Euro anheben.

Bei den Jungkühen hatten die Kaufinteressenten mit 142 Tieren eine große Auswahlmöglichkeit. Diese wurde rege genutzt und zog auch wieder Großeinkäufer aus Italien sowie der Tschechischen Republik an. Am Ende gingen 39 Jungkühe in diese beiden Länder. Der Schnittpreis pendelte sich 1558 Euro für Braunvieh-Jungkühe ziemlich exakt auf Vormarktniveau ein und verfestigte das seit längerem beobachtete Preisniveau. Teuerste Jungkuh war mit 2500 Euro die auf Platz 1 rangierte Vassli-Tochter von Markus Adelgoß, Rettenberg-Bichl, die mit über 34 kg Tagesgemelk nach Südtirol ging. Über 30 Jungkühe wurden auch wieder nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westphalen verkauft.

Umfangreich war diesmal auch wieder das Angebot an Jungrindern und Kalbinnen mit insgesamt 118 Tieren. Wie jedes Jahr im Frühjahr und Herbst lockte dieses spezielle Verkaufsangebot erneut zahlreiche Interessenten an, was die Ränge um den Versteigerungsring nach den Jungkühen wieder frisch belebte. Allerdings wurde diesmal vor allem bei den Jungrindern deutlich restriktiver geboten als noch im Frühjahr oder im letzten Herbst. So kosteten Kalbinnen mit 925 Euro zwar etwas mehr als im Frühjahr, Jungrinder wechselten jedoch mit 454 Euro deutlich günstiger den Besitzer. Die Jungrinder blieben großteils im Zuchtgebiet.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern war am Morgen das Angebot mit 16 Tieren zwar wieder etwas größer als zuletzt, allerdings war kaum Nachfrage vorhanden. Kaufinteressenten warteten hier wohl auf das große Angebot an Jungrindern, um den Bedarf zu decken und vorhandene Aufzuchtplätze zu füllen.

Marktbericht vom 16.10.2019 in Buchloe

Herbstauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Markt bei den Jungkühen zu zufriedenstellenden Preisen komplett geräumt

Beim Zuchtviehmarkt der Allg. Herdebuchgesellschaft am 16.10.2019 in der Schwabenhalle standen 3 Stiere, 25 Jungkühe und 8 Kälber zum Verkauf. Bei witterungs- und jahreszeitlich bedingt schwachem Besuch war die Nachfrage bei Zuchtkälbern und Stieren gering. Bei den Jungkühen konnte der Bedarf dagegen nicht gedeckt werden.

Aufgrund der derzeit schwierigen Situation bei den Kälbermärkten und aktuell fehlender Kalbinnenexporte konnten nur 5 der 8 vorgestellten Kälber zu sehr geringen Preisen verkauft werden. Schwächen in den Pedigrees verschärften die schwierige Absatzlage.

Wenig Kaufinteresse bestand auch für die 3 gekörten Bullen. Trotzdem konnten die zwei erstrangierten Kandidaten noch zu einigermaßen zufriedenstellenden Preisen verkauft werden. Körsieger wurde ein schon etwas älterer gut entwickelter Stryker x Juleng-Sohn von Brugger Ludwig, Burk. Den Tageshöchstpreis erzielte ein von Gast Wolfgang, Lobach gezüchteter und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogener Cadence x Vasir-Sohn. Er überzeugte neben seiner ausgezeichneten Abstammung vor allem durch seine enorme Entwicklung.

Die zum Verkauf stehenden Jungkühe waren von ausgeglichen guter Qualität und auch überwiegend mit passendem Tagesgemelk. So entwickelte sich trotz schwachem Besuch ein sehr flotter Marktverlauf bei dem nicht alle Kaufinteressenten zum Zuge kamen. Das Preisniveau war zufriedenstellend. Alle Jungkühe wurden verkauft und blieben innerhalb Bayerns. Erstrangiert wurde eine korrekte Hipau x Valiant-Tochter vom Betrieb Häringer Hubert, Berghof mit 31 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit. Eine zweite Jungkuh vom selben Züchter, kurz gekalbt mit 32 kg Tagesgemelk, erzielte den Tageshöchstpreis. Beide Jungkühe ersteigerte ein Neukunde aus dem Landkreis Miesbach.

 

Marktbericht vom 10.10.2019 in Kempten

Großes Angebot bei verhaltenem Besuch

Die erste Oktoberauktion in Kempten bietet nach den Viehscheiden traditionell eine große Auswahl an Jungkühen und läutet die angebotsstarken Herbst- und Wintermärkte ein. Bei der letzten Versteigerung am 10. Oktober in der Allgäuhalle in Kempten. Bei leicht regnerischem und damit eigentlich gutem Auktionswetter waren elf Stiere, 8 Kühe, 109 Jungkühe, 8 Kalbinnen, ein Jungrind sowie 8 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Die Nachfrage nach Stieren für den Natursprung war im Gegensatz zur Vorauktion von sehr verhaltenem Käuferinteresse geprägt. Von den 11 aufgetriebenen Bullen wurden acht in Wertklasse 2 und drei Stiere in Wertklasse 3 eingereiht, wobei Fundamentkriterien und nicht ausreichende Pedigreeanforderungen hier ausschlaggebend waren. Bei mäßigem Besuch wurden von den aufgetriebenen Stieren nur 5 für durchschnittlich 1354 Euro verkauft.

Den Tageshöchstpreis von 1500 Euro erlöste ein Seasidlebloom-Sohn, der mit ordentlichen genomischen Werten und guter körperlicher Entwicklung überzeugen konnte. Er stammt aus einer Anibal-Tochter mit fast 11000 kg Höchstleistung und starker Exterieurbewertung aus der Zucht von Robert Hindelang Betzigau und wurde von Hans Gross aus Lauben vorgestellt.

Ebenfalls auf verhaltene Nachfrage trafen trotz bester Abstammungen die weiblichen Zuchtkälber. Von den acht aufgetriebenen wurden 7 für durchschnittlich 203 Euro verkauft. Teuerstes Kalb war die Kombination Aral aus einer Hegall-Tochter, die 300 Euro kostete und von der Holderied GbR aus Wolfertschwenden gezüchtet wurde. Ein Grund dürfte die mangelnde Bereitschaft der Aufzuchtbetriebe aufgrund der derzeitigen Transporthemmnisse beim Kälber- und Zuchtviehexport sein und lies so manchen Kaufinteressenten zu Hause bleiben. Hier bedarf es dringend überregionaler und praxisorientierter Lösungen um die mehr als angespannte Situation bei den Betrieben und Vermarktern zu lösen.

Erfreulicher gestaltete sich dagegen der Jungkuhmarkt. Mit 109 Jungkühen war das Angebot im Gegensatz zum Vormarkt weniger umfangreich, aber von ordentlicher Qualität, sodass diese attraktive Auswahlmöglichkeit zahlreiche Kaufinteressenten anlockte und die Erfüllung vieler Kaufaufträge ermöglichte.

21 Kühe wechselten nach Norddeutschland, weitere 18 Jungkühe traten die Reise über den Brenner an. Ins württembergische Gebiet wurden 11 Tiere vermarktet. Auch ein Käufer aus Luxemburg erstand drei Tiere, darunter die teuerste Kuh des Tages mit 2160 Euro. Hierbei handelt es sich um Harley-Tochter, die 28,3 kg Tagesgemelk und bestes Exterieur aufweisen konnte. Die melkrobotergewohnte Jungkuh stammte aus der Zucht von Paul Schneider Opfenbach. Der durchschnittliche Erlös pendelte sich bei 1557 Euro ein. Die Käufer bezahlen qualitätsorientiert, so erreichen leistungs- und exterieurstarke Tiere regelmäßig die 2000er Grenze.