Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktbericht vom 16.06.2021 in Buchloe

Rege Nachfrage und gute Jungkuhqualität sorgen für erneuten Preisanstieg

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Mittwoch, den 16. Juni 2021 in Buchloe war lediglich weibliches Großvieh aufgebtrieben. Die Anwesenheit heimischer und ausländischer Kunden sorgte für einen flotten Verlauf und einen geräumten Markt.

Spitzenpreis für junge Harrison- Tochter

In einer insgesamt sehr starken Kollektion der Schwayer u. Hofer GbR aus Baisweil ragte mit Katalognummer 14 die jüngste der sechs Jungkühe heraus. Mit einem Erstkalbealter von exakt 24 Monaten beeindruckte diese junge Harrison -Tochter rund drei Wochen nach ihrer Kalbung mit einer Einsatzleistung von über 30 kg Milch und bester Melkbarkeit. Ein fehlerfreies Euter und ihr hervorragendes Fundament überzeugten einen treuen Stammkunden aus Südtirol mit 2.120 € den Tageshöchstpreis für diese Jungkuh anzulegen.

Mit 1.960 € den zweitteuersten Zuschlag erreichte eine kapitale Hidalgo- Tochter von Klaus Lutzenberger aus Langerringen. Rund 14 Tage nach ihrer ersten Kalbung gefiel diese ebenfalls zweijährig gekalbte Jungkuh neben ihrer enormen Körperentwicklung durch ein Marktgemelk von knapp 32 kg. Sie wird zukünftig auf einem Betrieb am Ammersee gemolken. Es folgten zwei Jungkühe mit jeweils 1.900 € im Zuschlag. Zunächst stellte die Riedle GbR aus Roßhaupten eine rahmige Preman- Tochter mit weit über 31 kg Milch im Ring vor. Auch sie wird zukünftig in Südtirol gemolken. Von Roland Kost aus Ettringen konnte außerdem eine schicke Huxoy- Tochter aus einer schwarzbunten Mutter an einen Stammkunden aus dem Landkreis Landshut verkauft werden. Insgesamt konnten die braunen Jungkühe zu einem deutlichen gestiegenen Durchschnittspreis von 1.720 € vermarktet werden.


Aktuelle Marktsituation

Die Nachfrage überstieg das Angebot bei weitem, sodass viele Kaufaufträge nicht bedient werden konnten. Der nochmals enorm gestiegene Anteil an Fleischrassebesamungen und die dadurch deutlich reduzierten Jungviehbestände speziell auch in Norddeutschland wirken sich aktuell stark auf die Nachfragesituation aus, sodass qualitativ hochwertige Jungkühe weiterhin gesucht sind und bleiben werden. Tiere mit Mängeln sind trotzdem nur unter teilweise deutlichen Preiszugeständnissen abzusetzen. Um dieses Nachfragepotenzial auf die hiesigen Auktionen übertragen zu können, ist ein deutlich größeres Angebotsvolumen wünschenswert, damit die Infrastruktur und speziell die Transporte organisiert und besser ausgelastet werden können.
 

Nächste Auktion in zwei Wochen

Der nächste Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet am Donnerstag, 1. Juli 2021 in der Allgäuhalle in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Alexander Kuppel

 

Marktbericht vom 10.06.2021 in Kempten

Leistungsstarke Jungkühe gut abgesetzt

Langsam kehrt immer mehr Normalität bei den Zuchtviehauktionen zurück. Nachdem die Corona-Inzidenzwerte auch bei uns kontinuierlich sinken, konnten bereits bei der Mai- Auktion auch wieder Zuchtkälber vermarktet werden. Immer mehr Kaufinteressenten kommen selbst in die Versteigerungshalle, wo natürlich nach wie vor die gängigen Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen. Mit den Sommermonaten geht aber das Angebot an Zuchttieren zurück. So waren bei der Juni-Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 10.06. in der Allgäuhalle in Kempten 13 Stiere, 5 Kühe, 65 Jungkühe, 1 Jungrind und 10 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Bei den Zuchtstieren blieb das Angebot für die Jahreszeit mit 13 vorgestellten Kandidaten relativ umfangreich. Allerdings waren darunter auch noch einige etwas ältere Stiere. Zwar fehlte diesmal eine echte Spitze, überwiegend konnten die Jungstiere aber mit recht ordentlichem Zuchtwertprofil und hohen Gesamtzuchtwerten punkten. An die Spitze stellte die Körkommission den formalistisch komplettesten, noch sehr jungen und sehr gut entwickelten Kandidaten, einen Antonov-Sohn aus einer Cadence-Tochter von Alban Immle, Ebersbach-Untermelden, der von Hans Reiser, Haldenwang-Pfaffenhofen aufgezogen wurde. Aufgrund der sehr deutlichen Zuchtwertkorrektur seines Vater Antonov mit der Umstellung im April musste auch er im gGZW einige Federn lassen, überzeugte aber mit immer noch über +500 kg Milch und sehr guten Exterieurzuchtwerten. Der Tageshöchstpreis ging mit 1920 Euro dennoch an den zweitplatzierten Kandidaten, einen Valid-Sohn aus einer Hacker mit knapp 11000 kg Durchschnittsleistung, ebenfalls aus der Zucht-/Aufzuchtkombination Immle/Reiser. Mit einem gGZW von 129 und sehr positiver Fundament- und Eutervererbung wurde er ins Unterallgäu verkauft. Da ein Stier nicht zum Verkauf stand, blieben drei im Überstand, vor allem in Wertklasse 3. Mit 1214 Euro konnte der Schnittpreis der Maiauktion nicht gehalten werden.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 65 Tieren deutlich geringer als bei der Vorauktion, wobei diesmal viele Tiere, die noch auf der Milchliste verzeichnet waren, sehr kurzfristig nicht aufgetrieben wurden. Wie schon im Mai lag das Leistungsniveau aber mit über 29 kg außerordentlich hoch. Allerdings konnte das Angebot diesmal formalistisch nicht ganz an das sehr gute Niveau der Vorauktion anknüpfen. Entsprechend ging das Preisniveau auch um rund 40 Euro auf immer noch gute 1713 Euro für alle Jungkühe zurück, wobei aber nicht alle Jungkühe dann vor allem in Wkl. 3 verkauft wurden. Den Spitzenpreis erzielte mit 2580 Euro eine in Wkl. 2 vorgezogene, sehr gut entwickelte Cadi-Tochter mit 34 kg Tagesleistung und Bio-Status vom Betrieb Bertele, Sulzberg-Schnitzen. Sie ging auch wieder in einen Bio-Betrieb im Lindauer Zuchtgebiet. Rund die Hälfte der Jungkühe wurden nach außerhalb des Zuchtgebietes verkauft, u.a. nach Italien, Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westphalen und Baden-Württemberg.

Da nur wenige Käufer für Zuchtkälber anwesend waren, gestaltet sich der Absatz für die 10 angebotenen Tiere schwierig. Nicht gefragt waren knapp entwickelte und sehr junge Kälber sowie solche mit Leistungsschwächen im Pedigree.

Marktbericht vom 20.05.2021 in Kempten

Gute Nachfrage und erfreuliche Qualität sorgen für Preise auf hohem Niveau

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, den 20. Mai 2021 in Kempten waren 15 Stiere, 18 Zuchtkälber, sechs Mehrkalbskühe und 91 Jungkühe aufgebtrieben. Eine gute Nachfrage aus verschiedenen Regionen im In- und Ausland sorgten für einen flotten Marktverlauf in allen Kategorien.

Erfolgreiches Zuchtkälber- Comeback

Nach der Corona- bedingten halbjährigen Abstinenz von Zuchtkälbern auf Auktionen, die in dieser Zeit über Ab- Stall- Vermittlung erfolgreich vermarktet wurden, bereicherten 18 Zuchtkälber die diesjährige Maiauktion. An der Spitze der Kollektion konnte Stefan Tauscher, Oberstdorf ein wüchsiges, rund sechs Wochen altes Pustertal- Kalb für den Tageshöchstpreis von 420 € an einen Kunden aus dem Schwarzwald verkaufen. Für einen Zuschlagspreis von 400 € verbleibt eine Aquin- Tochter von Christian Weixler, Kempten im eigenen Zuchtgebiet. Die 16 verkauften Zuchtkälber konnten zu einem ansprechenden Durchschnittspreis von 300 € vermarktet werden.

Großes Stierangebot

Sehr unterschiedlich in der Qualität präsentierten sich die Stiere. 12 Stiere konnten in Wertklasse 2 und zwei weitere in die Wertklasse 3 eingereiht werden. Den Körsieger stellte Willebold Gawaz aus Niederrieden mit einem Canyon-Sohn. Der Bulle präsentierte sich am Markttag in hervorragender Entwicklung, was auch seine Tageszunahmen von 1300 g unterstreichen, zudem bestach er mit einem großartigen Seitenbild und gutem Fundament. Seine Huray-Mutter besticht bei sieben Kalbungen mit hoher Lebensleistung und Inhaltsstoffen. So war es nicht verwunderlich, dass er zum Tageshöchstpreis von 1.800 € an einen treuen Kunden in Rheinland-Pfalz wechselte.

Den Reservesieger stellte Michael Epp aus Lengenwang mit einem Jucator-Sohn. Der sehr feine Bulle bestach durch seine gute Oberlinie und sein sehr feines Fundament. Auch sein vorgeschätzter Euterzuchtwert von 121 wurde von den Käufern honoriert. Er stammt aus einer langlebigen Kuhfamilie mit hohen Lebensleistungen und besten Inhaltstoffen. Er ging für 1.680€ in den Landkreis Neu-Ulm.

Neun Bullen konnten für durchschnittlich 1.398€ verkauft werden. Bei den Bullen zeigt sich eine Preisspanne von 980 bis 1.800€. Neben annehmbaren genomischen Werten werden vor allem Bullen mit guter Entwicklung, korrektem Fundament und hohen Inhaltsstoffen bei den Müttern vom Käufer honoriert.

Höchstpreise für Spitzenqualität

Bereits bei der morgendlichen Bewertung der Jungkühe fiel eine insgesamt gute Qualität im Jungkuhsektor auf, nur wenige Tiere fielen mit Mängeln im Leistungs- oder Exterieurbereich auf.

In einer breiten Spitze stachen drei hervorragende Jungkühe besonders hervor: Zum Tageshöchstpreis von 2.950 € war dies zunächst eine schicke Salomon- Tochter, die mit 35 kg Marktgemelk, enormem Körper, bestem Fundament und einem fehlerfreien Euter höchsten Anforderungen genügen konnten. Vom Zuchtbertrieb Brown- Swiss- Select Hartwig aus Seeg bestens vorbereitet und präsentiert hätte diese Jungkuh sofort an jeder Schau bestehen können. Eine Mutterleistung von über 11.000 kg Milch bei über 3,8 % Eiweiß rundeten das Gesamtpaket bestens ab. Der Preis schnellte zügig in die Höhe und der Zuschlag fiel letztendlich zugunsten eines treuen Kunden aus dem Großraum München. Für einen ebenfalls starken Zuschlagspreis von 2.540 € stellte Martin Schlecker aus Osterberg eine kapitale Verdi- Tochter zum Verkauf vor. Gut zweijährig gekalbt bestach diese Jungkuh durch ihre enorme Entwicklung im Rahmen und ihr lebhaftes Euter. Sie wurde am Abend für einen Kunden aus Niedersachsen verladen. Die dritte Spitzenjungkuh des Tages stellte der Zuchtbetrieb Spöttle aus Buchenberg. Mit einem breiten und optimal gelagerten Becken und über 31 kg Marktgemelk konnte diese Vanpari- Tochter die anwesenden Interessenten beeindrucken. Der Hammer des Auktionators senkte sich erst bei 2.450 € für einen Kunden aus dem Kreis Lindau.

Breite Qualitätsspitze sorgt für viele weitere Spitzenpreise

Dass an diesem Tag sowohl die Qualität der angebotenen Tiere als auch die breite Nachfrage nach besten Jungkühen aus verschiedenen Regionen vorhanden war, unterstreicht die Vielzahl der vielen weiteren Jungkühe die 2.100 € und mehr kosteten. In der Reihenfolge des Kataloges waren dies eine Harrison- Tochter von Georg Schedel aus Egg, eine Volterra- Tochter der Burkhart GbR aus Betzigau, eine Easybox- Tochter von Petra Ettensberger aus Sulzberg sowie eine Variant- Tochter von Florian Hierl aus Immenstadt. Diese großartigen Jungkühe werden zukünftig in Betrieben in Baden-Württemberg, Südtirol und Ostfriesland gemolken.

Die breite Preisspanne von 920 € bis 1.900 € bei den Kühen und 1.140 € bis 2.950 € bei den Jungkühen beweist einmal mehr, wie sehr die Käufer Qualitätsunterschiede und etwaige Mängel preislich honorieren. Insgesamt konnten 91 Jungkühe zu einem starken Durchschnittspreis von 1.758 € verkauft werden.    

Nächste Auktion in drei Wochen

Der nächste Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet am Donnerstag, 10. Juni 2021 in der Allgäuhalle in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Karlheinz Gayer/ Alexander Kuppel

 

Marktbericht vom 28.04.2021 in Buchloe

Flotter Frühjahresmarkt in der Schwabenhalle

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Mittwoch, den 28. April 2021 in Buchloe waren drei Stiere, zwei Zuchtkälber, eine Mehrkalbskuh und 18 Jungkühe aufgebtrieben. Während für die angebotenen Zuchtstiere keine Nachfrage bestand, lief der weibliche Großviehmarkt bei steigenden Preisen gut. Die beiden aufgetriebenen Zuchtkälber konnten ihrer Entwicklung und Abstammung entsprechend für durchschnittlich 240 € verkauft werden.

Quartett an der Spitze des Jungkuhangebotes

Bei den Jungkühen stellte zunächst Hermann Barnsteiner aus Marktoberdorf eine kapitale King- Tochter im Ring vor. Neben ihrer enormen Breite und Tiefe im Körper konnte diese Jungkuh mit einem drüsigen Euter überzeugen, dass besonders eine optimale Strichlänge und -platzierung aufwies. Bei guter Melkbarkeit konnte sie vier Wochen nach der Abkalbung ein Marktgemelk von über 31 kg aufweisen und wurde für 1.960 € per Kaufauftrag an den Ammersee verkauft. Begleitet wird sie von Katalognummer 23, einer hell gezeichneten Vasient- Tochter von Thomas Steuer aus Kaufbeuren. Mit gut 26 Monaten Erstkalbealter enorm entwickelt, konnte auch sie ein Marktgemelk von 31 kg vorweisen. Neben dieser ansprechenden Leistung wusste speziell ihr glasklares Fundament und ihre fehlerfreie Bewegung zu überzeugen, sodass sich der Hammer des Auktionators erst bei 1.820 € senkte.

Für 1.860 € reihte sich wenig später eine mittelrahmige Visconti- Tochter der Riedle GbR aus Rosshaupten ebenfalls in der Preisspitze ein. Mit weit über 28 kg Marktgemelk konnte auch diese Jungkuh in allen Belangen überzeugen und wird zukünftig in einem Betrieb im nördlichen Teil des Zuchtgebietes gemolken.

Für den Tageshöchstpreis von 2.000 € wurde mit Katalognummer 70 schließlich das jüngste Tier des Marktes verkauft. Die Schwayer und Hofer GbR aus Baisweil stellte mit einer exakt zweijährig abgekalbten Suarez- Tochter eine wirkliche Produktionskuh im Ring vor. Neben einer Einsatzleistung von über 33 kg konnte sie mit einem hervorragenden Euter punkten, welches vorne lang und flach in die Bauchdecke überging und sich hinten sehr hoch- und breit aufgehängt präsentierte. Eine besondere Eutertextur und ein deutliches Zentralband rundeten dieses Euter perfekt ab. Ein treuer Kunde aus Südtirol ließ sich diese Jungkuh nicht entgehen.

Auch die weiteren Jungkühe konnten zu befriedigenden Preisen verkauft werden, was auf eine deutlich verbesserte Nachfragesituation im eigenen Zuchtgebiet in den letzten Wochen zurückzuführen ist. Letztlich spiegelt sich dieser Trend in einem deutlich steigenden Durchschnittspreis von 1.654 € wider.

Vermarktungsfähige Jungkühe anmelden

Da sich in den vergangenen Wochen eine positivere Nachfragesituation ergeben hat und sich in der nächsten Zeit ein jahreszeitlich bedingt knapperes Angebot abzeichnet, bitten wir alle Züchter und Mitgliedsbetriebe Ihre vermarktungsfähigen Tiere zum Verkauf anzumelden, da die Attraktivität unsere Märkte nur mit einem umfangreichen Angebot gewährleistet werden kann. Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, 20. Mai 2021 in der Allgäuhalle in Kempten statt. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Alexander Kuppel

Marktbericht vom 22.04.2021 in Kempten

3500 Euro für Spitzenjungkuh – Jungrinder ergänzten das Angebot

Die zweite Aprilauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten ist zum Weideauftakt traditionell mit einem speziellen Jungrinder- und Kalbinnen-Angebot ergänzt. Am 22. April sorgte dies wieder für ein attraktives Zusatzangebot. Corona bedingt konnte die Besucherresonanz natürlich nicht mit den Vorjahren mithalten. Dennoch waren zahlreiche Kaufinteressenten unter Einhaltung der strengen Corona-Auflagen auf den Tribünen um den Versteigerungsring verteilt. Aufgetrieben waren insgesamt 15 Stiere, 3 Kühe, 103 Jungkühe, 7 Kalbinnen und 53 Jungrinder. Auch diesmal passten Zuchtkälber noch nicht ins Corona-Schutzkonzept. Diese wurden bei Bedarf und Nachfrage zwischenzeitlich ab Stall vermittelt. Beim nächsten Markt im Mai werden aber auch wieder Zuchtkälber zum Verkauf stehen.

Bei den Deckstieren ist momentan Hochsaison. Zum Weideauftrieb im Frühjahr ist die Nachfrage traditionell am größten und auch die Stieraufzüchter haben sich mit dem Angebot darauf eingestellt. Diesmal war aber der Auftrieb mit 15 Kandidaten überschaubar und auch in der Qualität fehlte die klare Spitze. Zwar waren die Jungstiere alle gut bis sehr gut entwickelt, überzeugten aber im genomischen Zuchtwertprofil nicht jeden Kaufinteressenten. Auffallend war diesmal bei einigen Kandidaten das Merkmal Melkbarkeit, das manchen Käufer nicht restlos überzeugte. Durch die neue Zuchtwertschätzung seit April profitierten andererseits einige Stiere bei anderen Eigenschaften und insbesondere beim Gesamtzuchtwert. Am Ende wechselten dann 10 Kandidaten für durchschnittlich 1367 Euro den Besitzer, was geringfügig über dem Vormarktniveau lag. Das höchste Gebot erhielt mit 2020 Euro ein Vollmilch-Sohn aus einer Payssli mit 7 Kälbern und über 10000 kg Durchschnittsleistung bei herausragenden 8,8 Prozent Fett und Eiweiß aus der Zucht von Thomas Abler, Scheidegg-Unterschwenden. Der von Hans Groß, Lauben/UA aufgezogenen Jährling ging mit einem gGZW von 127 und sehr gutem Euterzuchtwert nach Hessen.

Der Bedarf an Jungkühen ist aktuell groß, das war bereits im Vorfeld der Auktion klar und das Angebot der 103 Jungkühe reichte hierfür nicht aus. So wurde von Anfang an flott geboten und gerade in der zahlenmäßig stark besetzten Gruppe der vorgezogenen 2er-Jungkühe durchbrachen die Bieterduelle mehrfach die Grenze von 2000 Euro. Eine eigene Preisliga markierte aber zum Auftakt die einzige Jungkuh in der Wertklasse 1, eine formalistisch herausragende Vasir-Tochter vom Betrieb Günther Hartwig in Seeg, bei der der Auktionator Josef Hefele erst bei 3500 Euro den sprichwörtlichen Hammer fallen ließ. Bei dem erbitterten Duell hatte am Ende ein Oberallgäuer Züchter das bessere Stehvermögen und darf diese Spitzenjungkuh mit 35 kg Tagesleistung jetzt sein Eigen nennen. Ansonsten gingen aber viele Jungkühe in auswärtige Regionen: 28 nach Niedersachsen, Nordrhein-Westphalen und Hessen und 13 nach Italien sowie 4 nach Tschechien. Der Bedarf wäre aber noch größer gewesen. Nicht verwunderlich ist deshalb, dass das Preismittel seit dem Vormarkt um über 100 Euro auf 1758 Euro für braune Jungkühe angestiegen ist.

Interessant ist für viele Käufer immer das spezielle Jungrinder- und Kalbinnen-Angebot zum Frühjahrsbeginn. Lücken im Jungviehbestand können hier einfach gefüllt werden. Andererseits haben einige Betriebe diese Vermarktungsschienen als interessante und wenig aufwändige Verkaufsmöglichkeit entdeckt. Diesmal war aber das Angebot mit insgesamt 60 Tieren geringer als die Jahre zuvor. Dies verwundert nicht, wenn man die Besamungszahlen und den Anteil an Kreuzungsbesamungen in den letzten beiden Jahren betrachtet: überzähliges und verkaufsfähige Jungvieh wird deutlich weniger! Entsprechend waren die Jungtiere gefragt und im Vergleich zum schwachen Herbstmarkt auch deutlich besser bezahlt. So kosteten Braunvieh-Jungrinder mit 686 Euro über 200 Euro mehr als noch im Oktober, die wenigen Kalbinnen erlösten gar 1393 Euro, wobei hier auch das Alter mitberücksichtigt werden muss.

Marktbericht vom 31.03.2021 in Kempten

Geteiltes Angebot stellt Vermarktungsteam vor Herausforderungen

Zur Corona- bedingt vorverlegten Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Mittwoch, den 31. März 2021 in der Kemptener Allgäuhalle wurden 11 Zuchtstiere 5 Mehrkalbskühe und 119 Jungkühe zum Verkauf angeboten.

Ohne klare Spitze und im Vergleich zum Vormarkt qualitativ schwächer zeigte sich das Angebot an Zuchtstieren an diesem Auktionstag. Bereits der erste zum Verkauf vorgestellte Stier erreichte den Höchstpreis des Tages: Ein bestens entwickelter Angelo- Sohn aus einer mit 89 Punkten bewerteten Etpat- Tochter, die mit zwölf Kalbungen eine enorme Durchschnittsleistung von gut 9.000 kg Milch mit über 4,00 % Eiweiß und damit weit über 100.000 kg Lebensleistung aufweisen kann. Einem Käufer aus Belgien war dieses Gesamtpaket 1.560 € wert. Zweitteuerster Stier des Tages war ein enorm entwickelter Namur- Sohn. Die Glanzstücke dieses Stieres waren Nutzungsdauer und Langlebigkeit, die sich sowohl in einem eigenen genomischen Nutzungsdauerzuchtwert von 110 Punkten als auch mit acht bzw. elf Abkalbungen bei Mutter und Großmutter widerspiegeln. Die elf verkauften Stiere lagen am Ende mit durchschnittlich 1.338 € auch qualitätsbedingt deutlich unter dem Ergebnis des Vormarktes.

Differenziert verlief die Versteigerung der angebotenen Jungkühe, was sich in einer sehr großen Preisspanne zwischen 920 € und 2.540 € äußert.  Während die Preise für Qualitätsjungkühe mit einer Einsatzleistung von rund 28 - 30 kg, fehlerfreiem Exterieur, passender Melkbarkeit und ohne sonstige Mängel in die Höhe schnellten und in diesem Segment noch weitere Aufträge nicht bedient werden konnten, gestaltet sich der Verkauf bei den qualitativ schwächeren Tieren oder Tieren mit Mängeln derzeit sehr schwierig. Selbst beste Tiere konnten durch einzelne Mängel nicht preiswürdig verkauft werden, da die Vermittlung solcher Tiere im Kaufauftrag problematisch ist. Diese Problematik zeigt sich mit über zehn Tieren, die nachfragebedingt im Überstand verblieben.

Dass derzeit auch ohne die Anwesenheit italienischer Kunden eine erfreuliche Nachfrage nach guten braunen Jungkühen besteht, zeigt ein erfreulicher Durchschnittspreis von 1.652 €. Verladen wurden Tiere für Kunden in Belgien, Baden- Württemberg, Hessen, NRW, Niedersachsen und allen Regionen Bayerns.

Bereits beim morgendlichen Gang durch die Stallgassen zeigte sich eine klare Doppelspitze im Jungkuhangebot. Zunächst präsentiere Peter Kirchmann aus Stiefenhofen eine junge Cadence- Tochter schaufertig im Ring. Diese robotergewohnte und geälpte Jungkuh hatte bereits mit 26 Monaten gekalbt und war am Auktionstag gut vier Wochen in Milch. Mit einer Leistung von rund 29 kg konnte die junge Kuh speziell mit ihrem drüsigen und festen Euter sowie einer fehlerfreien Bewegung im Ring überzeugen. Für 2.400 € tritt sie die Reise nach Hessen an. Wenig später präsentierte Franz Müller aus Agathazell eine der erst genannten Jungkuh mindestens ebenbürtige Blooming- Tochter mit einer Einsatzleitung von 34 kg. Mit einer Durchschnittsleistung von über 13.000 kg und über 17.500 kg in der Spitze konnte sie zusätzlich eine großartige Muttersleistung vorweisen. Für den Tageshöchstpreis von 2.540 € wurde sie für einen Kunden aus Franken verladen. Preislich folgten zwei weitere Jungkühe mit Geboten von über 2.200 €. In der Reihenfolge des Verkaufs war dies eine genetisch hornlose Vidal- Tochter von Erich und Marlies Kaudinus aus Kempten, sowie eine Huxoy- Tochter von Andreas Lingenhel aus Oberstaufen, die beide weit über 30 kg Milch produzieren.

Zum Fressermarkt am Mittag waren insgesamt 54 Tiere aufgetrieben von denen 45 zu durchschnittlich 574 € vermarktet werden konnten. Während zwei männliche Tiere mit einem Durchschnittsgewicht von 328 kg im Schnitt 800 € erlösten, wogen die 43 verkauften weiblichen Fresser im Schnitt 232 kg und kosteten 564 €. Alle verkauften Fresser gingen an Kunden im eigenen Zuchtgebiet.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft findet am 22. April in Kempten statt. Zu dieser Frühjahresauktion in Kempten stehen traditionell auch Kalbinnen und Jungrinder im Angebot. Nutzen Sie die Möglichkeit Ihren Jungviehbestand hier für die Weidesaison zu ergänzen. Aktuelle Informationen zum Markt sowie Kataloge und Milchlisten können unter www.allgauer-herdebuchgesellschaft.de abgerufen werden. Kaufaufträge und Anmeldungen nehmen wir gerne unter 0831- 522440 entgegen.

 

Marktbericht vom 17.03.2021 in Buchloe

Qualitativ hochwertiges Angebot trifft auf verhaltene Nachfrage

Zur Zuchtviehversteigerung am Mittwoch, den 17. März 2021 in der Schwabenhalle in Buchloe wurden 4 Zuchtbullen, 3 Zuchtkälber und 32 Jungkühe aufgetrieben. Zu Beginn der Auktion konnten die gut entwickelten Zuchtkälber der aktuellen Marktsituation entsprechend für durchschnittlich 250 € verkauft werden.

Bereits bei der Zuchtbullenkörung am Morgen kristallisierte sich die Katalognummer 4 als klare Spitze des Angebotes heraus. Hierbei handelte es sich um einen jungen, hervorragend entwickelten Jero- Sohn gezüchtet vom Betrieb Jehle GbR, Altenstadt und aufgezogen vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim. Dieser gut einjährige Stier stammt aus einer leistungsstarken Erasco- Tochter, die wiederum aus einer Vapiano- Tochter stammt. Sowohl Mutter als auch Großmutter bestechen speziell mit einer enormen Eiweißleistung von knapp 4 % im langjährigen Schnitt. Abgerundet wurde dieses Paket von positiven genomischen Zuchtwerten und einem tadellosen Exterieur mit glasklaren Fundamenten. Nicht verwunderlich also, dass gleich mehrere Interessenten zügig ihre Gebote abgaben und der Zuschlag letztendlich bei 1.720 € zugunsten eines einheimischen Käufers viel. Der Durchschnittspreis lag am Ende bei mittleren 1.475 €.

Schwierig verlief die Versteigerung der Jungkühe. Da keine ausländischen Kunden vertreten waren und die Nachfrage im eigenen Zuchtgebiet derzeit verhalten ist, konnte das Ergebnis des vorherigen Marktes mit einem mittleren Zuschlagspreis von 1.477 € nicht ganz erreicht werden. Zum Tageshöchstpreis von 1.940 € wurde eine robotergewohnte Blooming- Tochter des bekannten Zuchtbetriebes Ostenried aus Leinau verkauft. Diese erstrangierte, kapitale Jungkuh hatte bereits mit 25 Monaten zum ersten Mal abgekalbt und konnte eine Leistung von gut 30 kg vorweisen. Abgesichert wird diese Einsatzleistung mit Leistungen von über 10.000 kg und über 11.000 kg bei Mutter und Großmutter.

 

Marktbericht vom 11.03.2021 in Kempten

Zuchtviehbedarf aus allen Richtungen

Nachdem die Corona bedingten Lock-Down Maßnahmen letzte Woche generell etwas gelockert wurden und auch Ladengeschäfte in Kempten wieder geöffnet hatten, trauten sich am Donnerstag, 11. März auch wieder etwas mehr Kaufinteressenten in die Allgäuhalle zum Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft. Nach wie vor mussten aber natürlich die üblichen, strenge Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Aufgetrieben waren 17 Stiere, 6 Kühe und 142 Jungkühe. Auch bei dieser Zuchtviehauktion passten Zuchtkälber noch nicht ins Corona-Schutzkonzept. Diese werden aber bei Bedarf und Nachfrage ab Stall vermittelt.

Mit dem näherkommenden Frühjahr steigt die Nachfrage nach Deckstieren. Dies war auch bei dieser Auktion nicht anders. Von den 17 vorgestellten Kandidaten standen nach der Körung 16 zum Verkauf, von denen schließlich 12 den Besitzer wechselten. Hier fiel auf, dass trotz größerem Bedarf insbesondere Jungstiere mit deutlich unterdurchschnittlichen genomischen Zuchtwerten in der Melkbarkeit wenig Interesse weckten. Grundsätzlich bestand aber großer Bedarf was sich schlussendlich in einem um über 300 Euro gestiegenen Schnittpreis widerspiegelte. Kein Kandidat wurde unter 1200 Euro verkauft. Die höchsten Gebote erhielten mit 1780 Euro und 1840 Euro die beiden erstrangierten Jungstiere. Zum einen war dies ein Amorie-Sohn mit einem genomischen GZW von 119 aus einer hochleistenden, jungen Hebron-Tochter der Weiler GbR in Gunzesried und zum anderen ein Angelo-Sohn mit ausgewogenem genomischen Zuchtwertprofil aus einer Etpat mit über 11000 kg bei 8,5 Prozent Fett und Eiweiß im knapp 6-jährigen Schnitt von Manuela Steurer, Betzigau-Betzenried. Beide wurde von Hans Groß, Lauben aufgezogen und vorgestellt. Die wenigsten Jungstiere blieben im Gebiet, der Großteil wurde nach Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Belgien und Niederlande verkauft.

Ebenfalls groß war die auswärtige Nachfrage nach den 134 aufgetriebenen Jungkühen, die wieder einmal mit herausragenden Fundamenten und einheitlich hoher Euterqualität sowie einem hohen Leistungspotential auffielen. Am Ende waren bis auf zwei Tiere alle verkauft und kosteten im Schnitt mit 1670 Euro rund 90 Euro mehr als noch im Februar an gleicher Stelle. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2260 Euro die in der gut besetzten Wertklasse 1 vorangestellte Hirsch-Tochter von Leo Hemer, Oberstdorf-Schöllang. Sie ging mit knapp 32 kg Tagesleistung für 2260 Euro an den Niederrhein. Denselben Preis erzielte eine in Wkl. 2 vorgezogene Partl-Tochter mit 33 kg von Thomas Burger, Altstädten-Beilenberg, die mit 38 weiteren Jungkühen nach Südtirol verladen wurde. Darüber hinaus wurden, wie eingangs bereits angedeutet, 14 Tier nach Nordrhein-Westfalen verkauft, 30 nach Baden-Württemberg und 7 nach Luxemburg. 5 Bio-Jungkühe wurden für durchschnittlich 1760 Euro gehandelt.

Marktbericht vom 18.02.2021 in Kempten

Großes Jungkuhangebot trotz Corona

Auch der letzte Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 18. Februar in der Allgäuhalle in Kempten konnte trotz der Corona bedingten Lock-Down Maßnahmen mit dem bewährten Schutzkonzept wieder als echte Versteigerung abgehalten werden. Nochmals mehr Kaufinteressenten als zuletzt nutzten diese Gelegenheit und waren unter Einhaltung der gebotenen Abstandsregeln mit Maske in der großräumigen Halle anwesend. Unter diesen auch wieder zwei Großkunden aus Italien. Nach wie vor passten allerdings Zuchtkälber in der Halle nicht ins Corona-Konzept. Aufgetrieben waren 12 Stiere, 5 Kühe und 151 Jungkühe.

Bei den Zuchtstieren waren mit 12 vorgestellten Kandidaten nochmals etwas mehr Tiere als zuletzt angeboten. Auffallend war die insgesamt doch gute Entwicklung der Jungstiere. Jeder dritte schaffte jedoch die genomischen Zuchtwertanforderungen für Wertklasse 2 nicht ganz und wurde deshalb in Wertklasse 3 geführt. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 1860 Euro ein Vollmilch-Sohn aus einer Hegall mit über 12000 kg Durchschnittleistung bei herausragenden 8,8 Prozent Inhaltstoffen von Stefan Bainger, Westerheim. Der von Hans Groß, Lauben (UA) aufgezogene Jungstier wurde nach Baden-Württemberg verkauft. Da die Nachfrage diesmal trotz nahendem Frühjahr noch nicht ganz dem Angebot entsprach, wurden nicht alle Stiere verkauft und auch der Schnittpreis gab zur Vorauktion wieder um rund 100 Euro nach. Dies lag aber ausschließlich an den 3er Stieren, die lediglich zum Aufwurfpreis verkauft werden konnten.

Ein sehr erfreuliches Bild präsentierte sich den Kaufinteressenten bei den Jungkühen: hier war nicht nur das Angebot mit 151 Tieren überaus reichhaltig, sondern auch die Qualität machte einiges her, was an der Wertklasse 1 mit vier Kühen und 40 in der Wkl. 2 vorgezogenen Jungkühen sehr eindrucksvoll zum Ausdruck kam. In den Stallungen fielen die durchwegs guten Euter und braunviehtypisch tadellosen Fundamente der leistungsstarken Jungkühe auf. Aufgrund des doch sehr umfangreichen Angebotes konnte das hohe Preisniveau der Vorauktion aber um 50 Euro nicht ganz gehalten werden und notierte am Ende bei 1589 Euro über alle Rassen. 11 Bio-Jungkühe wurden für durchschnittlich 1763 Euro gehandelt. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2420 Euro eine mit über 35 kg sehr leistungsstarke Hotspot-Tochter von Martin Deubele, Stiefenhofen-Mittelhofen, die nach Oberbayern wechselte. Zwei italienische Käufer erwarben zusammen 29 Tiere, 9 Jungkühe gingen wieder nach Nordrhein-Westfalen und 11 nach Baden-Württemberg

Marktbericht vom 14.01.2021 in Kempten

Schneechaos und Corona zum Jahresauftakt

Als wären der scharfe Corona Lock Down und die entsprechenden Auflagen für den Zuchtviehmarkt in Kempten nicht schon genug, kam zum Jahresauftakt der Auktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft noch ein Schneechaos hinzu, wie wir es schon lange nicht mehr erlebt haben. Auf den Zufahrtstrassen aus allen Richtungen kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen und Sperrungen, so dass die Vermarktung erst mit einiger Verzögerung begonnen werden konnte. Im Vorfeld wurde dieser Markt aufgrund der Corona-Situation bereits um eine Woche verschoben und mit den Vermarktungstieren, die für Buchloe gemeldet waren, zusammengelegt. Zuchtkälber waren nicht zugelassen. Allerdings war diesmal, im Gegensatz zum Vormarkt, wieder eine Versteigerung geplant, die mit strikten Auflagen auch durchgeführt werden konnte. So durften die Beschicker der Jungkühe ihre Tiere nicht selbst vorführen, sondern mussten nach Auftrieb und Bewertung die Stallungen wieder verlassen, wobei sie für ihre Tiere einen Mindestpreis angegeben haben. Nur eine begrenzte Zahl an Käufern war für die Versteigerungshalle und die vorherige Besichtigung der Tiere in den Stallungen zugelassen, was aber ausreichte. Vorgeführt wurden die Jungkühe durch einen Vorführdienst der AHG. Aufgrund der schneebedingt stark beeinträchtigten Anfahrbedingungen kamen nur 60 Prozent der bereits auf der Milchliste stehenden Jungkühe nach Kempten. Aufgetrieben waren so letztendlich 5 Stiere, 3 Kühe und 104 Jungkühe.

Bei den zwar nur fünf aufgetriebenen Stieren – 25 standen im Katalog - fehlten aufgrund der an diesem Tag schwierigen Rahmenbedingungen die Kaufinteressenten. Nicht alle Kandidaten wurden deshalb zum Gebotspreis auch abgegeben. darunter gut typisierte und züchterisch interessante Tiere. Letztendlich wechselten drei Jungstiere den Besitzer für mittlerer 1147 Euro, was mit 363 Euro doch deutlich unter dem Vormarktniveau lag.

Bei den Jungkühen fehlten, wie eingangs schon erwähnt, witterungsbedingt 40 Prozent der ursprünglich erwarteten Tiere. Dennoch war mit 104 Jungkühen das Angebot immer noch reichlich und von gefälliger, leistungsstarker Qualität. Zwar waren nur wenige Käufer selbst in der Halle anwesend, dieses Nachfragedefizit wurde aber durch zwei italienische Großkunden und zahlreiche Kaufaufträge ausgeglichen. Am Ende lag das mittlere Preisniveau mit 1623 Euro für Braunvieh-Jungkühe nur knapp um 23 Euro unter dem Vormarkt. Das höchste Tagesgebot erhielt die einzige 1er-Jungkuh, eine Cadence-Tochter aus einer Euronics von Daniel Weber, Görisried mit über 11000 kg Durchschnittsleistung bei 4,4 Prozent Fett und 3,8 Prozent Eiweiß. Sie ging für 2400 Euro in den Großraum Stuttgart. Insgesamt wurden diesmal 20 Jungkühe nach Baden-Württemberg verkauft und 45 nach Italien.

Marktbericht vom 09.12.2020 in Buchloe

Gute Preise für Jungkühe bei der letzten Auktion 2020 in der Buchloer Schwabenhalle

Bei der Versteigerung der AHG am 09.12.2020 in Buchloe stand 1 Bulle, 16 Jungkühe und 5 Zuchtkälber zum Verkauf. Leider wurden bei den Jungkühen die derzeit guten Verkaufsmöglichkeiten nicht durch ein entsprechendes Angebot unterstützt.

Flott verlief die Versteigerung der wenigen Zuchtkälber. Die Preise entsprachen der derzeitigen Marktlage. Den Höchstpreis erzielte ein Viray-Kalb aus einer inhaltsstoffstarken Hegall-Tochter vom Betrieb Knoll Heidi, Gennach.Obwohl nur ein Bulle zum Verkauf stand fand sich kein Käufer und der Stier ging ohne Gebot zurück in den Züchterstall.

Wiederum viel zu knapp für die Nachfrage was das Angebot bei den Jungkühen. So wurde dann auch flott und sehr qualitätsbezogen gesteigert und der Markt komplett geräumt. Die Preisspanne bewegte sich von 1020,00 € bis 2020,00 €. Drei Tiere ersteigerte ein Händler aus Südtirol. Von der Bewertungskomission an die Spitze gestellt wurde eine Vintage x Prinz-Tochter mit 30,2 kg Tagesgemelk. Diese formstarke Jungkuh wurde vom Betrieb Maucher Anton, Egelhofen gezüchtet und im Betrieb Leutherer Martin, Unterweiler aufgezogen und am Markttag bestens präsentiert. Den Tageshöchstpreis erzielte die zweitrangierte, sehr leistungsstarke Spider x Mike-Tochter vom Zuchtbetrieb Reichenbach Florian, Immenhofen.

Marktbericht vom 19.11.2020 in Kempten

Guter Absatz trotz Corona-Bedingungen

Erneut konnte die letzte Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 19. November nur unter den verschärften Corona-Bedingungen stattfinden – aber sie fand statt! Das Schutzkonzept sah vor, dass nur Kaufinteressenten in die Versteigerungshalle durften. Von diesen waren nicht allzu viele anwesend. Trotzdem war durch Kaufaufträge und Großkunden aus Norditalien genügend Kaufpotential in der Halle vertreten. Aufgetrieben waren 12 Stiere, 2 Kühe, 121 Jungkühe, 6 Kalbinnen sowie 14 weibliche Zuchtkälber.

Etwas besser als vor zwei Wochen lief es diesmal bei den Zuchtstieren. Aufgetrieben und gekört wurden 12 Kandidaten, einer davon in Wertklasse 3, der Rest in Wertklasse 2. Zwar konnten auch diesmal nicht alle Jungstiere abgesetzt werden, einige wurden aber auch aufgrund ungenügender Gebote nicht abgegeben. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 1520 Euro ein harmonischer Seasidebloom-Sohn aus einer genomisch getesteten Pirelli-Tochter von Stefan Finkel, Ofterschwang, der von Max Klemp, Bad-Grönenbach vorgestellt wurde. Mit über +1000 kg Milch, gGZW 121 und sehr gefälligem Vererbungsprofil im Exterieur ging er ins Unterallgäu. Im Schnitt kosteten Deckstiere wieder 200 Euro mehr als beim sehr schwachen Vormarkt.

Jungkühe waren auch diesmal gut nachgefragt und wurden, wie bereits erwähnt, hauptsächlich über Kaufaufträge und Großkäufer abgesetzt. So wurden 111 Jungkühe zu einem etwas höheren Schnittpreis wie beim Vormarkt verkauft, Braunviehjungkühe mit 1580 Euro mit einem Anstieg um 15 Euro. Nach Italien gingen diesmal 30 Tiere und nach Nordrhein-Westphalen 18 Jungkühe. Den Tageshöchstpreis erzielte die erstrangierte 1er Jungkuh, eine mit bestem Euter ausgestattete Cadence-Tochter aus einer Hochsee von Martin Kirchmann, Stiefenhofen-Holzleute. Mit einer beeindruckenden Großmutterleistung von durchschnittlich über 13 000 kg und einer eigenen Tagesleistung von knapp 34 kg ging sie für 2180 Euro über den Brenner.

Nochmals besser nachgefragt als zuletzt waren auch die weiblichen Zuchtkälber. Im Angebot standen 14 Tiere. Sie erlösten im Schnitt 56 Euro mehr als vor 14 Tagen und kosteten in der Spitze bis 400 Euro. Auffällig war hierbei die deutliche Preisdifferenzierung. Gefragte Kälber kosteten alle über 300 Euro, die besserer Hälfte im Schnitt 357 Euro, die schwächere hingegen 200 Euro weniger.

Marktbericht vom 11.11.2020 in Buchloe

Novemberauktion mit historisch knappem Angebot

Bei der Auktion am 11. November 2020 standen leider nur 4 Zuchtkälber und 14 Jungkühe zum Verkauf. Die Mitarbeiter der Allg. Herdebuchgesellschaft bemühen sich derzeit mit viel Aufwand trotz der weiterhin bestehenden Corona-Auflagen attraktive Märkte zu organisieren. Dies sollte von den Verkaufsbetrieben durch ein entsprechendes Angebot auch honoriert werden. Wenn nur noch ein Drittel der Kaufaufträge erfüllt werden und potentielle Käufer ihren Bedarf nicht decken können ist die Situation unbefriedigend und schadet dem Marktort.

Zwei Fleckvieh-Zuchtkälber konnten zu aktuell angemessenen Preisen verkauft werden. Die zwei Schwarzbunt-Zuchtkälber wurden zum Zuschlagspreis vom Beschicker nicht abgegeben.

Die aufgetriebenen Jungkühe wurden alle sehr flott verkauft. Der erzielte ø-Preis über alle Rassen von 1524,-- € bei einem ø-Tagesgemelk von 27,5 kg war in Anbetracht der vorgestellten Qualität sehr gut.

Die erstrangierte Hanover x Hebron-Tochter vom Zuchtbetrieb Leutherer Martin, Unterweiler erzielte mit 1900,-- € verdient den Tageshöchstpreis. Sie und zwei weitere Jungkühe wurden von einem Aufkäufer aus Südtirol ersteigert.

Für den nächsten Zuchtviehmarkt am 09. Dezember 2020 wäre ein deutlich höheres Angebot wünschenswert.

Marktbericht vom 22.10.2020 in Kempten

Traditionsgemäß fand bei der letzten Oktoberauktion neben dem üblichen Zuchtviehmarkt eine Jungrinder- und Kalbinnenversteigerung statt.

Bei schwachem Besuch waren die Preise beim Großvieh gut, bei den Jungtieren allerdings nicht zufriedenstellend. Insgesamt standen 6 Bullen, 2 Mehrkalbskühe, 117 Jungkühe, 4 Kalbinnen, 102 Jungrinder und 10 Zuchtkälber zum Verkauf.

Die Qualität der aufgetriebenen Kälber war überwiegend gut.

6 Zuchtkälber konnten wie schon bei den Vorauktionen zu niedrigen Preisen verkauft werden.

Von den 6 gekörten Bullen wurden fünf verkauft. Die Preise waren für die Jahreszeit in Ordnung. Der Körsieger, ein Vino x Hegall-Sohn, konnte vor allem durch seine gute Entwicklung und sein sehr gutes Fundament überzeugen. Gezüchtet wurde der Stier von der Angerer GbR, Wertach und vom Betrieb Klemp Max, Bad Grönenbach hervorragend aufgezogen und am Markttag präsentiert.

Die Jungkühe waren von guter Qualität und überwiegend sehr leistungsstark. Auch Dank vieler Kaufaufträge und ausländischer Kunden wurde von Beginn an flott gesteigert. Die erzielten Preise waren qualitätsbezogen durchwegs gut. Nur vier Tiere wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Erstrangiert wurde eine Cadance x Payssli-Tochter vom Zuchtbetrieb Tannheimer Markus, Eschach mit 32 kg Tagesgemelk. Den Tageshöchstpreis erzielte eine Caruso x Harrison Bio-Jungkuh. Die vom Gebler Christian, Rieder, gezüchtete WK-I-Jungkuh bestach vor allem durch ihr ausgezeichnetes Euter und 32,2 kg Tagesgemelk.

Nicht gut verlief die Versteigerung der Jungrinder und Kalbinnen. Obwohl die Tiere qualitativ meist gut waren, konnten die erzielten Preise bis auf wenige Ausnahmen nicht zufriedenstellen.

Marktbericht vom 14.10.2020 in Buchloe

Oktoberauktion in der Buchloer Schwabenhalle - Nur der Absatz bei Jungkühen war zufriedenstellend

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 14.10.20 standen 3 Zuchtkälber, 6 Bullen und 32 Jungkühe zum Verkauf. Während für Kälber und Stiere kaum Nachfrage bestand verlief die Versteigerung bei den Kühen sehr ordentlich. Von den aufgetriebenen Kälbern und Bullen konnte mangels Nachfrage jeweils nur ein Tier verkauft werden.

Die vorgestellten Jungkühe waren im Exterieur überwiegend gut und weitgehendst fehlerfrei. Leider war ein höherer Anteil im Tagesgemelk etwas knapp. Die Versteigerung verlief flott und die Gebote waren qualitätsbezogen gut. Nur ein Tier mit schwacher Milchmenge und sehr weitem Kalbeabstand konnte nicht verkauft werden. Den Höchsterlös von 2.280,-- € erzielte die erstrangierte RB-Jungkuh vom Zuchtbetrieb Hauser Alois, Rehbichl. Diese Arino Red-Tochter bestach neben ihrem perfekten Exterieur vor allem mit einer Tagesleistung von 42 kg bei guter Melkbarkeit. Der Großteil der Tiere verblieb im Verbandsgebiet, 4 Jungkühe wurden nach Südtirol verkauft.

Marktbericht vom 08.10.2020 in Kempten

Großes Angebot bei verhaltenem Besuch

Bei der letzten Versteigerung am 08. Oktober in der Allgäuhalle in Kempten waren bei kühlem und regnerischem und damit eigentlich gutem Auktionswetter 13 Stiere, eine Kuh, 115 Jungkühe, 5 Kalbinnen, sowie 20 weibliche Zuchtkälber aufgetrieben.

Etwas verhalten gestaltete sich der Verkauf der weiblichen Kälber zur Zucht. Das Spitzenkalb kam vom Betrieb Fickler aus Hawangen und erlöste 400€. Die Versailles-Tochter stammt aus einer Prinros-Bullenmutter ab, die neben hohen Zuchtwerten durch ihre hohe Durchschnittsleistung sowie hervorragenden 4,42 Fett und 3,93% Eiweiß überzeugen kann, ebenfalls steht ihre Mutter mit sieben Kalbungen noch im Züchterstall. 18 Kälber wurden zu einem Durschnittspreis von 223 € verkauft. Vier Kälber erhielten kein Gebot.

Die Nachfrage nach Stieren für den Natursprung war im Gegensatz zur Vorauktion von verhaltenem Käuferinteresse geprägt. Von den 13 aufgetriebenen Bullen wurden zehn in Wertklasse 2 und ein Stier in Wertklasse 3 eingereiht. Bei mäßigem Besuch wurden von den aufgetriebenen Stieren nur 5 für durchschnittlich 1336 Euro verkauft. Den Körsieger stellte Michael Epp aus Lengenwang-Reuthe. Der Namur-Sohn zeigte sich sehr elegant und harmonisch im Seitenbild und konnte auch durch sein feines, äußerst korrektes Fundament überzeugen. Er stammte aus einer Feuerstein-Mutter die neben hoher Leistung v.a. durch ihre hervorragende Inhaltsstoffe überzeugen kann. Auch die Großmutter des Stieres steht mit sieben Kalbungen noch im Züchterstall. Er ging für 1480€ zu einem Zuchtbetrieb nach Oberbayern.

Den Tageshöchstpreis von 1500 Euro erlöste ein Amorie-Sohn, der mit ordentlichen genomischen Werten und guter Mutterleistung überzeugen konnte. Er stammt aus einer Jesther-Tochter mit über 12000 kg Höchstleistung bei 4,14 Fett und 3,79 Eiweiß und starker Exterieurbewertung aus der Zucht von Familie Meggle in Reichholzried. Er ging per Kaufauftrag ins Unterallgäu.

Erfreulicher gestaltete sich dagegen der Jungkuhmarkt. Mit 115 Jungkühen war das Angebot umfangreich und von ordentlicher Qualität. Vermutlich war der relativ teure Markt zuvor Ursache, dass nur wenige Käufer vor Ort waren. Etliche Kaufaufträge, auch überregional, konnten erfüllt werden. 21 Jungkühe wechselten ins Ausland, 33 Jungkühe konnten in andere bayerische Regionen vermarktet werden. Weitere 13 Jungkühe fanden in anderen Bundesländern ein neues Zuhause.

Die in Wertklasse 1 gereihte Jungkuh stammte vom Betrieb Zwiessler in Opfenbach-Ruhlands. Sie hatte das Pech, das sich anfangs das Preispendel noch nicht eingependelt hatte. Die Bender-Tochter leistete 32 kg Tagesgemelk und wechselte für verhältnismäßig günstige 1920€ zu einem italienischen Kunden. Spitzentiere konnten wiederum die 2000er Marke knacken. Die teuersten Jungkühe kosteten 2060€. Dabei handelt es sich um die Kombination Vaduz aus Hegall und wurde vom Betrieb Metzeler in Immenstadt-Bräunlings vorgestellt. Denselben Erlös konnte Josef Feneberg für eine Bio-Kreuzungskuh erlösen, die ihr neues Zuhause in Niederbayern fand.

Marktbericht vom 09. September in Buchloe

Flotte Septemberauktion in der Buchloer Schwabenhalle

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 09.09.2020 stand mit einem Deckstier, 19 Jungkühen und 8 Zuchtkälbern ein sehr kleines aber in der Qualität gutes Angebot zum Verkauf. Bei Corona- und Wetterbedingt schwachem Besuch wurde vor allem beim Großvieh sehr flott gesteigert und der Markt in allen Kategorien komplett geräumt.

Die 8 aufgetriebenen Zuchtkälber wurden nur sehr zögerlich gesteigert und die erzielten Preise konnten auch nicht zufriedenstellen.

Der einzige Deckbulle ein Aurel x Vasir-Sohn war sehr korrekt und für sein Alter enorm gut entwickelt. Auch seine genomischen Werte und die Leistungsdaten der Mutter waren sehr ansprechend. Der von Gast Wolfgang, Lobach, gezüchtete Stier wurde im Betrieb Ellenrieder, Kirchheim bestens aufgezogen und am Markttag auch sehr gut präsentiert. Er wurde für 1600,-- € versteigert, hätte aber durchaus einen höheren Preis verdient gehabt.

Die vorgestellten Jungkühe waren von sehr ordentlicher Qualität und alle ohne größere Mängelansagen. Lediglich ein höheres Durchschnittstagesgemelk wäre wünschenswert gewesen. Dank zahlreicher Kaufaufträge entwickelte sich ein sehr flotter Marktverlauf mit zufriedenstellenden Preisen. Alle Tiere blieben im Zuchtverbandsgebiet. Den Tageshöchstpreis erzielte eine formschöne

Dynamite x President-Tochter vom Betrieb Ostenried, Leinau. Für die nächste Auktion im Oktober wäre ein deutlich größeres Angebot bei gleich guter Qualität wünschenswert.

Marktbericht vom 03. September in Kempten

Flotter Jungkuhmarkt

Der erste Septembermarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft bietet traditionell eine große Auswahl an Zuchttieren und läutet die auftriebsstarken Herbst- und Wintermärkte ein. So auch bei der gut besuchten Versteigerung am 03. September in der Allgäuhalle in Kempten. Bei kühlen und bewölkten Temperaturen stimmte auch das Marktwetter. Zum Auftrieb gelangten 16 Bullen, drei Kühe, 127 Jungkühe sowie 22 weibliche Zuchtkälber.

Die 22 aufgetriebenen weiblichen Zuchtkälber stießen abstammungs- und entwicklungstechnisch auf unterschiedliches Interesse. 19 Kälber wurden zu einem Durchschnittspreis von 192 € zugeschlagen. Einige Kälber erhielten kein Gebot bzw. wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Den Tageshöchstpreis mit 280€ erzielte eine Vanpari-Tochter aus der Zucht von Familie Eberle aus Biessenhofen-Ebenhofen. Neben ihrer guten Entwicklung, war hier auch die Balisto-Mutter mit starken 4,16 Fett und 3,71 Eiweiß preisbildend.

Von den 15 gekörten Stieren konnte die Körkommission zehn in die Wertklasse 2 und weitere fünf wurden aufgrund von nicht ausreichenden Abstammungskriterien oder Fundamentmängeln in die Wertklasse 3 einreihen. Die Nachfrage nach Deckstieren war wieder deutlich besser als bei der letzten Auktion, so konnten 13 Bullen zugeschlagen werden. Den Körsieger stellte Alois Schindele aus Obergünzburg-Ebersbach. Der Anis-Sohn zeigte sich sehr harmonisch und glänzte durch seine Feinheit und schickes Seitenbild sowie ein tadelloses Fundament. Neben seinen Exterieurqualitäten sprach auch seine Abstammung für den Stier. Die Hegall-Mutter besticht durch eine Höchstleistung von 11840 kg Milch bei hervorragenden 4,24 Fett und 3,89 Eiweiß. Er erzielte auch mit 1920€ den Tageshöchstpreis. Einen Seasidebloom-Sohn aus einer leistungs- und exterieurstarken Juhus-Mutter, die 4,72 Fett und 4,10 Eiweiß vorweisen kann, stellte Hubert Epp aus Bad Grönenbach-Herbisried vor. Der Bulle stand ebenfalls in der Käufergunst und erzielte 1880€. Vier Bullen konnten außerhalb Bayerns abgesetzt werden und gingen zu treuen Käufern nach Baden-Württemberg und Norddeutschland. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1352€ ein.

Das umfangreiche Angebot an Jungkühen lockte wieder verstärkt Marktbesucher in die Allgäuhalle. So konnten auch drei italienische Großeinkäufer im Allgäu begrüßt werden. Auch bestanden Kaufaufträge aus anderen Teilen Bayerns sowie aus Norddeutschland. Von herausragender Qualität zeigten sich die drei vorgezogenen Jungkühe der Wertklasse 1. Alle drei zeigten sich sehr leistungs- und exterieurstark. Die an erster Stelle gestellte Jungkuh handelte es sich um eine Cadi-Tochter aus der Zucht von Franz Müller Burgberg- Agathazell. Die format- und euterstarke Jungkuh leistete 34 kg Tagesgemelk und war einem italienischen Käufer den Tageshöchstpreis von 2600€ wert. An zweiter Stelle ging eine enorm körperhafte und mit sehr gutem Euter ausgestattete Hidalgo-Tochter von Robert Geiger Füssen-Eschach, die 30,5 kg Milch leistete und 2120€ erlöste. An dritter Stelle ging eine Bisto-Tochter aus einer Padua-Mutter mit bester Abstammung. Diese Kuh wurde vom Betrieb Deubele aus Stiefenhofen-Mittelhofen vorgestellt und leistete am Markttag 33,2 kg Milch. Die format- und euterstarke Jungkuh ging ebenso wie die Hidalgo-Tochter per Kaufauftrag nach Niedersachsen. Auch in der Wertklasse 2 wurde mehrmals die 2000er Marke geknackt. So erlösten die 122 verkauften Jungkühe bei flottem Marktverlauf einen Durchschnittspreis von starken 1686 €. Selbst in der Wertklasse 3 erlöste eine Jungkuh noch 2320€ und wechselte nach Italien.

Nur Tiere mit groben Mängeln in der Wertklasse 3 fanden keinen Käufer. Komplettiert wurde das Angebot von fünf Nutztieren, drei Kalbinnen sowie drei Mehrkalbskühen. 50 Tiere traten die Reise über den Brenner an. Weitere 21 Jungkühe wurden außerhalb Bayerns vermarktet.

Marktbericht vom 06.08.2020 in Kempten

Großes Zuchtstierangebot

Die Zuchtviehmärkte tun sich nach dem Corona Lockdown schwer, wieder in „Normalmodus“ zurück zu kehren. Noch immer liegen die Besucherzahlen deutlich unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit, obwohl es für Kaufinteressenten keine Hindernisse mehr gibt, einen Zuchtviehmarkt zu besuchen. Das Zuchtviehangebot auf der anderen Seite ist wie bei der letzten Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am Donnerstag, 6. August wieder reichhaltig und hochwertig und bietet beste Auswahlmöglichkeiten. Aufgetrieben waren 24 Stiere, 1 Kuh, 76 Jungkühe, 4 Kalbinnen sowie 20 weibliche Zuchtkälber.

Ein überraschend großes Angebot fanden die Marktbesucher bei den Zuchtstieren vor, von denen 24 Exemplare zur Körung vorgestellt wurden. Für einen Sommermarkt war diese Anzahl wie zu erwarten dann aber zu groß und nicht alle Stiere konnten verkauft werden. Einige der Jungstiere waren auch bereits etwas älter und hätten gut in die Frühjahrssaison zum Weideauftrieb gepasst, in der aber bekanntlich Corona bedingt keine Auktionen mit Besuchern möglich waren. So konzentrierte sich das Interesse auf die bessere Qualität, die dann zum Schnittpreis von 1230 Euro den Besitzer wechselte. Das Höchstgebot des Tages erhielt mit sehr günstigen 1600 Euro der erstrangierte Seasidebloom-Sohn von Martin Schlecker, Osterberg-Weiler. Dieser für sein Alter extrem gut entwickelte und sehr korrekte Sohn der Himalaya-Tochter 1318, die 2017 bei der BZG-Schau in Kempten den Titel der Jungkuhchampion gewann und aus der auch der Alpengenetik-Jungvererber Heimo 10/346260 stammt, ging mit gGZW 121 und sehr ansprechenden Exterieurzuchtwerten nach Baden-Württemberg.

Bei den Jungkühen fanden die Kaufinteressenten eine gefällige Kollektion aus 76 Tieren vor, die eine gute Auswahl bot. Allerdings war zu erwarten, dass das sehr hohe Preisniveau der Vorauktion diesmal nicht zu halten war, obwohl auch wieder Bedarf aus Italien bestand. Da keine Tiere in Wertklasse 1 eingereiht waren, fehlte nach der hochpreisigen Vorauktion eingangs etwas die Orientierung bei der Preisfindung. Diese stellte sich dann aber schnell ein. Im Schnitt erlösten die braunen Jungkühe mit 1552 Euro rund 150 Euro weniger als drei Wochen zuvor an selber Stelle. Den höchsten Tageszuschlag gab es für eine Bender-Tochter mit 31 kg aus einer Vinozak vom Betrieb Ostenried in Pforzen-Leinau, die für 2000 Euro ins Ostallgäu ging. Nach Italien wurden 16 Jungkühe verkauft und alle vier Kalbinnen. Zwei Jungkühe gingen auch nach Österreich, der Großteil der Jungkühe blieb diesmal jedoch im Zuchtgebiet.

Ein größeres Angebot als zuletzt umfasste mit 20 Tieren die Kategorie der weiblichen Zuchtkälber, allesamt Braunvieh. Der Großteil wurde auf ähnlichem Preisniveau wie zuletzt im eigenen Gebiet verkauft.

Marktbericht vom 29.07.2020 in Buchloe

Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Buchloer Schwabenhalle

Nach der Corona-bedingten fünfmonatigen Unterbrechung fand am 29. Juli 2020 wieder eine Zuchtviehversteigerung in der Schwabenhalle statt. Unter strengen Corona-Auflagen standen 10 Stiere, 32 Jungkühe und 4 Zuchtkälber zum Verkauf. In allen Kategorien wurde von den wenigen Käufern flott gesteigert und überwiegend passende Preise erzielt.

3 der 4 vorgestellten Kälber fanden rasch einen Käufer. Nur ein Kalb mit ordentlicher Abstammung, aber leider nur mit HB-Abt. C, bekam kein Gebot.

Mit 10 gekörten Stieren war das Angebot für den Marktort Buchloe und die Jahreszeit relativ hoch. So konnten nur 4 Stiere ohne Schwächen im Pedigree, bei guter Entwicklung und korrekten Fundamenten verkauft werden. Spitzenstier war ein sehr rahmiger, eleganter Anis x Podolski-Sohn mit einer sehr hohen Mutterleistung und guten genomischen Zuchtwerten. Gezüchtet von Krug Florian, Betzigau und vom Betrieb Ellenrieder, Kirchheim aufgezogen, erzielte er verdientermaßen den Tageshöchstpreis.

Das Angebot bei den Jungkühen war nur von mittlerer Qualität. Der hohe Anteil an Tieren mit Mängeln in Wertklasse II minus und III schlug sich im erzielten Durchschnittspreis deutlich nieder. Die WKl. II-Jungkühe ohne Beanstandungen und Fehler erzielten im Schnitt mit 1.658,-- € bei einem Ø Tagesgemelk von 28.5 kg einen aktuell guten Erlös. Für das Höchstgebot von 1.920,-- € wechselte die erstrangierte Bender x Piment-Tochter vom Betrieb Ostenried, Leinau in einen Zuchtbetrieb nach Österreich. Eine weitere Jungkuh ging nach Österreich, 2 Jungkühe wurden nach Südtirol verkauft.

Marktbericht vom 16.07.2020 in Kempten

Italien räumt den Ring

Sommermärkte sind gewöhnlich etwas ruhiger – in Coronazeiten ganz besonders. Bei der letzten Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle am Donnerstag, 16. Juli in Kempten herrschte hingegen eine rege Nachfrage, insbesondere aus Italien. Aufgerieben waren 15 Stiere, 2 Kühe, 75 Jungkühe sowie 10 weibliche Zuchtkälber.

Mit 15 Kandidaten war der Aufrieb bei den Zuchtstieren für die Jahreszeit recht umfangreich und Interessenten hatten eine entsprechende Auswahlmöglichkeit. Diese wurde auch genutzt und insbesondere Jungstiere der Wkl. 2 fanden einen guten Absatz - alle wurden verkauft. Etwas schwieriger gestaltete sich hingegen der Verkauf von Stieren in Wkl. 3 mit Ausnahme eines genetisch hornlosen Kandidaten. Im Schnitt erlösten die 11 verkauften Jungstiere mit 1362 Euro um 77 Euro weniger als beim Vormarkt, wobei das Mittel der Wkl. 2 allerdings bei 1513 Euro lag. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2160 Euro der an die Spitze gestellte Cadence-Sohn aus einer Vasir-Tochter der Musch-Göppel GbR in Legau-Maria Steinbach, die mit enormer knapp 6jähriger Durchschnittlistung von 12300 kg bei 7,92 Prozent Fett und Eiweiß beeindruckte. Der von Max Klemp, Bad-Grönenbach aufgezogene und mit genomischem GZW von 114 geschätzte Jungstier ging nach Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus waren die Verkäufe der Braunviehzuchtstiere diesmal sehr weitgestreut und gingen auch nach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Belgien und Italien.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 75 Tieren der Jahreszeit entsprechend. Dem stand diesmal jedoch eine starke Nachfrage durch drei Großeinkäufer aus Italien gegenüber, so dass das Preisgefüge deutlich nach oben verschoben wurde. Im Schnitt erlösten Braunviehjungkühe mit 1708 Euro nochmals um 139 Euro mehr als noch Ende Juni an selber Stelle. Das höchste Gebot erhielt mit 2750 Euro die Spitzenjungkuh und einzige 1er Jungkuh des Tages, eine Dynamite-Tochter mit 30,5 kg Tagesleistung aus einer Dally mit 11400 kg bei 7,8 Prozent Inhaltsstoffen im 4-jährigen Schnitt vom Betrieb Ostenried, Pforzen-Leinau. Sie ging in einen Zuchtbetrieb nach Südtirol. Über den Brenner insgesamt wurden 42 Jungkühe verkauft.

Mit nur 10 aufgetriebenen Tieren war das Angebot bei den Zuchtkälbern begrenzt. Alle Tiere wurden verkauft, Braunviehkälber um 36 Euro mehr, als vor 3 Wochen. Die Mehrzahl der Kälber ging nach Baden-Württemberg und Italien.

 

Marktbericht vom 04.06.2020 in Kempten

Erste Auktion unter Corona-Bedingungen

Zwei Zuchtviehfestvermarktungen hat die Allgäuer Herdebuchgesellschaft seit Ausbruch der Corona-Pandemie im April und im Mai unter sehr erschwerten Bedingungen mit großem Erfolg und zur besten Zufriedenheit der Beschicker in der Allgäuhalle in Kempten durchgeführt und sämtliche Zuchttiere über Kaufaufträge vermarktet. Da zwischenzeitlich aber die Infektionszahlen dank der großen Disziplin aller immer weiter zurückgehen und deshalb immer mehr Corona-Beschränkungen gelockert werden können, hat die AHG mit Zustimmung der Stadt Kempten sich dazu entschlossen, die für Donnerstag, 4. Juni angesetzte Zuchtviehvermarktung wieder als Auktion durchzuführen. Allerdings waren strikte Auflagen zu befolgen. Diese haben dann aber wohl doch viele Kaufinteressenten abgehalten, selbst nach Kempten zu kommen, denn die Besucherränge in der Allgäuhalle, die nur mit Abstand genutzt werden durften, waren nur sehr spärlich besetzt. Dennoch konnten gerade Jungkühe dank zahlreicher Kaufaufträge und Käufern aus Italien gut abgesetzt werden. Aufgetrieben waren 15 Stiere, 1 Kuh, 77 Jungkühe sowie 19 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren fehlten diesmal noch schlicht die Käufer. Hinzu kam, dass einige Zuchtstiere während der Corona-Beschränkungen aufgrund des Bedarfes zum Beginn der Weidesaison auch ab Stall vermittelt wurden. Jedenfalls wurden nur 5 Kandidaten gehandelt, allesamt aus der Wertklasse 2, in die 10 Jungstiere eingereiht wurden. Im Schnitt kosteten diese 1322 Euro und damit über 100 Euro weniger, als vor drei Wochen bei reiner Festvermarktung. Allerdings blieb auch keiner unter 1200 Euro. Bestbezahlt war noch mit 1540 Euro ein korrekter Pustertal-Sohn mit gGZW 120 aus einer Hacker mit über 10000 kg Erstlaktation von der Musch Göppel GbR in Maria Steinbach, der von Max Klemp, Bad Grönenbach vorgestellt wurde und im Unterallgäu blieb.

Für die 77 aufgetriebenen Jungkühe - 74 standen dann zum Verkauf -  lagen wieder zahlreiche Kaufaufträge vor, die sich gut mit der um den Versteigerungsring versammelten Kaufkraft ergänzten. So gingen am Ende 23 Jungkühe nach Italien und einige im Rahmen eines größeren Transportes auch nach Niedersachsen. Alle Tiere erfüllten die Voraussetzung GVO frei gefüttert. Nach dem letzten Zuschlag notierte der Schnittpreis bei 1499 Euro für die Braunviehtiere und damit um 29 Euro unter dem Vormarktniveau, das noch ohne Gebote am Ring zustande kam. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2060 Euro eine Dane-Tochter mit bestem Euter von Martin Deubele, Stiefenhofen-Mittelhofen, die von Robert Wagner, Scheidegg-Forstenhäuser gezüchtet wurde. Sie ging mit 35 kg Tagesleistung für 2060 Euro zu einem regelmäßigen Käufer nach Südtirol.

Auch waren diesmal wieder 19 weibliche Zuchtkälber angeboten. Allerdings fehlten aufgrund der Umstände etwas die Käufer, so dass nur 14 Tiere gehandelt wurden. Jüngere, leichtere Tiere waren weniger gefragt.

 

Marktbericht vom 14.05.2020 in Kempten

Zweite Zuchtviehfestvermarktung in Zeiten der Corona-Beschränkungen

Nachdem die erste Festvermarktung von Zuchtvieh der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten vor drei Wochen aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen ein voller Erfolg war, stand sofort fest, dass auch der für Donnerstag, 14. Mai angesetzte Zuchtviehmarkt in dieser Form abgehalten wird. Wiederum waren Käufer am Marktort nicht zugelassen und alle Tiere wurden über Kaufaufträge vermittelt. Mit großer Disziplin hielten sich alle Beschicker an die vorgegebenen Abstandsregelungen beim Abladen und Vorstellen der Tiere und sowohl Beschicker, als auch alle Mitarbeiter trugen Mund-Nase-Schutzmasken. Nach dem Auftrieb und der TGD-Euterkontrolle wurden die Jungkühe von den Beschickern sofort in die Versteigerungshalle in einen verkleinerten Ring geführt, wo sie bewertet und vom Kaufauftragsdienst ein Preisangebot unterbreitet wurde. Zuchtstiere wurden unmittelbar nach dem Auftrieb gekört und anschließend ebenfalls in der Versteigerungshalle zum Verkauf vorgestellt. Anschließend wurden die Tiere im Stall fixiert und die Beschicker mussten den Marktort wieder verlassen. Nach Auftriebsende um 11 Uhr war die Vermarktung für die Verkäufer damit bereits wieder abgeschlossen und viele lobten die hohe Effizienz dieser Art der Vermarktung, aber auch die fairen Erlöse. Vorgestellt wurden in sehr ruhiger und entspannter Atmosphäre 13 Stiere, 1 Kuh sowie 64 Jungkühe. Dabei hätte die Marktsituation durchaus ein noch etwas umfangreicheres Angebot vertragen. Züchter sind deshalb angehalten, auch unter den derzeit etwas anderen Vermarktungsbedingungen für die nächsten Markttermine ihre Zuchttiere wie gewohnt anzumelden.

Bei den Zuchtstieren wurden insgesamt 13 Kandidaten in Kempten vorgestellt und auch 10 über Kaufaufträge sofort vermarktet. Dabei fiel beim Großteil der Kandidaten die gute genomische Zuchtqualität auf. Häufig reichte der Gesamtzuchtwert an 120 Punkte heran oder überschritt diese Marke als Ausdruck der im Gesamtpaket aus Leistung und Funktionalität hohen züchterischen Überlegenheit. Im Schnitt wurden diese Jungstiere für 1458 Euro vermarktet. Aber auch für die aktuell noch nicht verkauften Kandidaten finden sich bei passender Qualität im Nachgang evtl. noch Absatzchancen.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 64 Tieren deutlich geringer, als bei der Premiere dieser neuen Vermarktungsform vor drei Wochen. Da auch diesmal im Vorfeld mit hohem Aufwand genügend Kaufaufträge eingesammelt wurden, hätten durchaus auch noch mehr Jungkühe aufgetrieben werden können. Unter anderem war diesmal auch wieder ein Kaufauftrag für eine Lieferung von Jungkühen nach Italien vorhanden. Der Großteil der Tiere blieb diesmal aber im Zuchtgebiet. Insgesamt wurden so 60 Jungkühe verkauft, Braunviehtiere hierbei für 1528 Euro im Schnitt.

Aufgetrieben und vermarktet wurden auch 5 weibliche Zuchtkälber für im Schnitt 272 Euro.

Marktbericht vom 23.04.2020 in Kempten

Premiere einer Zuchtviehfestvermarktung

Die Corona-Pandemie hat zu drastischen Einschnitten unseres Alltags geführt. Um die Verbreitung des Covid19-Virus zu begrenzen, wurden zwischenmenschliche Kontakte weitestgehend beschränkt und unser wirtschaftliches Leben stark heruntergefahren. Davon bleibt natürlich auch die Landwirtschaft nicht verschont. Als Folge sind aktuell keine Veranstaltungen und somit auch keine Zuchtviehauktionen möglich. Um dennoch unter diesen extrem schwierigen Bedingungen Zuchttiere vermarkten zu können, hat die Allgäuer Herdebuchgesellschaft einen neuen Weg der Vermarktung gewagt, der auch von den zuständigen Ordnungsbehörden die Zustimmung erhielt. Wie bei den Nutzkälbern in Kempten schon lange üblich, wurde beim letzten Auktionstermin in der Allgäuhalle in Kempten am 23. April eine Festvermarktung für Zuchtvieh abgehalten. Hinzugezogen waren auch die Anmeldungen für Buchloe. Dies bedeutet, dass keine Käufer am Marktort zugelassen waren und alle Tier über Kaufaufträge vermittelt wurden. Unter strengen Auflagen konnten die Tiere – vermarktet wurde nur weibliche Großvieh und Stiere – zwischen 7.30 Uhr und 11.00 Uhr angeliefert werden. Ein Ordnungsdienst regelte, dass die Tiere mit entsprechendem Abstand abgeladen und zur Registrierung vorgeführt wurden. Kontakte unter den Beschickern waren strickt untersagt und auch die Mitarbeiter sorgten mit entsprechenden Mund-Nase-Masken ausgestattet für genügend Distanz. Nach der TGD-Euterkontrolle wurden die Jungkühe von den Beschickern sofort in die Versteigerungshalle in einen verkleinerten Ring geführt, wo sie von einer Person bewertet und vom Kaufautragsdienst ein Preisangebot gemacht wurde. Zuchtstiere wurden unmittelbar nach dem Auftrieb gekört und anschließend ebenfalls in der Versteigerungshalle zum Verkauf vorgestellt. Anschließend wurden die Tiere im Stall fixiert und die Beschicker mussten den Marktort wieder verlassen. Mit diesem sehr strikt und gut durchorganisierten System, mit dem sich die Beschicker bestens zufrieden zeigten, konnten in sehr ruhiger Atmosphäre bis 11 Uhr vormittags 147 Stück Großvieh aufgetrieben und Großteils auch vermarktet werden. Angeboten waren 16 Stiere, 118 Jungkühe und 13 Kalbinnen.

Da die Preisfindung diesmal nicht durch mehrere Gebote zustande kam, wird an dieser stellen auf die Angabe von Schnittpreisen verzichtet, dies bewegten sich jedoch auf dem Niveau der letzten regulären Versteigerungen und die Verkäufer waren mit den erzielten Preisen weitestgehend zufrieden.

Diese Form der Vermarktung konnte nur funktionieren, weil im Vorfeld mit sehr hohem Aufwand und dem seit vielen Jahren gefestigten Vertrauen der Käufer genügend Kaufaufträge eingeworben werden konnten. So wurden insgesamt 23 Tiere (11 Jungkühe und 12 Kalbinnen) nach Italien vermittelt sowie 13 Jungkühe und zwei Deckstiere nach Nordrhein-Westfalen und Hessen. Auch Kaufinteressenten aus Baden-Württemberg konnten bedient werden.

Aufgrund der aktuellen Lage wird auch die nächste geplante Auktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 14 Mai 2020 in dieser Form ohne Besucher stattfinden. Kaufinteressenten wenden sich bitte frühzeitig an den Kaufauftagsdienst der AHG. Am Markttag selbst können keine Aufträge mehr entgegengenommen werden! Weitere Informationen und auch die angemeldeten Tiere finden sich rechtzeitig auf der Homepage der AHG (www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de). Die Milchliste ist ab Montag 11. Mai, 12 Uhr auf dieser Homepage einsehbar.

(Dr. Birkenmaier)

 

Marktbericht vom 12.03.2020 in Kempten

Letzte Vermarktung vor den Corona-Einschränkungen

Wohl kaum ein Besucher oder Beschicker hätte im Vorfeld gedacht, dass die letzte Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am 12. März die letzte vor dem Ausrufen des Notstandes in Bayern aufgrund der Corona-Pandemie wäre. Damit muss auch die für Donnerstag, 2. April geplante Versteigerung in Kempten ausfallen, genauso wie die Auktion in Buchloe am vergangenen Mittwoch, 18. März und auch alle anderen Zuchtviehauktionen in Deutschland abgesagt wurden. Wie es danach weitergeht, kann aufgrund der aktuellen Lage derzeit nicht gesagt werden. Die AHG wird auf ihrer Homepage rechtzeitig informieren (www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de). Aufgetrieben waren bei der letzten Auktion 13 Stiere, 4 Kühe, 114 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 26 weibliche Zuchtkälber.

Wenn das Frühjahr naht, steigt die Nachfrage nach Deckstieren. Dies war auch bei dieser Auktion nicht anders. Von den 13 vorgestellten Kandidaten standen nach der Körung 11 zum Verkauf, die dann auch alle den Besitzer wechselten. An der Spitze lief diesmal ein genetisch hornloser Vipro-Sohn aus einer Puck-Tochter von Andreas Lingenhel, Oberstaufen-Gschwend mit 4 Kälbern und der beachtlichen Durchschnittsleitung von 15377 kg Milch bei 3,8 % Eiweiß. Den Tageshöchstpreis erhielt mit 1960 Euro allerdings ein Vinley-Sohn aus einer Payssli von Thomas Abler, Scheidegg-Unterschwenden, der von Hans Groß, Lauben vorgestellt wurde. Mit einem genomischen GZW von 121 und auch sehr ansprechendem Exterieurprofil sowie einer Mutterleistung von über 10000 kg Milch bei 8,8 % Fett und Eiweiß blieb er im Zuchtgebiet. Unterm Strich erlösten die Jungstiere bei angezogener Nachfrage 123 Euro mehr als zuletzt.

Deutlich geringer als noch vor drei Wochen war das Angebot bei den Jungkühen mit 114 Tieren. Dennoch war dies natürlich immer noch eine breite Auswahlbasis für die anwesenden Interessenten. Aufgrund der sehr dramatischen Entwicklung der Corona-Verbreitung in Norditalien, fehlten aber die Großkunden von dort. Dieses Absatzpotential konnte teilweise durch Verkäufe nach Nordrhein-Westphalen und Hessen ausgeglichen werden. Unterm Strich bleib der Schnittpreis mit 1585 Euro für Braunvieh-Jungkühe auf demselben Niveau, wie vor drei Wochen. Bestbezahlt war mit 2360 Euro eine Hegall-Tochter mit über 34 kg Tagesleitung in der vorgereihten Wkl. 2 von Xaver Worger, Untrasried, die von Christoph Lang, Halblech-Oberreiten vorgestellt wurde. Sie ging nach Baden-Württemberg. Die einzige 1er Jungkuh, eine Cadence-Tochter mit knapp 30 kg von Stefan Achberger, Scheidegg-Rickenbach blieb hingegen für 2200 Euro im Zuchtgebiet.

Gut nachgefragt waren auch die weiblichen Zuchtkälber. Hier konnten die Interessenten unter 26 Tieren auswählen und damit wieder unter deutlich mehr, als in den letzten Wochen. Die Käufer nutzten dies und bis auf zwei Kälber wurden alle zum Schnittpreis von 300 Euro - und damit auf fast selben Niveau wie vor 3 Wochen - abgesetzt. Den Höchstpreis von 540 Euro erzielte ein Vanpari-Kalb aus einer Huray mit über 10000 kg Schnittleistung von Siegfried Höss, Oberstaufen-Ifen. Es ging mit zwei weiteren Zuchtkälbern nach Hessen.

Marktbericht von 20.02.2020 in Kempten

Große Auswahl an guten Jungkühen

Ein erneut breites Angebot an guten Jungkühen stand bei der letzten Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten am 20. Februar zum Verkauf. Dies nutzten bei frühlingshaftem Wetter auch zahlreiche Besucher. So waren die Ränge um den Versteigerungsring gut gefüllt. Aufgetrieben waren 11 Stiere, 5 Kühe, 172 Jungkühe und 16 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren war nach dem zuletzt etwas knapperen Angebot der Auftrieb mit 11 Kandidaten wieder etwas umfangreicher, für die Jahreszeit mit beginnender Nachfrage nach Weidestieren aber dennoch begrenzt. Allerdings konnte die Qualität diesmal insgesamt nicht befriedigen. So wurden nur neun Jungstiere gekört, fünf davon in Wkl. 2. Da Stierkäufer ganz gezielt gute Zuchtqualität suchten und wenig Kompromisse eingingen, konnten nicht alle Stiere verkauft werden. Am Ende zeigte sich dies auch am Schnittpreis, der qualitätsbedingt um über 250 Euro unter der Vorauktion mit deutlich besserem Stiermaterial lag.

Ganz anders hingegen das Bild bei den Jungkühen: hier war nicht nur das Angebot mit 172 Tieren reichhaltig, sondern auch die Qualität machte einiges her, was an der Wertklasse 1 mit sechs Kühen und über 40 in der Wkl. 2 vorgezogenen Jungkühen sehr eindrucksvoll zum Ausdruck kam. Allerdings war diesmal die sonst starke Nachfrage aus Italien deutlich geringer, so dass die zahlreich in der Halle vorhandenen Kaufinteressenten aus der näheren und weiteren Region eine relativ preiswerte Einkaufsgelegenheit vorfanden. Im Schnitt gingen die braunen Jungkühe so um 90 Euro günstiger aus dem Ring, als noch vor drei Wochen. 13 Jungkühe wurden nach Tschechien und 10 nach Südtirol verkauft. Unter letzteren war auch die Spitzenjungkuh des Tages, eine formalistisch herausstechende Hotspot-Tochter von Christian Brutscher, Bolsterlang, die bei 31 kg Tagesgemelk auch zum Spitzenpreis von 2550 Euro zugeschlagen wurde.

Deutlich belebter als zuletzt gestaltete sich das Marktgeschehen bei den weiblichen Zuchtkälbern. Hier war Nachfrage nach den 16 vorgestellten Kälbern vorhanden, die dann auch alle verkauft wurden. Im Schnitt kletterte das Preismittel um über 40 Euro auf 305 Euro und nur vier Kälber blieben unter 300 Euro.

Marktbericht vom 12.02.2020 in Buchloe

Februarauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Bedarf an guten Jungkühen nicht gedeckt –

Bei der Zuchtviehauktion der AHG am 12.02.2020 in der Schwabenhalle Buchloe wurden 10 Zuchtkälber, 7 Zuchtbullen und 32 Jungkühe zum Verkauf angeboten. Trotz schwachem Besuch, aber dank vieler Kaufaufträge, leider nur im gehobenen Segment, konnte die angebotene Qualität zu zufriedenstellenden Preisen verkauft werden.

Bei den Zuchtkälbern fanden nur 5 der 10 angebotenen Kälber einen Käufer. Auffallend groß war das Angebot an Kälbern mit einer unterdurchschnittlichen Mutterleistung. Der Bedarf an guten Zuchtkälbern mit abgeschlossenen Mutterleistungen von über 7000 kg Milch war nicht gedeckt.

Im Gegensatz zu den letzten Auktionen wurden dieses Mal  7 gut entwickelte Zuchtbullen angeboten. An die Spitze gestellt wurde die Katalog-Nr. 2, ein Biver-Sohn aus einer Harrison-Tochter mit 10800 kg Milch/ 4,08 Fett/ 3,9 Eiweiß, von der Ostenried JM KG aus Leinau. Dieser Bulle konnte bei den genomischen Werten, als auch beim Exterieur, überzeugen. Verdient erzielte er auch den Tageshöchstpreis.

Mit einem wahren Feuerwerk startete die Versteigerung dann bei den Jungkühen. Die erst rangierte Jungkuh der Wertklasse I, Katalog-Nr. 24, eine Cadence-Tochter aus einer sehr leistungsstarken Biver-Mutter mit 31 kg Tagesgemelk und perfektem Exterieur, gezüchtet von der Ostenried JM KG aus Leinau, sorgte schon vor Beginn der Versteigerung für viel Interesse und Gesprächsstoff auf den Stallgassen. Bei einem spannenden Bieterduell zwischen ausländischen Käufern und heimischen Landwirten bekam letztendlich ein heimischer Zuchtbetrieb den Zuschlag für 2540 Euro. Jungkühe mit einem durchschnittlichen Tagesgemelk von über 28 Litern konnten problemlos verkauft werden, während die Nachfrage nach Kühen unter 25 Litern und Fehlern im Exterieur komplett fehlte.

Marktbericht vom 30.01.2020 in Kempten

Zuchtviehverkäufe in alle Richtungen

Gute Qualität wurde bei der letzten Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten angeboten. Die nutzten nicht nur Kaufinteressenten aus der Region, sondern auch aus weiter entfernten Gebieten war eine große Nachfrage vorhanden. Aufgetrieben waren 6 Stiere, 3 Kühe, 151 Jungkühe, 1 Kalbin, 2 Jungrinder und 21 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren war das Angebot mit nur 6 Kandidaten wieder äußerst knapp. Da diesmal die Qualität der Jungstiere sich wieder besser zeigte als zuletzt, wurde das Angebot komplett verkauft und zu einem um 236 Euro höheren Schnittpreis gehandelt als vor drei Wochen. Das Spitzengebot des Tages erhielt mit 2300 Euro ein noch junger Volterra-Sohn aus einer leistungsstarken Puck von Georg Herz, Sontheim, der aber aufgrund nicht erreichter Zuchtwertgrenzen in Wkl. 3 eingereiht war. Da bereits das Frühjahr naht mit traditionell stark ansteigendem Deckstierbedarf und zusätzlich Kaufwünsche  aus Luxemburg und Hessen bestanden, war das Angebot nicht ausreichend.

Gefällig zeigten sich die 151 aufgetriebenen Jungkühe, die darüber hinaus auch eine hohe Leistungsbereitschaft an den Tag legten. Weil außerdem Großkunden und Kaufaufträge aus Norddeutschland, Luxemburg und Italien vorhanden waren, wurde das umfangreiche Angebot flott gehandelt. Bestbezahlte Jungkuh war die auf Rang 1 in Wertklasse 1 platzierte Vox-Tochter mit 32 kg Tagesleistung von Franz Müller, Agathazell mit 2380 Euro. Die aus einer langlebigen Juleng mit inzwischen 6 Kalbungen und über 10500 kg Milch bei 7,4 % Inhaltsstoffen gezogene, sehr gefällige Jungkuh ging mit 17 weiteren Tieren nach Italien. Außerdem wurden 8 Jungkühe nach Luxemburg sowie 19 nach Schleswig-Holstein und 11 nach Nordrhein-Westfalen verkauft. Da auch aus Baden-Württemberg Bedarf bestand, gingen knapp 80 Jungkühe nach außerhalb Bayerns – ein eindrucksvoller Beleg für die Allgäuer Region als Quelle weiträumig geschätzten Zuchtviehs!

Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern hatten die Kaufinteressenten wieder etwas mehr Auswahl unter den 21 vorgestellten Tieren. Allerdings zeigte sich erneut, dass insbesondere leichtere Kälber aus Erstlingskühen weniger gefragt sind. Am Ende lag der Schnittpreis mit 262 Euro auf demselben Niveau, wie bei der Vorauktion. Das Spitzengebot ging hingegen bis 560 Euro für ein David-Kalb aus einer Puck mit knapp 10000 kg mehrjähriger Leistung bei 7,6 Prozent Inhaltsstoffen. Die bessere Hälfte der Kälber erlöste 330 Euro im Mittel.

Marktbericht vom 15.01.2020 in Buchloe

Schwabenhalle Buchloe – guter Start ins neue Jahr 2020

Bei der Zuchtviehversteigerung der Allg. Herdebuchgesellschaft am 15. Januar 2020 standen 3 Stiere, 30 Jungkühe und 15 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei ordentlichem Besuch und überwiegend passender Qualität wurde in allen Gattungen flott gesteigert und der Markt nahezu komplett geräumt.

Die Zuchtkälber waren fast ausnahmslos korrekt und altersentsprechend entwickelt. Für die aktuelle Situation waren die erzielten Preise  in Ordnung. Nur Kälber von Jungkühen waren weniger gefragt und mussten Preisabschläge in Kauf nehmen. Zwei Kälber wurden zum Zuschlagsgebot nicht abgegeben.

Drei sehr korrekte und gut entwickelte Stiere der WKL II standen zum Verkauf. Nur der erstrangierte Piero x Feuerstein-Sohn bekam kein passendes Gebot. Die beiden anderen Bullen wurden zu guten Preisen gehandelt. Den Höchsterlös erzielte ein Jero x Hegall-Sohn mit guten genomischen Zuchtwerten. Dieser Bulle wurde von Wuchenauer Stefan gezüchtet und vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim bestens aufgezogen.

Wesentlich besser als beim Dezembermarkt waren die 30 aufgetriebenen Jungkühe. Fast alle konnten sowohl in der Leistungsbereitschaft, als auch bei den Eutern und Fundamenten überzeugen. Lediglich in der Melkbarkeit fielen einige Tiere negativ auf. Alle Jungkühe wurden verkauft. Der Ø-Preis ohne die Tiere der WKL II- und III lag über 1.600,-- €. Den Tageshöchstpreis erzielte eine kurz gekalbte Harley-Tochter mit 32,5 kg Tagesgemelk bei hervorragender Melkbarkeit und gutem Pedigree vom Zuchtbetrieb Hauser Alois, Rehbichl. 3 Jungkühe gingen nach Italien, 2 Jungkühe nach Luxemburg.

 

Marktbericht vom 09.01.2020 in Kempten

Umfangreiches Jungkuhangebot zum Jahresanfang

Schönstes, frühlingshaftes Wetter präsentierte sich den Besuchern und Beschickern der ersten Zuchtviehauktion des neuen Jahres der AHG in der Allgäuhalle in Kempten - ganz anders als vor genau einem Jahr, als heftige Schneefälle und schwierige Straßenverhältnisse das Marktgeschehen stark belasteten. Zahlreiche Besucher nutzen dies, um dem Marktgeschehen beizuwohnen. Aufgetrieben waren 8 Stiere, 1 Kuh, 140 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 18 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Jungstieren war das Angebot mit 8 Tieren überschaubar und in der Qualität breit gestreut. Nicht jeder Kandidat fand deshalb einen neuen Besitzer. Erneut zeigte sich, dass viele gut typisierte Stierkälber offensichtlich nicht den Weg in die Aufzucht und dann auf die Auktionen fanden – Nachfrage nach diesen Qualitäten wäre jedenfalls vorhanden. So erlöste der Spitzenstier des Marktes, ein sehr gut entwickelter Vanpari-Sohn aus einer Puck-Tochter, am Ende mit 1720 Euro auch den Spitzenpreis. Mit einem genomischen GZW von 120 und auch sehr ansprechenden Exterieurzuchtwerten ging der von Hans Groß, Lauben vorgestellte und von Stefan Hartmann in Ottobeuren Ollarzried gezüchtete Kandidat ins baden-württembergische Allgäu.

Bei den Jungkühen konnte die Qualität diesmal nicht ganz mit dem herausstechenden Angebot der vorhergehenden Weihnachtsauktion mithalten. Dennoch hatten die Kaufinteressenten eine breite Auswahl unter den 140 leistungsstarken Jungkühen. Dies nutzte auch wieder ein Großaufkäufer aus Italien mit über 30 Tieren. Weitere Partien wurden in Richtung Norden nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verkauft. So auch die Spitzenjungkuh des Tages, eine Harvard-Tochter mit über 33 kg Tagesgemelk von Stefan Finkel, Ofterschwang-Sigishofen, die beim Zuschlag von 2240 Euro aus dem Ring ging. Unterm Strich konnten Braunviehjungkühe mit 1622 Euro das Preisniveau der Vorauktion knapp halten.

Ebenfalls nicht ganz an die Qualität der Vorauktion kamen die 18 aufgetriebenen Zuchtkälber heran. So war klar, dass auch das sehr gute Preisniveau vom letzten Mal nicht zu halten war. Am Ende landeten die braunen Kuhkälber dann bei knapp 270 Euro. In der Spitze wurden für die besseren Kälber bis 400 Euro geboten. Fast alle Kälber wurden verkauft, 5 gingen nach Nordrhein-Westfalen.