Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Marktbericht vom 13.02.2019 in Buchloe

Februarauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Schwabenhalle mit zufriedenstellender Qualität und angepassten Preisen

Beim Zuchtviehmarkt der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 13. Februar 2019 standen 5 Stiere, 2 Mehrkalbskühe, 28 Jungkühe und 19 Zuchtkälber zum Verkauf. Bei gutem Besuch wurde der Großteil der angebotenen Zuchttiere zu der Qualität entsprechend passenden Preisen flott versteigert.

Die derzeitige Verunsicherung der Aufzüchter durch die Blauzungenproblematik schlug sich bei den Zuchtkälbern bei der Nachfrage und den erzielten Preisen nieder. Trotzdem wurden nur 4 Kälber zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Die Preisspanne bewegte sich von 120,-- € bis 420,-- €. Den Höchsterlös erzielte ein korrektes, gut entwickeltes Volterra x Harley-Kalb mit sehr guten Leistungsdaten vom Zuchtbetrieb Diebolder Max, Kilbrackhof.

Gute Nachfrage bestand nach Deckstieren. Alle 5 angebotenen Bullen konnten zu ordentlichen Preisen abgesetzt werden. Körsieger wurde ein von Brugger Markus, Ungerhausen, gezüchteter Castle x Payboy-Sohn. Dieser Stier wurde vom Betrieb Ellenrieder Johann, Kirchheim bestens aufgezogen und zum Verkauf angeboten. Seine genomischen Zuchtwerte liegen durchwegs auf Prüfbullenniveau. Auch durch sein Exterieur und seine gute Entwicklung konnte der Bulle überzeugen. Vom Zuchtverband ersteigert, wird er als Deckbulle im Sommer auf einem Weidehof zum Einsatz kommen.

Trotz fehlender ausländischer Kunden wurde das Angebot bei den Jungkühen flott zu ordentlichen Preisen fast komplett abgesetzt. Alle Jungkühe wurden in Wertklasse 2 bewertet. Der Ø-Preis für die Tiere ohne Beanstandungen lag bei 1600,-- €. Erstrangiert wurde eine sehr rahmige, korrekte King x Showdown-Tochter vom Zuchtbetrieb Ostenried, Leinau. Den Tageshöchstpreis erzielte eine robotergewöhnte Harley x Juleng-Tochter mit 32,5 kg Tagesgemelk vom Zuchtbetrieb Hailand Johann, Aitrang. Kein passendes Angebot bekamen leider die beiden Mehrkalbskühe.

Marktbericht vom 31.01.2019 in Kempten

Flotter Markt trotz Blauzunge

Eine Herausforderung war die letzte Zuchtviehauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten am 31. Januar in der Allgäuhalle in Kempten - war doch rund eine Woche zuvor das westliche AHG-Gebiet unerwartet in die 150 km umfassende Blauzungen-Restriktionszone gefallen. Damit war der Handel nach außerhalb der Restriktionszone durch zusätzliche Auflagen extrem erschwert und ins Ausland gänzlich unmöglich. Mit hohem logistischem Aufwand gelang es den AHG Verantwortlichen aber innerhalb kürzester Zeit die Beschickerbetriebe zu informieren und eine Untersuchungslogistik auf Virusfreiheit der Verkaufstiere auf die Beine zu stellen. So verlief die Auktion am Ende für Marktbeteiligte und -beobachter auffallend normal bei sogar deutlich höherem Zuchtviehangebot. Aufgetrieben waren 15 Stiere, 3 Kühe, 173 Jungkühe, 9 Kalbinnen und 27 weibliche Zuchtkälber.

Bei den 15 aufgetriebenen Stieren fand sich diesmal eine breite Qualitätspalette in puncto Exterieur und Zuchtwerten, wobei aber alle Stiere genomisch untersucht waren. So waren die Wertklassen 2 und 3 auch zu etwa gleichen Teilen besetzt. Erstrangiert lief ein wüchsiger und korrekter Vassli-Sohn aus einer Pablo-Tochter von der Walcher GbR in Memmingen-Steinheim, der mit gGZW 120 und +1020 kg Milch auffiel. Er ging auch zum Höchstpreis von 1840 Euro aus dem Ring und wurde nach Baden-Württemberg verkauft. Im Schnitt kosten die verkauften Jungstiere 1407 Euro und damit auch qualitätsbedingt gut 100 Euro weniger als zuletzt.

Blauzunge und großes Jungkuhangebot – das kann nicht gut gehen, dachte sich mancher Marktbeobachter wohl im Vorfeld der Auktion, denn immerhin fehlten die sonst treuen italienischen Kunden, da ein Verbringen nach außerhalb des Bundesgebietes aus der Restriktionszone heraus nicht mehr möglich war. Dass es dann anders kam, überraschte doch viele. Von Anfang an waren die leistungs- und exterieurmäßig ansprechenden Jungkühe gut nachgefragt, was nicht zuletzt an den zahlreichen, gezielt eingeholten Kaufaufträgen lag. So war es auch leichter die Lieferwünsche aus dem Norden mit zum Teil größeren Partien zu erfüllen. Nach der Auktion wurden denn auch knapp 40 Tiere Richtung Norden verladen, weitere nennenswerte Stückzahlen gingen in fernere Regionen Bayerns oder nach Baden Württemberg. Aber auch die regionale Nachfrage konnte gut bedient werden. Am Ende waren die braunen Jungkühe dann trotz doppelt so großem Angebot mit 1594 Euro sogar 57 Euro teurer als zuletzt. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2620 Euro eine Blooming-Tochter mit 34 kg Tagesgemelk von Florian Reichenbach, Ruderatshofen-Immenhofen, die im Zuchtgebiet blieb.

Verhaltene Nachfrage herrschte zum Auktionsauftakt hingegen noch bei den 27 weiblichen Zuchtkälbern. Nachdem drei Wochen zuvor das extrem begrenzte Angebot noch sehr hochpreisig gehandelt wurde, ging der Schnittpreis diesmal wieder deutlich zurück. Dennoch wurden Spitzengebote bis 500 Euro abgegeben und mehrfach die 400 Euro-Marke übertroffen. Einige Kälber gingen ins Traunsteiner Gebiet. Angesichts der schrumpfenden Nachzucht werden diese heute günstigen Kälber in gut zwei Jahren sicher als Jungkühe sehr begehrt sein.

Marktbericht vom 16.01.2019 in Buchloe

Januarauktion in der Buchloer Schwabenhalle – Passende Qualität aber etwas verhaltene Nachfrage

Beim ersten Zuchtviehmarkt 2019 in der Schwabenhalle standen 11 Zuchtkälber, 4 Stiere und 40 Jungkühe zum Verkauf. Trotz günstiger Witterung und gutem Besuch war die Nachfrage vor allem bei den Jungkühen etwas verhalten.

Die Zuchtkälber waren von guter Qualität und wurden sehr qualitätsbezogen verkauft. Die Preisspanne bewegte sind von 100,-- € bis 500,-- €. Den Höchsterlös erzielte ein Aviator x Pathos-Kalb vom Zuchtbetrieb Immerz Bernhard, Warmisried.

Von den 4 gekörten Bullen konnten nur die ersten beiden zu guten Preisen versteigert werden. Zwei schon etwas ältere Stiere mit entsprechend hohen Gewichten erzielten leider keine ausreichenden Gebote und wurden dem zufolge nicht abgegeben. Körsieger wurde ein Amor x Vinner-Sohn aus einer leistungsstarken, langlebigen Mutterlinie. Neben seiner guten Entwicklung überzeugte er durch sehr ausgewogene genomische Zuchtwerte. Dieser Bulle wurde vom Betrieb Riedle Wolfgang, Ottobeuren gezüchtet und vom Stieraufzüchter Ellenrieder Johann, Kirchheim am Markttag bestens präsentiert.

Das diesmal etwas höhere Angebot bei den Jungkühen war von sehr ordentlicher Qualität. Obwohl eine absolute Spitze fehlte, konnten doch 7 Tiere der WKL. II von der Bewertungskommission vorgezogen werden. Nur 5 Jungkühe wurden in WKL. II- gereiht und dies meist aufgrund einer zu knappen Milchleistung. Trotz des passenden Angebotes war das Kaufverhalten eher zögerlich und die erzielten Preise nicht immer zufriedenstellend. 3 Tiere wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. 46 % der verkauften Tiere wurden im Kaufauftrag ersteigert. Alle verkauften Tiere bleiben in Bayern oder Baden-Württemberg. Den Tageshöchstpreis erzielte eine Juleng x Jojo-Tochter vom Zuchtbetrieb Velle Thomas, Schwangau.

Marktbericht vom 10.01.2019 in Kempten

Schneechaos zum Jahresauftakt

Das Jahr begann heftig für die Zuchtviehauktionen der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten mit dem Auftaktmarkt am 10. Januar in der Allgäuhalle. Heftige Schneefälle und schwierige Straßenverhältnisse belasteten das Marktgeschehen und im Vorfeld erkundigte sich mancher Beschicker, ob die Auktion überhaupt stattfindet. So war auch die Ausfallquote in allen Kategorien diesmal besonders hoch. Dennoch wurden 9 Stiere, 1 Kuh, 107 Jungkühe, 3 Kalbinnen und 3 weibliche Zuchtkälber angeliefert.

Wieder gute Qualität, so lautet das Urteil der Körkommission zusammengefasst für die 9 Jungstiere, denn 8 wurden in Wkl. 2 eingereiht. Wie für alle Kategorien war aber witterungsbedingt der Besuch eingeschränkt und die Nachfrage deshalb etwas reduziert. Dennoch wurden 8 Stiere verkauft, der bestbezahlte für 1760 Euro in die Pfalz. Dies war ein Vintage-Sohn aus einer leistungs- und inhaltsstoffstarken Platin-Tochter von Richard Königsberger, Untergermaringen mit genomischem Milchwert 118 und insbesondere auch Euterzuchtwert 117. Aufgezogen und vorgestellt wurde er von Hans Groß, Lauben. Unterm Strich wurden Zuchtstiere aber 106 Euro günstiger als zuletzt gehandelt. 5 Stier gingen Richtung Norden.

Ähnlich war das Bild bei den Jungkühen. Witterungsbedingt fielen eigene Käufer vielfach aus, was aber durch potente Käufer aus Italien und Kaufaufträge aus nördlichen Gefilden großteils ausgeglichen wurde. So gingen von den 100 verkauften Jungkühen knapp zwei Drittel entweder nach Norden oder nach Italien. Aufgrund der schwierigen Schneeverhältnisse in Tirol mussten diese Tiere aber einen größeren Umweg beim Transport nehmen. Spitzenjungkuh des Marktes war mit 2020 Euro eine Nirvana-Tochter aus einer Payoff mit 32 kg Tagesleistung vom Betrieb Herz in Wagneritz. Sie ging nach Italien. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurden Jungkühe Im Schnitt nur 10 Euro niedriger gehandelt als bei der Vorauktion.

Ein Rekordpreisniveau konnte bei den weiblichen Zuchtkälbern am Ende notiert werden. Stolze 473 Euro betrug der Schnitt. Allerdings waren auch nur 3 Kälber im Angebot, diese jedoch von überdurchschnittlicher Qualität. Zuchtkälber werden knapp, und am Markt spiegelt sich das wider.

 

Marktbericht vom 20.12.2018 in Kempten

Überzeugende Qualität zum Jahresabschluss

Traditionell ist zum Jahresabschluss die Weihnachtsauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in der Allgäuhalle in Kempten immer besonders gut besucht. So war es auch dieses Jahr am 20. Dezember. Neben der traditionellen Vergabe der Hauptpreise des Allgäuer Bauernblatt-Preisausschreibens erwartete die Besucher eine gute Qualität an Zuchttieren. Aufgetrieben waren 12 Stiere, 4 Kühe, 137 Jungkühe, 2 Kalbinnen und 13 weibliche Zuchtkälber.

Nach den hinsichtlich der Qualität etwas knapper bestückten Vorauktionen, konnte die vorgestellte Kollektion der Zuchtstiere diesmal wieder etwas besser gefallen. So erreichten die Leistungszuchtwerte der Jungstiere diesmal ein etwas besseres Niveau. Ungewöhnlich war allerdings, dass einige Kandidaten an den Melkbarkeitskriterien für die Wkl. 2 scheiterten. Die Kaufinteressenten wählten dann sehr kritisch nach eigenen Qualitätsmaßstäben aus, was insbesondere den erstrangierten Kandidaten zu Gute kam. Vor allem Jungstiere in Wkl. 3 erhielten zum Teil jedoch kein Gebot. Unterm Strich ging der Schnittpreis trotz besserer Qualität gegenüber der Vorauktion dann sogar um 20 Euro auf immer noch gute 1626 Euro zurück. Den Tageshöchstpreis erzielte mit 2040 Euro ein Cadence-Sohn aus einer sehr gut bewerteten Glarus-Tochter mit über 9500 kg Milch bei 8,8 Prozent Fett und Eiweiß von Daniel Weber, Görisried. Mit selbst sehr guten genomischen Exterieurzuchtwerten und einem MW von 119 ging der von Max Klemp, Bad Grönenbach aufgezogene Stier ins Unterallgäu.

Sehr gut gefiel im Anschluss dann das Angebot der 137 Jungkühe, die mit sieben Wkl. 1 -Rangierungen aufwarteten. Diese waren bei den Käufern auch sehr begehrt und erzielten im Schnitt über 2100 Euro. Auch Jungkühe der Wkl. 2, die vorrangiert waren, konnten zu respektablen Preisen abgesetzt werden. Mit zunehmendem Marktverlauf gab das Preisniveau dann jedoch etwas nach, so dass am Ende mit 1547 Euro der Schnittpreis der Vorauktion um 64 Euro verfehlt wurde. Da italienische Großkunden diesmal fehlten, konnten Kaufaufträge aus Norddeutschland mit über 30 Tieren gut bedient werden. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 2460 Euro die Tochter eines Huxoy-Sohnes von Markus Epp, Lengenwang mit über 32 kg Tagesleistung und sehr guten mütterlichen Inhaltsstoffen. Sie ging nach Österreich.

Sehr begehrt war das mit nur 13 Tieren sehr knappe Angebot bei den weiblichen Zuchtkälbern. Da sich auch die Qualität gegenüber den Vorauktionen abhob, kletterte der Schnittpreis um 66 Euro auf 352 Euro. Gleich dreimal wurde der Spitzenpreis von 520 Euro geboten, einmal für eine Purpro-Tochter von Hubert Hiemer, Wiggensbach-Emmenried, für ein Harley-Kalb von Franz Diepolder, Lachen sowie für eine Vidal-Tochter von Leonhard Daufratshofer, Markt Rettenbach-Speckreu.

Marktbericht vom 08.11.2018 in Kempten

Jungkühe auf stabilem Preisniveau gut nachgefragt

Die erste Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft in Kempten fand bei - für dieses Jahr ungewöhnlich - regnerischem Wetter am 8.11. in der Allgäuhalle in Kempten statt. Bei gutem Besuch standen 12 Stiere, 4 Kühe, 87 Jungkühe, 3 Kalbinnen sowie 27 weibliche Zuchtkälber im Angebot.

Die Kollektion der aufgetriebenen Zuchtstiere lag zwar hinsichtlich des Umfangs mit 12 Tieren auf dem Niveau der letzten Auktionen, hinsichtlich der Qualität erreichte dieser Markt aber nicht das sonst übliche Niveau. Dies kam im Körergebnis von 1mal Wkl. 1, 3mal Wkl. 2 und 7mal Wkl. 3 zum Ausdruck. Im Versteigerungsring war dann auch kein Bedarf an Stieren der Wkl 3 vorhanden. Deckstiere der Wkl. 1 und 2 waren hingegen gefragt und kosteten im Schnitt 1625 Euro, was den Schnittpreis zur Vorauktion um knapp 200 Euro nach oben klettern lies. Das höchste Tagesgebot erhielt mit 1820 Euro ein Hochdorf-Sohn aus einer Espenau-Tochter von Thomas Fleschutz , Günzach-Albrechts, der mit herausragendem, genomischen Euterzuchtwert und sehr gut bewerteter, leistungsstarker Mutter auf sich aufmerksam machte.

Bei den Jungkühen war das Angebot mit 87 Tieren nochmals geringer als zuletzt. Damit bestätigte sich erneut der seit längerem rückläufige Trend an für den Verkauf verfügbaren Jungkühen. Nachfrage war auf der anderen Seite aber vorhanden, so dass flott geboten wurde und der Schnittpreis am Ende fast eine Punktlandung zur Vorauktion schaffte. Das Spitzengebot wurde für die einzige 1er Jungkuh abgegeben, eine leistungsstarke Vox-Tochter mit 32 kg Tagesgemelk aus einer Vapiano mit 10500 kg Durchschnittleistung bei 3,91 Prozent Eiweiß von Daniel Weber, Görisried. Sie blieb für 2220 Euro im Zuchtgebiet. Zwei größere Partien gingen zum einen nach Italien und zum anderen in einen Betrieb nahe Bremerhaven/Niedersachsen.

Interessante Genetik wurde diesmal auch bei den Kalbinnen angeboten. Das Interesse nach den drei Tieren mit starkem Leistungshintergrund aus einer Teilbestandsaufgabe war dementsprechend groß. Im Schnitt kosteten diese drei Kalbinnen dann auch 1740 Euro. Alle drei blieben im Zuchtgebiet.

Wenig spektakulär war hingegen das Angebot der 27 weiblichen Zuchtkälber. Hier fanden schließlich auch nur 17 einen Käufer. Nicht alle Kälber konnten mit ihrem Leistungshintergrund oder ihrer Entwicklung überzeugen. Höchstgebote gingen bis 440 Euro.

Bericht: Dr. Birkenmaier

Marktbericht vom 22.11.2018 in Kempten

Jungkühe stark nachgefragt

Die zweite Novemberauktion der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am 22.11. in der Allgäuhalle in Kempten war bei schöner, aber kalter Witterung gut besucht. Aufgetrieben waren 12 Stiere, 1 Kuh, 99 Jungkühe, 1 Jungrind sowie 24 weibliche Zuchtkälber.

Bei den Zuchtstieren erreichte die Qualität der 12 aufgetriebenen Kandidaten nicht das übliche Niveau – nur 3 Jungstiere konnten von der Körkommission in Wkl. 2 eingereiht werden, 9 entsprachen der Wkl. 3. Dies tat der Nachfrage aber keinen Abbruch und am Ende waren 10 Stiere für den Deckeinsatz für 1388 Euro verkauft. Das Spitzengebot erhielt mit 1740 Euro der erstrangierte Blooming-Sohn aus einer Horizont-Tochter mit sehr guter Erstlaktation aus dem Betrieb Zeller in Oberstdorf-Rubi, der mit guten Exterieur-Zuchtwerte und 114 Milchwertpunkten nach Mecklenburg-Vorpommern ging.

Stark nachgefragt war die Kollektion der 99 angebotenen Jungkühe, was erneut unter dem langjährigen Angebotsumfang lag. Alle Jungkühe wurden verkauft und bei Weitem nicht alle Wünsche konnten bedient werden. Mit 1680 Euro lag der Verkaufsschnitt um 20 Euro über der Vorauktion, wobei für gleiche Qualitäten der Preisanstieg höher ausfiel. Den Spitzenpreis erzielte eine typstarke Vosther-Tochter, gezüchtet von Paul Feneberg, Durach-Felben und vorgestellt von Narziss Wenz Bolsterlang. Sie ging für 2560 Euro nach Hannover. Weitere Jungkühe gingen ebenfalls in verschiedene Betriebe im Norden Deutschlands sowie diesmal auch nach Tschechien. Dreiviertel der Tiere blieben jedoch in der Region.

Demgegenüber verblieben fast alle der 24 weiblichen Zuchtkälber in der Region, wobei zwei keinen Käufer fanden. Die Nachfrage blieb hinter der der Jungkühe zurück. Am Ende lag der Schnittpreis aber mit 256 Euro um 25 Euro über dem Niveau vor 14 Tagen. Das Spitzengebot erhielt mit 480 Euro eine Hochdorf-Tochter aus einer Payoff-Jungkuh mit 35 kg Einsatzleistung von Anton Bader, Isny-Schweinebach. Sie ging ins Oberland. Das aktuelle Marktgeschehen bei den Zuchtkälbern lässt darauf schließen, dass die Jungviehaufzucht derzeit eingeschränkt wird. Es ist absehbar, dass in den Betrieben und am Markt diese Tiere später als Jungkühe bei zu erwartender Nachfrage dieser Betriebe zusätzlich fehlen werden.

Bericht: Dr. Birkenmaier