Herdebuch Allgäu Marktanmeldung

Aktuelles

Erster Oktobermarkt in Kempten

Jungkühe in allen Kategorien bestens verkauft

Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, den 7. Oktober 2021 in Kempten konnten sechs Stiere, acht Zuchtkälber, drei Mehrkalbskühe und 109 Jungkühe verkauft werden. Bei endlich wieder geöffneter Bewirtung setzte sich die gute Stimmung der vergangenen Märkte nahtlos fort. Besonders im Bereich der qualitativ hochwertigen, abgekalbten Jungkühe befinden sich die Auftriebszahlen auf niedrigem Niveau, hier wäre eine Steigerung in den kommenden Monaten entsprechend der Nachfrage wünschenswert.

Kleines Kälberangebot

Die aufgetriebenen Zuchtkälber befanden sich an diesem Tag bezüglich Entwicklung und Abstammungsleistungen auf einem insgesamt ordentlichen Niveau. Der Durchschnittpreis pendelte sich wie beim Vormarkt bei exakt 268 € ein. Den Höchstpreis von 320 € konnte dieses Mal ein bestens entwickeltes Sevilla- Kalb mit weit über 9.000 kg Muttersleistung erzielen. Dieses Kalb verbleibt per Kaufauftrag bei einem Aufzuchtbetrieb im Oberland.

Hornlos- Genetik bestimmt den Stiermarkt

Die zehn aufgetriebenen Stiere bestanden alle vor der Körkommission am Morgen und konnten dementsprechend zum Verkauf vorgestellt werden. Sechs Kandidaten konnten an neue Besitzer vermittelt werden, wobei der Durchschnittspreis um über 300 € auf 1.587 € anstieg, was an einem Trio von absoluten Topstieren lag. Den Tageshöchstpreis von 1.800 € konnte ein junger, genetisch hornloser Sidence- Sohn von Hubert Epp aus Bad Grönenbach erzielen, der aus Embryotransfer entstand. Neben dem Hornlosgen kann dieser Stier auch eine bekannte Kuhfamilie und beste genomische Zuchtwerte vorweisen. Ein Vollbruder dieses Stieres befindet sich kurz vor dem Besamungseinsatz. Auch an zweiter Stelle rangierte ein hornloser Jungbulle. Von Willebold Gawaz aus Niederrieden gezüchtet und bestens präsentiert überzeugte der David Pp- Sohn mit fast 4 % Eiweiß im langjährigen Schnitt der Mutter und ausgeglichenen genomischen Zuchtwerten speziell im Exterieurbereich. Das Spitzentrio vervollständigte an diesem Tag der teuerste behörnte Stier des Tages. Ein ganz junger, korrekter Bison- Sohn aus der Zucht der Familie Brader wurde von Max Klemp, Bad Grönenbach einmal mehr hervorragend aufgezogen und präsentiert und ließ sowohl bei den Vorfahrensleistungen als auch bei den genomischen Zuchtwerten mit einem krönenden Gesamtzuchtwert von gGZW 135 keine Wünsche offen. Er absolviert seinen Deckeinsatz zukünftig im Ostallgäu.

Jungkühe in allen Qualtätssegmenten bestens gefragt

Auch an diesem Auktionstag füllten sich die Ränge in der Allgäuhalle ordentlich. Die wieder geöffnete Wirtschaft sorgte zusätzlich für lockere und gelöste Stimmung bei den Landwirten. Wieder einmal wurde der qualitätsorientierte Charakter einer Auktion deutlich. Die Gebote wurden insgesamt zügig aber eben sehr qualitätsorientiert abgegeben, sodass am Ende ein guter Durchschnittspreis von 1.657 € erreicht wurde. Beste Jungkühe wurden mit über 2.500 € honoriert, während qualitativ schwächere Tiere oder Tiere mit Mängeln zu Mindestgeboten von gut 800 € abgegeben wurden.

Cadence- Tochter an der Spitze

Zum Tageshöchstpreis von 2.520 € konnte Markus Tannheimer aus Buchenberg eine kapitale Cadence- Tochter verkaufen. Diese Jungkuh war geälpt und kalbte dennoch schon mit 25 Monaten zum ersten Mal ab, was ihrer Entwicklung keinen Abbruch tat. Ihr bestes Euter und über 31 kg Tagesleistung waren einem Käufer aus Südtirol den Spitzenpreis wert. Mit Zuschlagspreisen von 2.100 € bis 2.300 € folgten eine ganze Reihe an hervorragenden Jungkühen mit über 30 kg Tagesleistung und fehlerfreiem Exterieur. Aus dem Biobereich waren dies zunächst drei Tiere: Neben einer schliffigen Tarzan- Tochter von Michael Bilgeri aus Balderschwang, die im Zuchtgebiet verbleibt, konnte eine kompakte Variant- Tochter von Konrad Müller aus Kranzegg, die in den Rhein- Sieg- Kreis nach Nordrhein- Westfalen verkauft werden. Eine rahmige Paulsen- Tochter von Alois Weber aus Unterjoch verbleibt ebenfalls im zuchtgebiet. Im konventionellen Bereich stach zunächst eine Vanpari- Tochter von Thomas Wild aus Oberstaufen hervor, die zukünftig in Schleswig- Holstein gemolken wird, ehe Martin Jörg aus Wertach eine hochleistende Puerto- Tochter hervorragend im Ring präsentierte, die einen italienischen Käufer überzeugen konnte.

Nächste Auktion in zwei Wochen

Der nächste Markt findet am 21. Oktober in Kempten statt. Traditionell wird dieser Markt mit einer Kollektion von Kalbinnen und Jungrindern ergänzt. Am 4. November findet außerdem der nächste Fressermarkt in der Allgäuhalle statt. Anmeldungen und Kaufaufträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Informationen dazu finden Sie jederzeit unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.

Alexander Kuppel

Eine kapitale Puerto- Tochter konnte der Zuchtbetrieb Martin Jörg aus Wertach im Ring präsentieren. Diese enorm breite und großrahmige Jungkuh mit weit über 32 kg Marktgemelk konnte für 2.100 € an einen italienischen Käufer vermittelt werden.

Eine klasse Biojungkuh konnte Konrad Müller aus Kranzegg anbieten. Ganz frisch abgekalbt und mit einem hervorragenden Euter ausgestattet überzeugte diese Variant- Tochter einen Kunden aus Nordrhein- Westfalen auf ganzer Linie.

Ein herausragendes Euter, weit über 31 kg Marktgemelk, beste Melkbarkeit und ein glasklares Fundament zeichneten die Velos- Tochter von Thomas Socher aus Hüttenberg aus. Ein Käufer aus dem Landkreis Oberallgäu sicherte sich den Zuschlag bei über 2.000 €.

Eine enorm entwickelte, mit 25 Monaten abgekalbte Cadence- Tochter von Markus Tannheimer aus Buchenberg. Über 31 kg Milch und beste Melkbarkeit waren einem Stammkunden aus Südtirol weit über 2.500 € Wert.