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Kälberaufzuchtswettbewerb 2018/19

Gute Leistungen beim Kälberaufzuchtwettbewerb

46 Teilnehmer beim Kälberaufzuchtwettbewerb 2018/19

Im Rahmen ihrer Ausbildung müssen landwirtschaftliche Lehrlinge während Ihrer Lehrzeit insgesamt zwei Wettbewerbe erfolgreich absolvieren. Zur Wahl stehen drei Wettbewerbe: Berufswettkampf, Forstwettbewerb und Kälberaufzuchtwettbewerb.

In diesem Jahr nahmen 45 Auszubildende im Bereich der Berufsschulen Marktoberdorf und Kempten, sowie ein Student der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf im Rahmen der dualen Ausbildung, am Kälberaufzuchtwettbewerb teil. Ziel dabei ist es, sich mit der Thematik „Wie ziehe ich ein Zuchtkalb erfolgreich auf“ auseinanderzusetzen.

Manuel Spaun vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren, Fachzentrum Rinderhaltung organisierte und betreute diesen Wettbewerb der aus einem Theorie- und Praxisteil besteht.

Teil 1: Die Theorie

Die Teilnehmer müssen sämtliche Gegebenheiten und Daten ab der Geburt des Kalbes in einem Leittext dokumentieren. Dazu gehören u.a. Aufzeichnungen über die Abstammung, den Geburtsverlauf, das Erstellen eines Tränkeplanes, die Kontrolle der tatsächlichen Futteraufnahme und das wöchentliche Wiegen des Kalbes. Der Leittext wird mit Punkten bewertet und fließt in die Gesamtbewertung mit ein.

Teil 2: Die Praxis

Nach dem Abschluss der Aufzuchtphase wird jeder einzelne Teilnehmer auf seinem Lehrbetrieb oder zu Hause besucht. Zunächst muss das Kalb vorgeführt und präsentiert werden. Vorführer und Kalb müssen sich von ihrer besten Seite zeigen. Das Zusammenspiel zwischen Vorführer und Kalb erfordert viel Ruhe, Geduld und Übung. Deshalb müssen die Teilnehmer vorab bei zahlreichen Trainingseinheiten das Kalb an das Führen am Halfter gewöhnen.

Anschließend wird noch das allgemeine Fachwissen über die Kälberaufzucht und –haltung abgefragt. Der Praxisteil wird wie in der Theorie auch mit Punkten bewertet.

Ausschlaggebend für den Abschluss des Wettbewerbes ist jedoch das Gesamtergebnis, welches sich aus den Theorie- und Praxispunkten errechnet. Schwächen in der Theorie können mit besonderen Stärken und Fertigkeiten in der Praxis ausgeglichen werden. Wer ganz vorne mitmischen will, darf aber in der Theorie kaum Punkte liegen lassen.
Maximal werden 100 Punkte vergeben.

Siegerehrung und Preisverteilung

Die Kälberaufzucht ist von enormer Bedeutung für den Milcherzeuger, weil sie die Basis für langlebige, gesunde und leistungsbereite Milchkühe ist. Die Leistung der Teilnehmer wurde in diesem Jahr durch attraktive Preise gewürdigt. Jeder Teilnehmer erhielt ein T-Shirt, das durch die MR Ostallgäu GmbH und dem Maschinenring Oberallgäu e.V. gesponsert wurde.

Die Teilnehmer, die über 85 Punkte erzielten, erhielten weitere Preise. Sechs Kälberschellen wurden von der Erzeugergemeinschaft für Schlachtvieh Allgäu w.V. zur Verfügung gestellt. Die Weissachmühle stellte drei Einkaufsgutscheine und das LKV Bayern drei Softshell-Jacken zur Verfügung. Die Allgäuer Herdebuchgesellschaft stiftete zwei Westen. Die Fa. HIKO sponserte vier Kälbertränkeeimer und zwei Kälbertränkeflaschen. Die Fa. Milkivit unterstützte den Wettbewerb mit fünf Fachbüchern und die Fa. Eder stellte zwei Kälberdecken zur Verfügung. Die Siegerehrung und Preisübergabe fand in den Berufsschulen Kempten und Marktoberdorf statt.

Der Dank gilt den Sponsoren der Preise und allen Teilnehmern für ihr Engagement!

Manuel Spaun

Weitere Details sind im Allgäuer Bauernblatt nachzulesen.